Kunst to go: Der Kunstautomat in der fünften Runde

Jüdische Künstlerinnen entwerfen limitierte Kleinserien für das Jüdische Museum Berlin – Presseinladung

Pressemitteilung vom5. Juli 2017

Am 11. Juli blicken wir auf die ersten hundert Tage des Kunstautomaten in seiner nunmehr fünften Runde im Jüdischen Museum Berlin zurück. Aus diesem Anlass laden wir Sie ein zu einem Presse-Bildtermin mit den Künstlerinnen ein.

Kontakt und Presseakkreditierung
Katharina Schmidt-Narischkin
Pressesprecherin
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 419
Fax: 
+49 (0)30 259 93 400

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau 1. OG, Dauerausstellung Kunstautomat


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Presse-Bildtermin mit den Künstlerinnen

Datum Dienstag, 11. Juli 2017
Ort Kunstautomat in der Dauerausstellung, 1. OG an der Treppe
Zeit 11 bis 11.45 Uhr

Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen am Eingang und den Weg durch die Dauerausstellung ein!

Ablauf

  • Begrüßung: Maren Krüger, Leiterin der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin
  • Kurzvorstellung der sieben Künstlerinnen und ihre Werke (überwiegend in englischer Sprache)
  • Fototermin mit den Künstlerinnen am Kunstautomaten
  • Anschließend haben Sie die Gelegenheit zu Einzelinterviews.

Die Kunstwerke der fünften Runde

Passend zum 13. Kultursommer, der unter der Überschrift »Der Sommer der starken Frauen!« steht, sind auch die acht Künstlerinnen dieser Runde Frauen. Sie alle leben in Berlin, sieben von ihnen kommen aus Israel. Für den Kunstautomaten haben sie insgesamt 3.500 kleinformatige Objekte entworfen. Form und Material wählten die Künstlerinnen selbst. Das Spektrum reicht von Puzzleteilen und Betoneis über Souvenirs und Leporellos bis zu Fotografien und Stoffbeuteln:

Unter den handsignierten Originalen befinden sich in dieser Runde die fünf Fotografien der israelischen Künstlerin Shimrit Kalish, deren Serie »fremdes Land« durch ihre Träume inspiriert wurde. Shai Keren hat einen Stoffbeutel für »Alte Sachen« gestaltet – eine Anspielung auf den Jiddischen Ausdruck für Trödel, der auf Deutsch genauso lautet. Bei der multi-diziplinären Künstlerin Adi Liraz gehört Transformation wesentlich zum künstlerischen Schaffen: Ein selbstverfasstes Gedicht transformiert sie in mehreren Schritten in ein besticktes Stück Stoff. Auch Shira Orion schreibt Gedichte, für den Kunstautomaten aber erzählt sie in Form von Illustrationen im Postkartenformat. Yifah Raz‘ Betoneis am Stiel weckt Erinnerungen an einen heißen Sommertag. 500 Puzzleteile verteilt Maja Gratzfeld mit dem Kunstautomaten in alle Welt. Gibt man den Zahlencode eines jeden Puzzleteils auf ihrer Website ein, ergibt sich Stück für Stück am Ende das Gesamtbild. Alonah Rodeh hat Gesetzestafeln geschaffen, auf denen jeder seine ganz persönlichen Gebote aufstellen kann, und Keren Shalev ein organisch geformtes Objekt, das als Andenken dient.

Die acht Künstlerinnen der fünften Runde

  • Maja Gratzfeld (*1982 in Deutschland)
  • Shimrit Kalish (*1981 in Israel)
  • Shai Keren (*1986 in Israel)
  • Adi Liraz (*1976 in Israel)
  • Shira Orion (*1993 in Israel)
  • Yifah Raz (*1957 in Israel)
  • Alona Rodeh (*1979 in Israel)
  • Keren Shalev (*1982 in Israel)

Vier Jahre Kunstautomat

Seit dem 23. August 2013 bietet das Jüdische Museum Berlin in seiner Dauerausstellung Kunst aus dem Automaten an. »Der Kunstautomat ist ein wunderbares Format, um zeitgenössische Kunst in unsere Dauerausstellung zu integrieren. Jedes Kunstwerk erzählt auf seine eigene Weise von jüdischem Leben«, sagt Gelia Eisert, Kuratorin des Kunstautomaten. Die insgesamt 6.050 Kunstwerke der bisherigen vier Runden verkauften sich innerhalb weniger Monate. In regelmäßigen Abständen wird der Kunstautomat mit neuen Kunstwerken wechselnder Künstlerinnen und Künstler bestückt. Sie erstellten jeweils ein oder zwei limitierte Kleinserien in einer Auflage von 200 bis 500 Stück für den eigens umgestalteten Vintage-Warenautomaten aus den 1970er Jahren.

Unikate nach dem Zufallsprinzip

Aus den 60 Fächern des Automaten können die Besucher für jeweils sechs Euro ein pink, schwarz oder weiß verpacktes Kunstwerk ziehen und mit nach Hause nehmen. Neben den Unikaten und handsignierten Originalen erhält man auch Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern und ihrer Arbeit. Bewegliche Bildtafeln neben dem Kunstautomaten vermitteln vorab einen visuellen Eindruck der Kunstwerke – welches Unikat sie tatsächlich ziehen, entscheidet der Zufall.

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau 1. OG, Dauerausstellung Kunstautomat


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin