Rapid-Response-Vitrine

Die erste Rapid-Response-Vitrine im Foyer des Jüdischen Museums Berlin war vom 31. Mai bis 20. Juli 2018 zu sehen. Mit der Methode des Rapid Response wollten wir Besucher*innen einladen, in den Dialog zu treten.

Ort

Altbau EG, Foyer


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die »Kippa des Anstoßes«

Anlass für die Rapid-Response-Vitrine war die Reaktion auf den antisemitischen Vorfall in Berlin-Prenzlauer Berg. Zu der anschließenden Solidaritätskundgebung am 25. April 2018 unter dem Motto »Berlin trägt Kippa« hatte die Jüdische Gemeinde Berlin aufgerufen. Rund 2.500 Personen versammelten sich vor dem Jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg. Viele der Anwesenden trugen als Zeichen der Solidarität eine Kippa. Ausgehend von der »Kippa des Anstoßes« wurden Objekte und Fotos aus dem Umfeld der Solidaritätskundgebung gezeigt.

Was kann ich gegen Intoleranz tun?

An diesem Ort der Interaktion waren Besucher*innen zur Reflexion und zum Dialog über gesellschaftlich relevante Fragen eingeladen. Am Ausgang des Museums konnten sie ihre Antworten zum Thema Intoleranz in Notizbüchern hinterlassen.

#RapidResponseCollecting

Im Jahr 2014 kündigte das Londoner Victoria und Albert Museum eine neue Sammlungsstrategie an: das schnelle Ein- und Zugreifen (Rapid Response). Bei der Rapid-Response-Methodik geht es darum, Objekte zeitnah zu geschichtlichen Momenten zu sammeln und auszustellen.

Neuer Sammlungsbereich Zeitgeschichte

Das Jüdische Museum Berlin gründete 2015 den Sammlungsbereich Zeitgeschichte, um die Dokumentation jüdischen Lebens in Deutschland zu intensivieren. Thematisch befasst sich dieser Bereich unter anderem mit der Geschichte der Displaced Persons im besetzten Deutschland, dem Wiederaufbau jüdischer Gemeinden und Institutionen in Ost und West, der Zuwanderung russischsprachiger Jüdinnen*Juden im wiedervereinigten Deutschland sowie mit der Attraktivität Berlins für junge Israelis heute.

»Kippa des Anstoßes«. Auftakt der ersten Rapid-Response-Vitrine im Jüdischen Museum Berlin; Foto: Yves Sucksdorff

Ort

Altbau EG, Foyer


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin