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Derzeit ist das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Jüdinnen und Juden entlang der Seiden­straße

Inter­nationale Konferenz zu Migrations­routen, Zwischen-Räumen und Zwischen-Positionen

Hauswand mit einem Schild, auf dem in hebräischen Buchstaben Shalom und auf Russisch Friede für die Welt steht

Eine Synagoge in Bukhara in einer Seiten­straße der Altstadt, Foto: Adam Baker, CC BY 2.0, via Flickr

Wie leben Jüdinnen und Juden zwischen Baku und Berlin, zwischen Taschkent und Teheran, Duschanbe und Tel Aviv? Wie prägten ihre Erfahrungen des Zusammen­lebens mit muslimischen, christlichen und säkularisierten Mehrheits- und Minderheits­bevölkerungen jüdische Biografien und Identitäten? Eine Mehrheit der heute in Deutschland und Europa lebenden Jüdinnen und Juden kommt aus Gebieten der ehemaligen Sowjetunion. Die meisten migrierten aus europäischen Teilen wie Belarus, die Ukraine oder Russland, einige kamen aber aus den südlichen und östlichen Republiken im Kaukasus und in Zentral­asien – Gegenden, die auf den Routen der historischen und neuen Seiden­straße liegen.

So, 10. Okt 2021, 17 Uhr bis Di, 12. Okt 2021, 20 Uhr

  Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin Postanschrift: Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Im Rahmen der drei-tägigen inter­nationalen Konferenz möchten wir uns den wenig bekannten Geschichten der Flucht, Deportation und Migration zwischen Europa und Asien, den Erfahrungen der Nachbar­schaft und religiöser Alltags­praxis (post-)sowjetischer Jüdinnen und Juden aus dem Kaukasus und Zentral­asien nähern. Im Fokus stehen soziale und kulturelle Zwischen-Räume, Orte der Begegnungen und Verflechtungen sowie Zwischen-Positionen der Menschen, die als Minder­heiten und als Migrant*innen in multi-ethnischen und multi­religiösen Gesell­schaften leben.

Wie sind diese Erfahrungen und Biografien von sowjetischem Orientalismus und Kolonialismus, Anti­semitismus und Rassismus geprägt, und wie verhalten sie sich zu jüdischen Erfahrungen im Iran, in der Türkei, in Marokko oder Indien? Wir widmen uns den Erinnerungen und Erfahrungen des Zusammen­lebens im sowjetischen und globalen Süden und fragen danach, wie diese Geschichten die Erzählungen jüdischen und post-migrantischen Lebens in Deutschland und Europa im 21. Jahr­hundert verändern.

Den Eröffnungs­vortrag hält Prof. Dr. Atina Grossmann (The Cooper Union in New York City)

Call for Papers

Einsende­frist für Abstracts und Kurzbios 15. Mär 2021

Download (PDF / 0.25 MB / auf Deutsch / nicht barrierefrei)

Wir begrüßen 20-minütige wissen­schaftliche und künstlerische Forschungs­beiträge zu den folgenden Themen:

  • Narrative von Jüdinnen und Juden in den multi­religiösen und multi­ethnischen Gesell­schaften des Kaukasus, Zentral­asiens und des Mittleren Ostens und ihrem Ankommen in Deutschland und Europa
  • Forschungen zur Trans­formation kultureller und religiöser Praxen, zu sozialen und räumlichen Mobilitäten von Jüdinnen und Juden in Zentral­asien und im Kaukasus
  • Analyse der Privilegien sowie Erfahrungen von Ausschluss und Verfolgung
  • Erinnerungs- und repräsentations­politische Fragen zu Minder­heiten innerhalb von Minder­heiten
  • Gegenläufige Erinnerungs­kulturen in jüdischen Biografien

Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre Abstracts (zwischen 250 und 300 Wörter) sowie eine Kurzbio an: akademieprogramme@jmberlin.de bis zum 15. März 2021.

Die Entscheidung über die Annahme der Beiträge erfolgt bis spätestens 1. Mai 2021. Die ausgewählten Referent*innen werden gebeten, ihre aus­formulierten Vorträge bis zum 15. August zu schicken.

Die Reise- und Unterkunfts­kosten der Referent*innen werden gemäß den entsprechenden Richt­linien der Veranstaltungs­organisationen übernommen.
Die Konferenz­sprachen sind Deutsch und Englisch (mit Simultan­übersetzung).

Organisatorinnen

  • Dr. Alina Gromova (Jüdisches Museum Berlin, www.jmberlin.de)
  • Dr. Darja Klingenberg (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), www.europa-uni.de)
  • Dr. Tsypylma Darieva (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, ZOiS Berlin, www.zois-berlin.de)

Eine Tagung des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem Zentrum für Osteuropa- und inter­nationale Studien (ZOiS, Berlin) und dem Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Programm

Das komplette Tagungs­programm finden Sie ab dem 15. August 2021 auf dieser Seite.

Was, wann, wo?

  • Wann So, 10. Okt 2021, 17 Uhr bis Di, 12. Okt 2021, 20 Uhr
    in meinen Kalender eintragen
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    Postanschrift: Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Anmeldung Eine Anmeldung wird ab dem 1. Sep 2021 möglich sein.

    Zusätzlicher Ort Eine Abendveranstaltung findet im Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS, Berlin) statt.

    Konferenz­sprachen Deutsch und Englisch, mit Simultanübersetzung

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Akademieprogramme: Kommende Veranstaltungen (1)

Kommende Veranstaltungen

Hier finden Sie das aktuelle Veranstaltungsprogramm des Jüdisch-Islamischen Forums und des Akademieprogramms zu Migration und Diversität.

Hauswand mit einem Schild, auf dem in hebräischen Buchstaben Shalom und auf Russisch Friede für die Welt steht

Jüdinnen und Juden entlang der Seiden­straße

Migrations­routen, Zwischen-Räume und Zwischen-Positionen

Konferenz
So, 10. Okt bis Di, 12. Okt 2021