Katastrophe
Führung
Dieses Angebot stellt die Dauerausstellung mit Fokus auf den historischen Epochenraum Katastrophe vor. Eine Einführung in die ikonische Architektur des Museumsbaus ist Teil des Ausstellungsrundgangs.
Hunderte Verordnungen und Maßnahmen wurden zwischen 1933 und 1945 gegen Jüdinnen*Juden erlassen. Auf große, von der Decke abgehängte Fahnen gedruckt, bilden sie eine Installation, die Umfang, Lückenlosigkeit und Perfidie des bürokratisch verordneten Antisemitismus des Nazi-Regimes räumlich erfahrbar machen. Ihr gegenübergestellt ist eine Kartenprojektion, die gewalttätige Übergriffe auf jüdische Personen, Geschäfte und Gemeindeeinrichtungen räumlich und zeitlich verortet und damit einen weiteren zentralen Aspekt der Verfolgung zeigt.
Blick in den Epochenraum Katastrophe; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff
Exponate unserer Familienkonvolute demonstrieren Versuche, aus Deutschland zu fliehen. Eindrückliche Objekte wie „Judensterne“, Passfotos jüdischer Zwangsarbeiter*innen der Berliner Firma Ehrich & Graetz sowie persönliche Dokumente ermöglichen biografische Annäherungen und werfen Fragen auf: Warum ist die Flucht nicht immer gelungen? Wie zeigte sich jüdischer Widerstand?
Die Interaktionen mit der Ausstellung ermöglichen individuelle Erfahrungen und bieten Raum für Gespräche in der Gruppe.
Album zum Abschied von Margot (1913–2010) und Ernst Rosenthal (1898–1971), Bruno Heidenheim (gest. 1940), Chemnitz, 1936; Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Karin und Steve Rosenthal, Foto: Roman März
Was, wann, wo?
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WannTermin nach Vereinbarung
- Dauer60 oder 90 Minuten
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Wo
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
Zum Lageplan
Kosten pro Gruppe 60 Min. (ohne Architektur) 35 € für Schülergruppen
50 € für Erwachsene ermäßigt
100 € für ErwachseneKosten pro Gruppe 90 Min. (mit Architektur) 45 € für Schülergruppen
60 € für Erwachsene ermäßigt
150 € für ErwachseneBuchungsanfrageFür Gruppen bieten wir Führungen zum Wunschtermin. Bitte stellen Sie Ihre Anfrage mindestens 6 Wochen vor dem gewünschten Termin per Email an visit@jmberlin.de.
Teilnehmer*innenzahl max. 15 Personen
Hinweis Diese Führung eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Schulklassen der Stufen 9 bis 13. Anhand von unterschiedlichen Objekten und Medien beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit der Frage, wie Jüdinnen*Juden zwischen 1933 und 1945 auf die „Katastrophe“ reagierten. Viele der Ausstellungsobjekte und -medien geben Aufschluss über die Biographien von einzelnen Personen und von Familien. Abhängig vom historischen Kenntnisstand und Medienkompetenz kann der*die freiberufliche Vermittler*in unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Sprachen Diese Führung bieten wir auf Deutsch, Englisch und Deutscher Gebärdensprache (DGS) an. Ob wir dieses Programm zu Ihrem Wunschtermin auf Französisch, Italienisch, Hebräisch oder in Einfacher Sprache anbieten können, erfahren Sie auf Nachfrage.