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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Outreach-Programme 2020

Für Kinder und Jugendliche in Berlin und den neuen Bundesländern

Jüdisches Museum Berlin, Foto: Arnon Hampe

Das Jüdische Museum Berlin hat sich für die kommenden Jahre große Ziele gesetzt. 2020 eröffnen die neue Dauerausstellung und das Kindermuseum ANOHA auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Museums. Aufbauend auf der programmatischen Neuausrichtung, die mit diesen großen Projekten verbunden ist, möchte das Jüdische Museum Berlin auch in seiner zukünftigen Bildungsarbeit neue Maßstäbe setzen. Das Outreach-Programm bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt und wird im Zuge der vielen Neuerungen zeitgemäß weiterentwickelt. Mit unserem Angebot möchten wir weiterhin junge Menschen erreichen, die nicht ohne Weiteres zu uns ins Museum kommen können. Ein Ziel, das das Jüdische Museum Berlin bereits seit 2007 mit dem Outreach-Programm on.tour verfolgt.

Film über die Outreach-Programme des Jüdischen Museum Berlin und des Kindermuseum ANOHA. Die Programme richten sich an Kinder und Jugendliche.

Die mobile Ausstellung on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule erreichte bundesweit bisher knapp 75.000 Schüler*innen in 587 weiterführenden Schulen. Die wertvollen Erfahrungen aus zehn Jahren on.tour bilden die Basis für die neuen Outreach-Programme des Museums. Ausgehend von den neuen Ausstellungen wird die Bildungsarbeit – unterstützt durch partizipative Methoden und digitale Angebote – neu gedacht.

Gruppenfoto mit on.tour-Bus vor der W. M. Blumenthal Akademie

10 Jahre on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule. Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Angebot für Jugendliche ab Klasse 8

2019 und 2020 starten wir das neue Outreach-Programm mit Workshops rund um die neue Website Jewish Places. Die erste interaktive Karte zu jüdischem Leben in Deutschland erfasst über 7000 Daten zu jüdischer Lokalgeschichte und wächst mit Unterstützung der Nutzer*innen stets weiter. Jewish Places macht jüdische Geschichte und Gegenwart als Teil der eigenen Umgebung erfahrbar, weil sie den Blick auf säkulare wie religiöse Orte und jüdische Biografien richtet.

Screenshot der Website Jewish Places

Startseite von Jewish Places. Wenn Sie sich selbst einen Eindruck von der interaktiven Website machen wollen, besuchen Sie www.jewish-places.de.

Von Frühsommer 2020 bis Mitte 2021 arbeiten wir mit Schüler*innen im Rahmen von fünf Touren in weiterführenden Schulen ab der 8. Klasse:
Im Rahmen eines fünftägigen Workshops erkunden die etwa 20 teilnehmenden Jugendlichen gegenwärtige und historische Orte jüdischen Lebens in ihrer Umgebung mit pädagogischer Unterstützung durch drei erfahrene Teamer*innen des Museums. Ausgestattet mit mobilen Geräten erstellen sie Fotos und Videos, recherchieren eigenständig in Archiven und Bibliotheken und sprechen mit Mitgliedern aus den ortsansässigen jüdischen Gemeinden. Die selbstständig recherchierten Informationen und neu gewonnenen Erkenntnisse fassen sie anschließend in kurzen Texten zusammen. Diese laden die Schüler*innen als User-Generated-Content auf der Webseite Jewish Places hoch und machen sie damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Am Ende der Woche präsentieren sie die neu entdeckten Orte und Geschichten ihren Mitschüler*innen, Lehrer*innen sowie interessierten Gästen aus Stadt und Gemeinde.

Derzeit stellen wir die Touren zu fünf Schulen in Berlin und den neuen Bundesländern zusammen und bereiten die Workshops qualifiziert vor. Perfekt ausgestattet und mit vielen Ideen im Gepäck sind wir dann ab Frühsommer 2020 mit unserem neu gestalteten Tour-Bus unterwegs.
Bei Interesse an einer Tour melden Sie sich unter ontour@jmberlin.de oder T +49 (0)30 259 93 547.

Screenshot Jewish Places

Jewish Places in Deutschland

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