Vor Gericht: Auschwitz- und Majdanek-Prozess

Einblicke in unsere Dauerausstellung

Foto der Gemäldewand von Minka Hauschild, Teil der Dauerausstellung

Der letzte Bereich unserer historischen Dauerausstellung thematisiert am Ende des Rundgangs im 1. Obergeschoss die beiden größten deutschen Prozesse gegen das Personal von Konzentrations- und Vernichtungslagern und ihren Widerhall in Kunst und Medien.

44 Öl-Porträts der Künstlerin Minka Hauschild aus der Sammlung des Museums zeigen Beteiligte des Düsseldorfer Majdanek-Prozesses. Gemalt wurden sie nach Standbildern aus dem Dokumentarfilm Der Prozess von Eberhard Fechner. Sie können beim Betrachten der Gemälde Hintergrundinformationen zu den gezeigten Personen nachschlagen.

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau 1. OG, Dauerausstellung


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Eine Installation mit historischen Filmbeiträgen zum Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) zeigt, wie das Gerichtsverfahren den Blick auf die NS-Vergangenheit prägte. Hören Sie Stimmen aus der Bevölkerung von Menschen, die einen »Schlussstrich« unter die Vergangenheit forderten. Aber auch Fritz Bauer und Hannah Arendt sind zu hören und zu sehen. Sie hofften, dass die strafrechtliche Verfolgung der NS-Verbrecher*innen zur öffentlichen Aufklärung über die Vergangenheit führen werde.

Tonbandmitschnitte vom Auschwitz-Prozess

Das Frankfurter Fritz-Bauer-Institut hat Tonbandmitschnitte vom ersten Prozess veröffentlicht. Diese sind z. B. nach Personen und Prozesstagen filterbar. Viele Aussagen gibt es als Audio oder als PDF.

ZUR WEBSITE DES FRITZ-BAUER-INSTITUTS

zwei schwarze Kuben mit Bildschirmen

»Mein Mann war zwar sehr genau, aber (…) das kann ich mir alles nicht vorstellen«, sagte die Ehefrau des Auschwitz-Täters Wilhelm Boger den NDR-Reportern.
Jüdisches Museum Berlin, Foto: Alexander Zuckrow

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau 1. OG, Dauerausstellung


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Highlights (10) Was Sie in unserer Dauerausstellung erwartet Show all

Was Sie in unserer Dauerausstellung erwartet

Einige Themen, Objekte und Stationen unserer Dauerausstellung stellen wir hier in aller Kürze vor.

Der Weg in die Dauerausstellung

Über eine Treppe gelangen unsere Besucher*innen vom Haupteingang in den Libeskind-Bau, in dem die Dauerausstellung beginnt.

Glaubenssachen

Die drei Filmstationen zu den »Glaubenssachen« im 2. Obergeschoss zeigen unterhaltsam wichtige Inhalte von Judentum, Christentum und Islam.

Der Schabbattisch

Im Ausstellungskapitel »Tradition und Wandel« im 2. Obergeschoss werden Dinge gezeigt, die zum Ruhetag gehören.

Oh Tannenbaum

Im Kaiserreich war ein Weihnachtsbaum auch in einigen jüdischen Haushalten zu finden, in unserer Dauerausstellung steht er im Ausstellungsbereich »Familienleben«.

Die Schulbank drücken

Geschichte und Gegenwart jüdischer Schulen: Lauschend und stöbernd erfahren Sie hier etwas über das hebräische Alphabet oder den jüdischen Kalender.

Exilwege

Eine interaktive Karte zeigt Ihnen alle Länder der Welt und Informationen darüber, ob sie Jüd*innen nach 1933 Exilmöglichkeiten boten.

Vor Gericht: Auschwitz- und Majdanek-Prozess

Porträts der Prozessbeteiligten zum Düsseldorfer Majdanek-Prozess und eine Filminstallation mit Meinungen zum Auschwitz-Prozess im 1. Obergeschoss.

Was würdest du mitnehmen?

Welche Dinge jüdische Kinder mit ins Exil nahmen, kann man im 1. Obergeschoss entdecken und ihre Geschichten dazu nachlesen.

Auswanderungsgeschichten

In der Achse des Exils im Untergeschoss des Libeskind-Baus finden Sie Dinge, die Menschen mit in die Emigration genommen haben.

Kinderinsel

Im 1. Obergeschoss gibt es einen Bereich für Kinder mit der Möglichkeit, Objekte zu fühlen, anzuschauen oder eigene Bilder zu malen.

Nach 1945

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