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Jubiläumsprogramm 2026

25 Jahre Jüdisches Museum Berlin

Pressemitteilung vom Mo, 4. Mai 2026

Das gesamte Programm unter www.jmberlin.de/25

Jüdische Perspektiven zeigen, Menschen begegnen und bewegen

Seit 25 Jahren macht das Jüdische Museum Berlin (JMB) jüdische Geschichte und Gegenwart sichtbar und setzt Impulse für Dialog, Bildung und Begegnung. 2026 feiert das Haus sein Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Programm: Kostenfreie Konzerte und Familiensonntage, Veranstaltungen, digitale Formate sowie Ausstellungen verbinden Rückblicke mit aktuellen Perspektiven und Zukunftsfragen. Das Jubiläumsprogramm knüpft an den Gründungsanspruch des Museums an und öffnet das Haus für neue Zugänge.

Kontakt

Dr. Margret Karsch
Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
presse@jmberlin.de

Melanie Franke
Pressereferentin
T +49 (0)30 25 993 340
presse@jmberlin.de

Postadresse

Stiftung Jüdisches Museum Berlin 
Lindenstraße 9–14 
10969 Berlin

Bereits bei seiner Eröffnung verband das JMB Fragen von Geschichte und Erinnerung mit einer markanten architektonischen Setzung: Der Neubau von Daniel Libeskind prägt das Haus bis heute. „Das Jubiläum des JMB ist nicht nur Rückblick, sondern vor allem ein Blick nach vorne“, sagt Direktorin Hetty Berg. „Wir haben ein Programm gestaltet, das neugierig macht, zum Entdecken einlädt und unterschiedliche jüdische Perspektiven erfahrbar werden lässt. Das Jubiläumsangebot eröffnet neue Zugänge und schafft Gelegenheiten, das Gezeigte mit eigenen Fragen, Interessen und Momenten zu verbinden.“

Ausstellungen

Zwei Ausstellungen setzen im Jubiläumsjahr die entscheidenden Akzente. Between the Lines. Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin (8. Mai – 1. November 2026) widmet sich ab dem 8. Mai Architektur, Gründung und früher Selbstverortung des Hauses bei freiem Eintritt. Ebenfalls aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens lädt das JMB sein Publikum mit der Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart (4. September 2026 – 10. Januar 2027) ein, sich anhand von zwölf künstlerischen Projekten von der Gegenwart zu lösen und nach gesellschaftsverändernden Ansätzen zu suchen. Beide Ausstellungen werden durch ein kuratiertes Begleitprogramm gerahmt.

Begleitprogramm Between the Lines

In Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg (JFBB) werden am 10. Mai zwei Filme der deutsch-jüdischen Filmarchitekten Heinz Fenchel und Ken Adam gezeigt. Auf dem Programm stehen The Trouble with Money (1936, Regie Max Ophüls) sowie Dr. Strangelove or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964, Regie Stanley Kubrick), ergänzt durch den dokumentarischen Vorfilm This is the War Room zur Arbeitsweise Ken Adams.

Zum 25. Jubiläum des JMB kehrt der Architekt Daniel Libeskind im Rahmen der Ausstellung Between the Lines an den Ort seines wegweisenden Entwurfs zurück. In einem Gespräch im Glashof spricht er am 19. Mai mit der Journalistin und Autorin Johanna Adorján über die Entstehung des Gebäudes, seine Auseinandersetzung mit der Berliner Stadtgeschichte und die Bedeutung von Architektur für die Erinnerungskultur.

Am 16. Juni nimmt der JMB Buchclub Walter Benjamins Sammlung philosophischer Prosastücke Einbahnstraße (1928) als Inspirationsquelle für Daniel Libeskinds Entwurf des JMB in den Blick und diskutiert im Gespräch mit der Medienwissenschaftlerin Astrid Deuber‑Mankowsky und Monika Sommerer, Leiterin der JMB-Bibliothek, die fragmentarische Bilderwelt dieses Textes der literarischen Moderne.

Unter dem Titel Die Berliner Republik blickt ein Podiumsgespräch am 25. Juni auf die Jahre rund um die Gründung des Hauses zurück. Es diskutieren Heinrich Wefing (DIE ZEIT), Inka Bertz (ehem. Leiterin der Kunstsammlung des JMB) und Michael Wolffsohn (Historiker und Publizist) über die erinnerungspolitischen Debatten der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Moderiert wird das Gespräch von Shelly Kupferberg. Alle Programmpunkte sind im Veranstaltungskalender zu finden.

Begleitprogramm Das Gegenteil von Jetzt

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 3. September um 19 Uhr mit Kunst, Musik und Drinks statt – ein Anlass, gemeinsam mit Freund*innen vorbeizukommen und das Museum einmal anders zu erleben.

Begleitend zur Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt lädt das JMB zudem zu zwei Buchclub-Abenden ein, die sich Olga Tokarczuks Die Jakobsbücher und Naomi Aldermans The Future widmen. Ergänzt wird das Programm durch Gespräche mit Omri Boehm und Georges Didi‑Huberman sowie einem umfangreichen Vermittlungsprogramm für Familien, Kinder und Jugendliche. Weitere Informationen erhalten Interessierte fortlaufend über den JMB-Newsletter.

Familiensonntage

An sieben Familiensonntagen lädt das JMB Familien mit Kindern zwischen acht und sechszehn Jahren zu gemeinsamen Entdeckungstouren ein. Von Juni bis Dezember bietet das Museum jeweils an einem Sonntag im Monat kostenfreie Workshops, Führungen und weitere kreative Angebote zum Mitmachen und Zuhören an – von Essen und jüdischen Festen über Architektur und Kunst bis hin zu Geschichte, Literatur, Musik und Alltagskultur. Die Familiensonntage finden am 7. Juni, 26. Juli, 16. August, 6. September, 25. Oktober und 22. November statt und enden am 6. Dezember mit einem großen Chanukka-Konzert im Glashof. Die Termine mit den jeweiligen Tagesprogrammen sind hier zu finden. An allen Familiensonntagen von September bis Dezember 2026 ist der Eintritt in die Wechselausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart frei.

