Jüdisch im Feed
Podiumsdiskussion zu Sichtbarkeit, Community und Hate Speech auf TikTok & Co.
Warum ist gegenwärtiges jüdisches Leben auf TikTok in Deutschland kaum sichtbar? Während sich in den USA unter dem Hashtag und Begriff JewTok eine vielfältige digitale Community etabliert hat, sind jüdische Stimmen auf deutschsprachigen Kanälen deutlich weniger präsent. Welche Rolle spielen Antisemitismus, Hate Speech und mangelnde Schutzmechanismen? Und was braucht es, damit jüdische Perspektiven auch im digitalen Raum sichtbar, vielfältig und selbstbestimmt vertreten sind?
Do, 5. Nov 2026, 19 Uhr
Wo
W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)
Diesen Fragen widmet sich die Podiumsdiskussion Jüdisch im Feed, die Content Creator*innen, Expert*innen und Publikum miteinander ins Gespräch bringt. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen von Menschen, die jüdische Kultur online sichtbar machen, ebenso wie die Herausforderungen, denen sie auf Plattformen wie TikTok oder Instagram begegnen. Dabei geht es um digitale Öffentlichkeit, Verantwortung, Community-Bildung, Allyship und die Auswirkungen antisemitischer Anfeindungen auf die Sichtbarkeit jüdischer Perspektiven. Wie können digitale Räume sicherer gestaltet werden? Welche Verantwortung tragen Plattformen, Institutionen und Nutzer*innen? Und wie lässt sich jüdische Kultur online stärker sichtbar machen?
ruth__lol ist Meme-Künstlerin und Aktivistin. Mit provokanten Memes – Never Again (Scherz) – erreicht ihr Instagram-Account unter dem Pseudonym ruth__lol über 23.000 Follower*innen.
Die jüdische Aktivistin kommentiert aus linker Perspektive Themen wie Antisemitismus, Erinnerungskultur, Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit und aktuelle Politik. Mit Humor, popkulturellen Referenzen und bewusst zugespitzten Memes macht sie gesellschaftliche Missstände sichtbar.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen jüdische Identität, Selbstbestimmung und die kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierungserfahrungen in der Gegenwart.
ruth__lol; Foto: privat
Helene Braun ist jüdische Theologin und angehende Rabbinerin am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam. Die in Hannover geborene und heute in Berlin lebende Content Creatorin engagiert sich für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens und die Öffnung religiöser Gemeinschaften für junge Menschen. Als leni_lafayette vermittelt sie auf Instagram Einblicke in jüdischen Alltag und Glaubenspraxis. Inhaltlich setzt sie Schwerpunkte auf interreligiösen Dialog, Feminismus, Intersektionalität, LGBTIQ+-Themen und Nachhaltigkeit. Seit 2026 ist sie zudem Theologische Referentin beim House of One in Berlin.
Niyousha Akbari ist Politikwissenschaftlerin sowie Presenterin und Mitarbeiterin für politische Bildung im Netz bei der Bildungsstätte Anne Frank. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung politischer Bildungsinhalte für junge Zielgruppen über Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram.
Mit innovativen digitalen Formaten macht sie gesellschaftspolitische Themen niedrigschwellig zugänglich und fördert demokratische Teilhabe. Zudem berät und schult sie Institutionen sowie Einzelpersonen in der strategischen Nutzung von Social Media, insbesondere TikTok, für die politische Bildungsarbeit.
Niyousha Akbari; Foto: Abdel Yildiz
Rosa Jellinek ist Content Creatorin (@rose_igeaussichten), Aktivistin und politische Bildnerin. Sie arbeitet online und offline zu den Themen Judentum & Antisemitismus, Queerness und Feminismus sowie Internetaktivismus und Hate Speech. Derzeit ist sie als TikTok-Creatorin am Jüdischen Museum Berlin beschäftigt.
Rosa Jellinek; Foto: privat
Wann & wo?
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WannDo, 5. Nov 2026, 19 Uhr
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Wo
W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)
Zum Lageplan
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Eintritt
frei – die Anmeldung ist in Kürze über den Ticket-Shop möglich
Sprache Deutsch