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Lila-blaue Grafik mit der Aufschrift „Digital Lecture Series“

Staatenlosigkeit und Visionen von Zugehörigkeit

Miriam Rürup im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)

Staatsbürgerschaft ist in Einwanderungsgesellschaften die Garantie für gleichberechtigte Teilhabe, soziale Rechte und politische Mitbestimmung – zugleich ist sie Voraussetzung für menschenrechtlichen Schutz. Was bedeutet es also, staatenlos zu sein? Wie wurde und wird Staatenlosigkeit noch immer zu einem Massenphänomen und welche lebensweltlichen Konsequenzen hat dies?  

Di, 29. September 2026

Wo

online

Miriam Rürup, Direktorin des Moses Mendelsohn Zentrums in Potsdam, erörtert in dieser Ausgabe der Digital Lecture Series, wie das „Recht, Rechte zu haben“ jenseits nationalstaatlicher Zugehörigkeit juristisch und gesellschaftlich reflektiert wird. Die Gewährung staatsbürgerschaftlicher Rechte ist ein immer wieder aufs Neue politisch umkämpftes Feld. In diesem Gespräch soll der Zusammenhang von Citizenship und Menschenrechten in historischer wie utopischer Perspektive, mit Blick auf Möglichkeiten der Erweiterung und der politischen Solidarität diskutiert werden.

Die Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte als politisches Versprechen, das neu verteidigt werden muss. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese (taz) aus unterschiedlichen Perspektiven auf Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes.  

Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden? 

Miriam Rürup

Miriam Rürup ist Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien in Potsdam. Von 2012 bis 2020 leitete sie das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Weitere Stationen waren das German Historical Institute in Washington DC, das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen, die Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, das Franz Rosenzweig-Zentrum in Jerusalem und das Simon Dubnow Institut in Leipzig. Derzeit forscht sie zum Umgang der Vereinten Nationen mit Staatenlosigkeit sowie Ideen universeller Zugehörigkeit nach beiden Weltkriegen und deren Rückwirkungen auf die nationalstaatliche Politik in West-Deutschland. 2008 erschien ihre Dissertation Ehrensache. Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten, 1886–1937 bei Wallstein. Mit Dörte Bischof gab sie den 2018 den Band Ausgeschlossen. Staatsbürgerschaft, Staatenlosigkeit und Exil in der Edition text + kritik heraus.

Dinah Riese

Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte im Verlag Klaus Wagenbach.

Dinah Riese, Foto: Sonja Trabandt

Lila-blaue Grafik mit der Aufschrift „Digital Lecture Series“

Digital Lecture Series
Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte

Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte – die Veranstaltungsreihe im Überblick

Veranstaltungen

Siehe auch

W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin – Plattform und Laboratorium für vielfältige Perspektiven

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Stand 14. April 2025

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Was, wann, wo?

  • WannDi, 29. September 2026
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    frei

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