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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Semer Ensemble: Rescued Treasure

Record-Release-Konzert im Jüdischen Museum Berlin - Presseinformation

Pressemitteilung vom Do, 16. Jun 2016

25. Juni
Konzert zur Eröffnung des Kultursommers

Semer Ensemble: Rescued Treasure

Das goldene Zeitalter jüdischer Musik – Lieder von Liebe und Eifersucht, von Krieg, der Tora und Träumen von Sozialismus hat Hirsch Lewin in den 1930er Jahren in Berlin auf seinem Semer-Label vereint. 2012 vom Jüdischen Museum Berlin in Auftrag gegeben und uraufgeführt, hat das »Semer-Reloaded«-Projekt die alten Aufnahmen rekonstruiert und mitreißend neu arrangiert. Seitdem ist das Semer Ensemble um die Welt getourt und hat die Menschen in den Bann dieser Musik gezogen. Nun kehrt es mit seiner ersten CD in den Glashof des Museums zurück, wo die Reise mit der Premiere des Semer Projekts begann.
Als Einführung in den Abend werden vor dem Konzert die Originalaufnahmen eingespielt. Im Gespräch mit Bandleader Alan Bern erzählt der Schallplatten- und Musikhistoriker und Herausgeber der deutschen National-Diskographie Rainer Lotz von seiner Suche nach den lange verschollenen Semer-Platten.

In Kooperation mit Piranha Records
Ort: Glashof, EG
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro
Zeit: 18-20 Uhr

Das gesamte Programm des Kultursommers 2016 im Überblick:

3. Juli
Sommerfest

Im Kultursommer dreht sich in diesem Jahr alles um die osteuropäische und jiddische Kultur. Während beim großen Sommerfest ein altjüdisches Kabarett den Weg »Czernowitz-Berlin« nachgeht und Kinder in der Bäckerei das Loch im Bagel suchen, spielt das Aletchko Quartett mit einem furiosen Mix aus jiddischen Liedern, russischen Melodien und Flamenco-Gitarre auf und die Drei Kantoren unterhalten mit geistlichem und weltlichem Verve. Ob beim Matroschkamasken-Basteln, Erinnerungsfoto-Shooting oder Wortspiel-Rätseln – im Garten sind kleine und große Besucher herzlich zum Mitmachen eingeladen! Dazu gibt es »unkosher delights« von Masel Topf und Leckereien aus der polnischen Pop-up-Fusion-Küche von Polish Thursday Dinners. Am Stand von Wolfarth Schokolade kann man sich seine eigene Eiskreation mixen!

Ort: Museumsgarten
Eintritt: frei
Zeit: 14-19 Uhr

9. Juli
Christian Berkel liest »Tewje, der Milchmann«

Eine Neuerkundung zum 100. Todestag Scholem Alejchems

Arm an Geld, doch reich an Töchtern, träumt der Milchmann Tewje aus dem Schtetl Anatevka von einem Dasein ohne Entbehrung. Doch am Ende steht er allein da – ein Flüchtling unter Tausenden, mit nichts als seinem Gottvertrauen und seinem unerschütterlichen Witz. Mit »Tewje, der Milchmann« hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Tragikomiker der Weltliteratur begründet. Jiddischer Schicksalsroman und historisches Menetekel zugleich, gehört der Roman zum Kanon der Moderne. Weltweit berühmt wurde Tewje durch die Musical-Adaption »Anatevka / Fiddler on the roof«. Schauspieler Christian Berkel liest aus der Neuübersetzung des Buches, anschließend sprechen Tal Hever-Chybowski, Leiter des Paris Yiddish Center, und Armin Eidherr, Übersetzer des Buches, über die Bedeutung des Werkes jenseits der Schtetl-Romantik.

In Kooperation mit dem Manesse Verlag
Ort: Glashof
Eintritt: 8 Euro, erm. 6 Euro
Zeit: 18-20 Uhr

17. Juli
Jazz in the Garden

Shira Z. Carmel and her Brasserie Cabaret Jazz

Shira Z. Carmel ist eine vielseitige Künstlerin aus Jerusalem, die mit ihrer Musik den Glanz und die Abgründe alles Menschlichen erkundet. Ob auf Englisch, Hebräisch oder Jiddisch – Carmels Songs handeln von Leben und Tod, Krieg und Frieden, Kunst und Banalem und bringen die verschiedenen Seiten ihrer israelisch-jüdischen Identität zum Ausdruck. Ins Museum kommt sie mit ihrem neuesten musikalischen Abenteuer: Shira Z. Carmel and her Brasserie ist eine Avant-Groove-Brass-Band, die auf dem schmalen Grat zwischen Jazz, Kunst und Pop tanzt. In diesem ungewöhnlichen Ensemble zeigt die Singer-Songwriterin ihre ganze musikalische Bandbreite vom Amy Winehouse-Cover bis hin zu Vertonungen jiddischer Gedichte aus Birobidzhan.

