App durch X-BRG: Ein digitaler Stadtspaziergang zu Widerstand in Kreuzberg

Launch für den ersten digitalen Stadtspaziergang des Jüdischen Museums Berlin – Presseeinladung

Pressemitteilung vom3. Juli 2017

Am Donnerstag, dem 6. Juli ist der Startschuss für den ersten digitalen Stadtspaziergang des Jüdischen Museums Berlin. Er führt zu Orten des Widerstands in Berlin-Kreuzberg und wurde entwickelt als digitale Schnitzeljagd für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren. Sie entstand in Kooperation mit der Refik-Veseli-Schule, mit der das Museum seit 2012 eine enge Bildungspartnerschaft verbindet.

Kontakt und Presseakkreditierung:
Katharina Schmidt-Narischkin
Pressesprecherin
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 419
Fax: 
+49 (0)30 259 93 400

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

Ort

Altbau EG, »Meeting Point« im Foyer


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Der Stadtspaziergang entstand dort im Rahmen der Geschichtswerkstatt: Schüler einer 9. Klasse setzten sich in dem wöchentlichen Wahlpflichtkurs »Geschichtswerkstatt« mit unterschiedlichen Formen von Widerstand in Kreuzberg auseinander. Nach einer Recherchephase haben sie Orte von widerständigen Personen aufgesucht, Experten befragt und ihre Ergebnisse in Form von einem digitalen Stadtspaziergang zusammengefasst.

In enger Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin haben die Schüler der Kreuzberger Refik-Veseli-Schule sieben Stationen ausgesucht, dazu recherchiert, Texte geschrieben, Fotos und Audios aufgenommen. Dabei sind sie folgenden Fragen nachgegangen: Wen sehen wir im Stadtraum? Wen nicht? Welche Geschichten werden erzählt? Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind die Schüler auf Menschen gestoßen, die gegen Unrecht protestier(t)en.

Der Stadtspaziergang macht Kreuzberger Geschichte erlebbar und verbindet das Jüdische Museum Berlin und die Refik-Veseli-Schule im wörtlichen Sinne. Die Jugendlichen erzählen von ihren Erfahrungen im Projekt und von ihren Begegnungen, aus denen sie die Stationen des Stadtspaziergangs erarbeitet haben. Anwesend sein wird auch Fabian Schnedler, Mitarbeiter der Bildungsabteilung im Jüdischen Museum Berlin, der das Projekt im Rahmen der Geschichtswerkstatt begleitet und mitentwickelt hat.

Die erste Station nach dem Startpunkt am Jüdischen Museum Berlin hat mit der Lebensgeschichte von Hanni Meyer zu tun, die sich im Widerstand gegen die NS-Diktatur engagierte und deswegen in der Ritterstraße 16 Zwangsarbeit verrichten musste. Widerstand gegen Mietverdrängung und Rassismus leistet die Initiative »Kotti&Co«, die in der Admiralstraße im Mittelpunkt steht.

Weiter geht es zum Jugendzentrum Naunynritze, wo von der Jugendkultur von Migrant*innen in den 1990er Jahren erzählt wird. Natürlich darf auch die Refik-Veseli-Schule selbst in der Skalitzer Straße nicht fehlen, deren Schüler die Benennung ihrer Schule nach einem Gerechten unter den Völkern durchgesetzt haben. Stellvertretende Beispiele für Widerstand und Selbstbestimmung sind die Aktivisten Martin Dibobe am U-Bahnhof Schlesisches Tor und May Ayim am nach ihr benannten Ufer. Hier bildet die Station für Cetin Mert, dessen Tod Proteste der türkischen Community nach sich zog, den Schlusspunkt.

Treffpunkt Meeting-Point im Altbau
Eintritt frei
Zeit 14 bis 16 Uhr
Ablauf Per Tablet oder Smartphone - Einloggen in das WLAN des Hauses und Download des Stadtspaziergangs (Gruppenbound and Einzelbound).
Mobile Endgeräte in begrenzter Anzahl vorhanden, nach Möglichkeit bitte eigene Geräte mitbringen und die Actionbound-App (für Android) bzw. Actionbound-App (für iOS) vorinstallieren.

Künftig können Interessierte sich den digitalen Stadtspaziergang als kostenlose Actionbound-App auf ihr eigenes Endgerät laden und die Kreuzberger Widerstands-Geschichten eigenständig nachvollziehen.

Mit freundlicher Unterstützung

Logo: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V.
Ort

Altbau EG, »Meeting Point« im Foyer


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin