Direkt zum Inhalt

Hinweis: Wir liefern alle Bilder im WebP-Format aus. Seit September 2022 wird dieses Format von allen modernen Browsern unterstützt. Es scheint, dass Sie einen älteren Browser verwenden, der keine Bilder im WebP-Format anzeigen kann. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Lila-blaue Grafik mit der Aufschrift „Digital Lecture Series“

Menschenrecht im Mittelmeer

Itamar Mann im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)

Das Mittelmeer ist seit vielen Jahrhunderten ein Raum des Austausches und der Migration – auch für jüdische Migrant*innen. Am gegenwärtigen Umgang mit Migration über das Mittelmeer und mit Initiativen der Seenotrettung lässt sich die Auslagerung von Grenzen beobachten. Es zeigen sich zudem Schwachstellen des internationalen Rechts und der Menschenrechte: das Mittelmeer ist zu einem Massengrab geworden.

Di, 9. Jun 2026, 19 Uhr

Wo

online

Im Rahmen der Digital Lecture Series wird der Völkerrechtler Itamar Mann mit der Journalistin Dinah Riese (taz) juristische, politische und ethische Fragen diskutieren, die mit dieser Migrationsbewegung bis heute verbunden sind. In einer historischen Perspektive auf jüdische Migration nach Palästina, vietnamesische  Boat People und syrische Geflüchtete seit 2015 entwickelt er mit Hannah Arendt und Emanuel Levinas den utopischen Ansatz eines right of encounter.

Die Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes. 

Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?

Itamar Mann

Itamar Mann ist Professor für Internationales Recht an der Universität Haifa (beurlaubt) und Gastprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Rechtsdoktrin, Theorie und Geschichte. 
Seine Forschungsschwerpunkte sind Seerecht, Migrations- und Flüchtlingsrecht, internationales Strafrecht und die konzeptionellen Grundlagen der rechtlichen Verantwortung in Krisensituationen. Neben seiner akademischen Forschung engagiert sich Mann intensiv für die Menschenrechte. Er ist Präsident von Border Forensics, einem interdisziplinären Kollektiv, das sich mit Gewalt an Grenzen und der Rechenschaftspflicht von Staaten befasst.

Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Buch Liferaft Manifesto: Democratic Survivalism and the Sea, in dem er untersucht, wie demokratische Prinzipien unter den Bedingungen des Klimawandels und massiver Vertreibung bewahrt werden können.

Dinah Riese

Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte im Verlag Klaus Wagenbach.

Netiquette für unsere digitalen Veranstaltungen

Immer wieder werden in virtuellen Räumen Meinungsäußerungen radikalisiert und Konflikte geschürt. Die Anonymität der Kommunikation lässt leicht vergessen, dass verbale oder schriftliche Angriffe für betroffene Personen verletzend sein können. Das Jüdische Museum Berlin strebt an, ein diskriminierungsfreier Raum zu sein. Bitte orientieren Sie sich an folgenden Grundsätzen: 

  • Sie können sich je nach Format schriftlich oder mündlich mit Fragen und Diskussionsbeiträgen beteiligen.
  • Schriftliche  Beiträge werden von einer Moderation geprüft, freigegeben und vorgetragen.
  • Bitte formulieren Sie kurz und präzise, damit Raum für möglichst viele Publikumsbeiträge bleibt.  
  • Bitte melden Sie sich mit Klarnamen an.
  • Bitte äußern Sie sich respektvoll und verantwortungsvoll.
  • Antisemitische, rassistische, sexistische oder anderweitig diskriminierende Äußerungen werden nicht toleriert.
  • Die Vortragenden und Teilnehmenden sind als individuelle Personen mit einer persönlichen Meinung zu behandeln, nicht in erster Linie als Vertreter*innen einer nationalen, ethnischen, religiösen oder kulturellen Gruppe.
  • Links zu gewaltverherrlichenden oder strafrechtlich relevanten Websites werden umgehend gelöscht.
  • Im Falle des wieder holten Verstoßes gegen die Netiquette behalten wir uns den Ausschluss von der Veranstaltung vor.

Das Aufzeichnen (auch durch Screenshots) und Verbreiten der Veranstaltung oder Teilen davon, einschließlich der verwendeten Materialien, ist unzulässig. Wir zeichnen die Veranstaltung auf und stellen sie im Nachgang online. Näheres dazu entnehmen Sie bitte unseren Datenschutzbestimmungen.

Stand 14. April 2025

Gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung 

In Medienkooperation mit der taz

  • Logo mit vier Punkten, um die ein unterbrochener quadratischer Rahmen geht und der Schriftzug Berthold Leibinger Stiftung.
  • Logo: taz.die tageszeitung

Was, wann, wo?

  • WannDi, 9. Jun 2026, 19 Uhr
  • Wo online
    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Sprache Englisch

    Hinweis Registrierungslink folgt in Kürze