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„Die einsam lebendigen Sterne“

Konzert zum Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozialismus (vor Ort und im Livestream)

Nach der Machtergreifung Hitlers erlebte die Musik­szene in Deutschland, später auch in den annektierten bzw. besetzten Ländern Europas, durch antisemitische Verfolgungen einen beispiellosen Aderlass. Berufs­verbot und Aus­schluss aus dem öffentlichen Leben waren für jüdische Musiker*innen nur die ersten Schritte auf dem Weg zur plan­mäßigen Vertreibung und Vernichtung. Das Konzert­programm zum Tag des Gedenkens präsentiert Klavier­werke und Lieder von jüdischen Komponisten, die Opfer des National­sozialismus wurden. Diese zum Teil erst in den letzten Jahren wieder­entdeckten Kompositionen werden mit traditionellen synagogalen Melodien kombiniert.

Do, 27. Jan 2022, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau EG, Glashof
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Das Konzert beinhaltet Stücke von Viktor Ullmann (1898–1944), Juliusz Wolfsohn (1880–1944), Bernhard Sekles (1871–1934) und Arno Nadel (1878–1943) sowie synagogale Gesänge und liturgische Werke von Louis Lewandowski (1821–1894). Die Interpreten sind der Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover Yoed Sorek und der Pianist und Musik­wissenschaftler Jascha Nemtsov, der das Konzert außerdem moderieren wird.

Der Livestream startet am 27. Januar 2022 um 19 Uhr; Jüdisches Museum Berlin 2022

Jascha Nemtsov

Jascha Nemtsov, 1963 in Russland geboren, ist Akademischer Leiter der Kantoren­ausbildung des Abraham Geiger Kollegs Potsdam und Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Als Pianist hat er zahlreiche CDs aufgenommen, darunter Welt­erst­einspielungen von Werken jüdischer Komponisten. Mehrere seiner CDs wurden international ausgezeichnet.

Porträt Jascha Nemtsov

Jascha Nemtsov; Foto: Rut Sigurdardottir

Yoed Sorek

Yoed Sorek wurde 1980 in Jerusalem geboren, studierte dort Klavier und Gesang. Es folgten Studien am Königlichen Konservatorium in Den Haag, an der Scuola Civica in Mailand, am Scola Cantorum in Basel sowie am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam. Er ist Chorleiter, Pianist und Sänger und hat sich neben seinem klassischen Repertoire auf jüdische und jiddische Musik spezialisiert. Seit 2021 ist er Kantor der liberalen jüdischen Gemeinde in Hannover.

Porträt Yoed Sorek

Yoed Sorek; Foto: Conny Kurz

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