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The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts

Mit dem DAGESH-Kunstpreis 2021 aus­gezeichnete multi­mediale Installation

Visualisierung von Sprachwellen, Weiß auf Schwarz

Voice waves; Talya Feldman, 2021

In ihrer multi­medialen Arbeit unter­sucht die Künstlerin Talya Feldman die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von den 1980er Jahren bis heute. Hören und Zuhören sind wesent­liche Aspekte der Installation, die sich von der politischen Instrumen­talisierung von Trauer und Erinnerung abgrenzt.

Feldmans Arbeit präsentiert u. a. Sprach­aufnahmen von Über­lebenden rechter, rassistischer und anti­semitischer Gewalt, von Familien der Terror­opfer und Initiativen, die gegen rechten Terror kämpfen. In ihrer Arbeit öffnet die Künstlerin ein Panorama pluralistischen Erinnerns und macht die Vielfalt von Erinnerung und Zeugen­schaft erfahrbar.

21. Mai bis 1. Aug 2021

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Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Auszeichnung mit dem DAGESH-Kunstpreis

Für diese Arbeit erhielt Talya Feldman den mit 7.000 Euro dotierten zweiten DAGESH-Kunst­preis. Der Preis wird vom Jüdischen Museum Berlin und DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext verliehen. Er stärkt eine neue und vielfältige Sichtbar­keit jüdischer Gegenwarts­positionen und zeichnet Werke aus, die sich mit den Problemen der Gegen­wart und der Frage von Zusammen­leben auseinander­setzen.

Visualisierung von Sprachwellen, Weiß auf Schwarz

Voice waves; Talya Feldman, 2021

Die acht­köpfige Jury wählte das Kunstwerk aus 60 Ein­reichungen zum Thema „Wehrhafte Kunst“ aus.

„In Talya Feldmans Arbeit wird Erinnern durch eine einmalige Vielfalt an Stimmen hör- und erlebbar. Dokumentarische Zeugnisse treffen auf persönliches Erinnern und werden komplex und eindrucksvoll miteinander verknüpft. Die Installation erzählt von tödlicher Gewalt, aber auch von Wut, Gegenwehr, Solidarität und Resilienz. In der Verbindung aus höchstem künstlerischem Anspruch, pluralistischem Erinnern, Ansprache und Aufforderung verkörpert Talya Feldmans Arbeit zentrale Aspekte jüdischer Wehrhaftig­keit und Selbst­behauptung“,

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext

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erklärt die Jury, bestehend aus Ilit Azoulay (Bildende Künstlerin), Sasha Marianna Salzmann (Dramaturgin und Schriftstellerin), Noam Brusilovsky (Hörspiel- und Theaterregisseur), Hetty Berg (Direktorin, JMB), Jo Frank (Director of Development, Leo Baeck Foundation), Gregor H. Lersch (Leiter Ausstellungen, JMB), Inka Bertz (Leiterin Sammlung, JMB) und Daniel Laufer (Kurator, DAGESH).

Der DAGESH-Kunstpreis wird am 20. Mai 2021 im Rahmen einer digitalen öffentlichen Preis­verleihung überreicht.

Logo des Dagesh Kunstpreises

Die Künstlerin

Talya Feldman, geboren 1990 in Denver, Colorado, ist eine zeitbezogene Medienkünstlerin, die derzeit in Hamburg arbeitet. Sie erhielt einen B.F.A. von der School of the Art Institute of Chicago und studiert aktuell an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ihre Kunst wurde in Chicago, New York, Hamburg und zuletzt von dem Künstler*innen­kollektiv Odessa Nomadic in Denver und dem Jüdischen Museum Frankfurt ausgestellt. Als Überlebende des rassistischen und anti­semitischen Anschlags in Halle am 9. Oktober 2019 erhielt Feldman Anerkennung für ihre nach­folgenden Projekte gegen rechten Terror in Zusammen­arbeit mit dem Aktivist*innen­netzwerk NSU-Watch.

Ermöglicht durch die Freunde des Jüdischen Museums Berlin

Website der Künstlerin

www.talyafeldman.net

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    21. Mai bis 1. Aug 2021

  • Eintritt

    frei

  • Wo

    Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
    Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
    Zum Lageplan

  • Preisverleihung

    Der DAGESH-Kunstpreis wird am 20. Mai 2021 im Rahmen einer digitalen öffentlichen Preisverleihung überreicht.

  • Hinweis

    Aktuelle Corona-Richtlinien, die Sie bei Ihrem Besuch ggf. beachten müssen, finden Sie auf dieser Website unter Rund um den Besuch.

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