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Ab Samstag, 14. März 2020 bleibt das Jüdische Museum Berlin bis auf Weiteres für Besucher*innen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Der Glashof

Eine Laubhütte aus Glas und Stahl

Seit September 2007 überdacht eine Konstruktion aus Glas und Stahl den 670 Quadratmeter großen Innenhof des barocken Altbaus. Der sogenannte Glashof entstand nach dem Entwurf Sukka (hebräisch für Laubhütte) des Architekten Daniel Libeskind. Dieser bezieht sich auf das jüdische Laubhütten- und Erntedankfest Sukkot, das seit der Zeit des Exils in Erinnerung daran gefeiert wird, dass die Israelit*innen während der Wüstenwanderung in Hütten gelebt haben.

Ort

Altbau EG, Glashof

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Komplexes Bauprojekt

Das Glasdach wird von vier freistehenden Stützenbündeln aus Stahl getragen. Deren Form erinnert an die Verzweigungen eines Baumes, die sich unter dem Dach als Liniennetz aus Stahl fortsetzen. Die gläserne Fassade gibt den Blick frei auf den weitläufigen Garten des Museums.

Der Glashof war ein komplexes Bauprojekt – unkonventionell in der Gestaltung wie im verwandten Material. Die verwinkelten Äste und Baumkronen stellen eine der ungewöhnlichsten Verwendungen des Materials Stahl in der zeitgenössischen Architektur dar. Die Glasfassade besteht aus neun verschiedenen Scheibentypen, in denen sich der Libeskind-Bau und die Bäume des Museumsgartens spiegeln. Das Ergebnis ist ein lichtdurchfluteter, transparenter Raum voller Reflexionen.

Sukkot

Sukkot, das Laubhüttenfest, wird jedes Jahr im Herbst gefeiert. Für eine Woche wird eine Sukka, eine Laubhütte, errichtet und bewohnt: Darin wird gegessen, gefeiert und geschlafen. Das Fest geht auf Levitikus 23:42-43 zurück: »Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. [...] dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte«.

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Der Glashof nach dem Entwurf Sukka von Daniel Libeskind überdacht den Innenhof des barocken Altbaus; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Raum für vielfältige Veranstaltungen

Den vielfältigen pädagogischen und kulturellen Programmen des Museums bietet der Glashof ein architektonisch reizvolles, stimmungsvolles Ambiente. Er fasst rund 500 Personen und eignet sich für Bildungsprogramme, Konzerte, Konferenzen und Empfänge. Der Glashof kann auch gemietet werden. Alle Informationen zum Thema Raumvermietungen finden Sie auf unserer Website.

Sukka

Weitere Details zu Aufbau und Ausstattung einer Sukka (Laubhütte) bietet Wikipedia.

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Zahlreiche Abbildungen sehr unterschiedlicher Sukkot sowie einige Blicke ins Innere geschmückter Laubhütten finden sich auf Wikimedia Commons.

Link zu Wikimedia Commons

Mit freundlicher Unterstützung von
Logo: Society of the Friends of the Jewish Museum Berlin e.V.

Unsere Gebäude: Barock und Daniel Libeskind (6)

Barock und Daniel Libeskind

Die Architektur des Jüdischen Museums Berlin ist stark von Daniel Libeskind geprägt: Von ihm stammt nicht nur der Entwurf des Museums­gebäudes, auch die W. Michael Blumenthal Akademie und den Glashof hat der US-amerikanische Architekt gestaltet. Zum Gebäude­ensemble gehören aber auch ein Barock­palais sowie eine denkmal­geschützte Garten­anlage aus den 1980er-Jahren.

Der Libeskind-Bau

Ein Zick-Zack-Bau aus Titanzink, unterirdische Achsen, schiefe Wände: Daniel Libeskind wollte mit seinem Entwurf Between the Lines nicht nur ein Museum bauen, sondern deutsch-jüdische Geschichte erzählen.

Der Altbau

Das ehemalige Kollegien­gebäude ist das letzte erhaltene Barock­gebäude in der historischen Friedrich­stadt. Der ehemalige Sitz der königlichen Justiz­verwaltung ist heute Eingangs­bereich zum Museum mit Ausstellungs­flächen im Obergeschoss.

Die W. Michael Blumenthal Akademie

Nach dem Entwurf Zwischen­räume von Daniel Libeskind wurde eine frühere Blumen­großmarkt­halle umgebaut. Mit drei Kuben knüpft die Formen­sprache an die übrige Museums­architektur an.

Der Glashof

Der Glashof enstand nach dem Entwurf Sukka (hebräisch für Laubhütte) von Daniel Libeskind und überdacht mit einer Konstruktion aus Glas und Stahl den Innenhof des barocken Altbaus.

Der Garten der Diaspora

Der Garten der Diaspora liegt im Inneren der W. Michael Blumenthal Akademie. Auf vier scheinbar schwebenden Plateaus wachsen Pflanzen mit einem Bezug zu jüdischem Leben oder einer eigenen Geschichte der Zerstreuung.

Unsere Museumsgärten

Hinter dem Altbau und rund um den Libeskind-Bau ergänzen zwei Gartenanlagen das Gebäudeensemble und bieten unseren Besucher*innen einen Ort für Ruhepausen vor und nach dem Museumsbesuch.