Mit Kinderprogramm
Ort: Museumsgarten
Eintritt: frei
Zeit: 11-13 Uhr

31. Juli
Jazz in the Garden

Bester Quartet Klezmer Jazz

Das Bester Quartet aus Krakau ist eine der stärksten Stimmen jüdischer Musik in Europa. Eine feste Größe der Radical Jewish Jewish Culture Series widmen sich die vier klassisch ausgebildeten Musiker der Improvisation auf höchstem Niveau, gepaart mit mitreißenden Kompositionen und der Bearbeitung traditioneller Melodien. Bereits acht CDs des Quartets sind auf John Zorns Label »Tsadik« erschienen, die neunte wird mit Spannung erwartet. Freuen Sie sich auf eine Band, die für ihre furiosen Auftritte bekannt ist – und auf eine kleine Überraschung zum Tag der Freundschaft.

Mit Kinderprogramm
Ort: Museumsgarten
Eintritt: frei
Zeit: 11-13 Uhr

7. August
Bobe Mayses: Jiddische Ritter und andere Unmöglichkeiten

Das Straßentheater-Spektakel der New Yorker Theatervisionärin Jenny Romaine und des Bestsellerautors Michael Wex erzählt die Heldenlegende des jüdischen Ritters Bovo. 1507 im Ghetto von Venedig verfasst, ist das »Bovo Bukh« das erste gedruckte Werk der säkularen jiddischen Literatur. Seine fantastische Geschichte von Freundschaft, Liebe und Verrat, von ritterlichen Kämpfen, fernen Ländern und neuen Eroberungen verbreitete sich durch die gesamte jiddisch-sprachige Welt. Ein Umzug mit lebensgroßen Puppen, Musik der Renaissance und der jüdischen Gegenwart, Texten auf Jiddisch, Deutsch, Englisch, Russisch, Italienisch und Arabisch – all das verbindet sich rund um den Museumsgarten zu einem fulminanten Theatererlebnis.

Eine Produktion des Yiddish Summer Weimar in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar
Mit Unterstützung der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Ort: Museumsgarten und Glashof
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro
Zeit: 18-20 Uhr

28. August
Jazz in the Garden

Zlata Razdolina Jewish Jazz

Zlata Razdolina ist eine Grand Dame des Jewish Jazz. Geboren in Leningrad, tourt sie mit ihren national und international vielfach ausgezeichneten Werken um die ganze Welt. Ihr Repertoire umfasst über 600 vielfältige Kompositionen, für die sich Zlata Razdolina von klassischen Werken der russischen und israelischen Literatur inspirieren lässt oder den Einfluss jüdischer Musiker auf den amerikanischen Jazz erkundet. Orchestrale Requien inszeniert sie dabei ebenso kühn wie jiddische Volkslieder in Swing-Arrangements.

Mit Kinderprogramm
Ort: Museumsgarten
Eintritt: frei
Zeit: 11-13 Uhr

11. September
Jazz in the Garden

Libelid Ambient Jazz

Die Sängerin und Songschreiberin Ola Bilińska und ihr Libelid Quintett aus Sejny (Ostpolen) hauchen jiddischen Liebesgedichten vergangener Zeiten neues Leben ein und kleiden sie in ein modernes minimalistisches Jazzgewand. Die vertonten Gedichte polnisch-jüdischer Dichter wie Debora Vogel treffen auf zeitgenössische klassische Musik – mit Anleihen an den Minimalismus Steve Reichs und sphärischen Elektro-Akustik-Jazz.

In Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin
Mit Kinderprogramm
Ort: Museumsgarten
Eintritt: frei
Zeit: 11-13 Uhr

Besucheranmeldung für alle Veranstaltungen: Tel. +49 (0)30 25 993 488 oder reservierung@jmberlin.de

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