Katastrophe
Öffentliche Führung in Deutscher Gebärdensprache (DGS)
Dieses Angebot stellt die Dauerausstellung mit Fokus auf den historischen Epochenraum Katastrophe vor. Eine Einführung in die ikonische Architektur des Museumsbaus ist Teil des Ausstellungsrundgangs.
Hunderte Verordnungen und Maßnahmen wurden zwischen 1933 und 1945 gegen Jüdinnen*Juden erlassen. Auf große, von der Decke abgehängte Fahnen gedruckt, bilden sie eine Installation, die Umfang, Lückenlosigkeit und Perfidie des bürokratisch verordneten Antisemitismus des Nazi-Regimes räumlich erfahrbar machen. Ihr gegenübergestellt ist eine Kartenprojektion, die gewalttätige Übergriffe auf jüdische Personen, Geschäfte und Gemeindeeinrichtungen räumlich und zeitlich verortet und damit einen weiteren zentralen Aspekt der Verfolgung zeigt.
So, 19. Apr 2026, 14 Uhr
Blick in den Epochenraum Katastrophe; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff
Exponate unserer Familienkonvolute demonstrieren Versuche, aus Deutschland zu fliehen. Eindrückliche Objekte wie „Judensterne“, Passfotos jüdischer Zwangsarbeiter*innen der Berliner Firma Ehrich & Graetz sowie persönliche Dokumente ermöglichen biografische Annäherungen und werfen Fragen auf: Warum ist die Flucht nicht immer gelungen? Wie zeigte sich jüdischer Widerstand?
Die Interaktionen mit der Ausstellung ermöglichen individuelle Erfahrungen und bieten Raum für Gespräche in der Gruppe.
Was, wann, wo?
-
WannSo, 19. Apr 2026, 14 Uhr
-
Wo
Altbau EG, „Meeting Point“ im Glashof
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
Zum Lageplan
-
Eintritt
Führung 6 €, ermäßigt 3 €
Online-Ticket buchen HinweisBitte besorgen Sie sich am Tag der Führung an der Museumskasse am Eingang zusätzlich ein Museumsticket. Für die Dauerausstellung ist dieses kostenlos.