25 Jahre FREUNDE DES JMB

Beim beliebten Sommerfest am 23. August feiert nicht nur das JMB sein 25-jähriges Jubiläum, sondern auch die FREUNDE des Museums. Konzerte mit Suli Puschban und der Jungle Jazz Band, Workshops für Kinder und Erwachsene sowie Führungen durch das JMB und ANOHA sorgen für ein abwechslungsreiches Programm, ergänzt durch kulinarische Angebote und Getränke im Garten des JMB. Der Eintritt zum Sommerfest ist frei.

5 Jahre ANOHA

ANOHA, die Kinderwelt des JMB, feiert am 14. Juni sein fünfjähriges Bestehen. Seit der Eröffnung richtet sich ANOHA an Kinder und Familien und macht die Geschichte der Arche Noah aus der Tora auf vielfältige Weise zugänglich. Anlässlich des Jubiläums lädt das Museum zu einem Kinderfest ein. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Erzählung der Arche Noah, ergänzt durch ein begleitendes Kreativangebot mit Kunstworkshops, Zirkusformaten sowie Programmpunkten aus den Bereichen Musik, Tanz und Erzählen. Die Anmeldung ist ab dem 21. Mai über den Ticket-Shop möglich. Wir rechnen mit einem großen Interesse am Familienfest. Um möglichst vielen Besucher*innen an diesem Tag den Eintritt zu ermöglichen, ist jedes Ticket auf die Dauer von zwei Stunden beschränkt. Weitere Informationen zum Familienfest gibt es hier.

Konzertreihe Zukunftsmusik

Die erfolgreiche Konzertreihe Jazz in the Garden ist ebenfalls im Jubiläumsprogramm im Rahmen der Zukunftsmusik vertreten. Am 5. Juli eröffnet das Nigun Quartet die Saison. Das Ensemble aus Israel verbindet chassidische Melodien mit der Klangsprache des Jazz.

Im musikalischen Dialog mit dem kubanischen Schlagzeuger Michael Olivera spielt der israelische Bassist Adam Ben Ezra eine Fusion musikalischer Traditionen. Das neu gegründete Duo tritt am 9. August auf.

Ein weiteres besonderes Highlight bietet ein Konzert mit Alli Neumann am 8. September. Die vielseitige Künstlerin aus Flensburg ist längst eine feste Größe der deutschen Musikszene. In ihren Alben Madonna Whore Complex und Primetime vereinigt sie Themen wie Selbstermächtigung und gesellschaftliche Wandel. 

Den Abschluss des Jubiläumsjahrs und einen weiteren Höhepunkt bildet das Chanukka-Konzert am 6. Dezember im Glashof des JMB. Der Eintritt zu sämtlichen Konzertveranstaltungen der Reihe Zukunftsmusik ist frei. Weitere Konzerte sind in Planung.

Websiterelaunch: www.jewish-places.de

Digitale Projekte und Zugänglichkeit sind für das Jüdische Museum Berlin ein zentraler Bestandteil, um jüdische Geschichte und Gegenwart nachhaltig sichtbar zu machen und jüdische Kultur in Deutschland breit zu verankern. Ein wesentlicher Baustein dieser digitalen Outreach-Strategie ist das Community-Projekt Jewish Places, das jüdisches Leben und jüdische Kultur in Deutschland auf einer interaktiven Karte sichtbar macht. Die Plattform sammelt, bündelt und vernetzt Wissen – von religiösen und säkularen Einrichtungen bis hin zu biografischen Spuren historischer Persönlichkeiten – und lädt Nutzer*innen ein, Orte zu entdecken, Inhalte zu ergänzen und eigenes Material beizutragen. Pünktlich zum Jubiläum launcht das JMB die komplett überarbeitete Website www.jewish-places.de nutzer*innenfreundlich, visuell im Corporate Design des Hauses weiterentwickelt und technisch wie inhaltlich grundlegend erneuert. Im Jubiläumsjahr vertieft Jewish Places diesen Ansatz zudem durch lokale Vernetzung in sieben Städten Deutschlands: In Dessau, Dresden, Paderborn, Worms, Lübeck, Göttingen und Würzburg wird gemeinsam mit lokalen Akteur*innen jüdisches Leben vor Ort in den Fokus gerückt. Die Website geht Ende Mai live und wird begleitet von einer Kampagne in den jeweiligen Städten.

Wir danken den FREUNDEN des JMB herzlich für ihre Unterstützung des Jubiläumsprogramms und für 25 Jahre Engagement bei zahlreichen Projekten, die das Museum nachhaltig geprägt haben.

Kuchenstücke und Schriftzug auf lila Hintergrund.

Alles rund ums Jubiläum

Begleitprogramm & Führungen

Familiensonntage, Sommerfeste, Konzerte und mehr – alle Termine im Kalender

Ausstellungen

Publikationen

Bestände und Projekte

Siehe auch

  • ANOHA – die Kinderwelt des Jüdischen Museum Berlin feiert ihren 5. Geburtstag!
  • FREUNDE DES JMB – seit 25 Jahren verbunden: Erfahren Sie mehr über unseren Freundeskreis!
  • di.kla – der digitale Klassenraum des Jüdischen Museum Berlin
  • Jewish Places – entdecken Sie Orte jüdischen Lebens in Deutschland!
  • JMB APP – der Audioguide des Jüdischen Museum Berlin