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Ab Samstag, 14. März 2020 bleibt das Jüdische Museum Berlin bis auf Weiteres für Besucher*innen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Unsere Museumsgärten

Grüne Oasen mitten in Kreuzberg

Zwei Gartenanlagen ergänzen das Gebäudeensemble des Libeskind-Baus und des Altbaus. Sie bieten unseren Besucher*innen einen Ort der Erholung und sind gleichzeitig Kulisse für verschiedene Veranstaltungen wie Familienfeste, Konzerte und Lesungen unseres jährlich stattfindenden Kultursommers. Selbstverständlich ist der Eintritt in den Gartenbereich kostenlos.

Ort

Museumsgarten

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Der Museumsgarten von Kollhoff und Ovaska

Hinter dem Altbau wurde zwischen 1984 und 1988 nach dem Entwurf der Architekten Hans Kollhoff und Arthur Ovaska ein Garten für das damalige Berlin Museum angelegt. Das Projekt war Teil der Internationalen Bauausstellung und wurde als Gartendenkmal in die Denkmalliste des Berliner Landesdenkmalamtes aufgenommen. Zur streng geometrisch angelegten Gartenanlage gehören ein Laubengang, ein Platanenwäldchen und ein Rundbrunnen aus rotem Granit im hinteren Bereich. In den Sommermonaten können sich unsere Gäste auf den mit Zierapfelbäumen bepflanzten Rasenflächen in Liegestühlen eine Pause gönnen. Dort finden auch die sonntäglichen Konzerte unserer beliebten Reihe Jazz in the Garden im Rahmen des Kultursommers statt.

Hans Kollhoff

Hans Kollhoff, geboren 1946, ist ein deutscher Architekt und emeritierter Professor an der ETH Zürich.

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Berlin Museum

Das stadt- und kulturgeschichtliche Museum existierte von 1962 bis 1995 und war im Kollegienhaus in der Lindenstraße 14 untergebracht, das heute zum Jüdischen Museum Berlin gehört.

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Internationale Bauausstellung 1987

Die Internationale Bauausstellung 1987 (IBA) war eine Architekturausstellung und ein städteplanerisches Konzept des Berliner Senats, um die Westberliner Innenstadt als Wohnstandort zurückzugewinnen.

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Die Gartenanlage von Kollhoff und Ovaska; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Die Gartenanlage um den Libeskind-Bau

Eine weitere Gartenanlage rund um den Libeskind-Bau wurde von den Berliner Landschaftsgestalter*innen Cornelia Müller, Elmar Knippschild und Jan Wehberg realisiert und greift die Formensprache der Architektur auf. So werden ursprünglich von Daniel Libeskind geplante, freistehende Baukörper in Form der »Voids«, der Leerstellen innerhalb des Gebäudes, als Schotterflächen markiert. Um den Garten des Exils wächst ein Rosenhain, der daran erinnert, dass im historischen Jerusalem die Rose zu den wenigen kultisch zugelassenen Pflanzen gehörte.

Daran angrenzend befindet sich ein Bodenrelief aus Naturstein, das nach einer Zeichnung der Künstlerin Gisèle Celan-Lestrange, der Witwe des Lyrikers Paul Celan, entstand. Es setzt sich im Bereich zwischen Alt- und Neubau im Paul-Celan-Hof fort, der an einen typischen Berliner Hinterhof erinnern soll.

Gisèle Celan-Lestrange

Gisèle Celan-Lestrange (1927–1991) war eine französische Zeichnerin und Grafikerin.

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Paul Celan

Der deutschsprachige Lyriker wurde 1920 in Czernowitz geboren. Seine Eltern starben beide in der Schoa. Celan beging 1970 Selbstmord in Paris. Sein bekanntestes Gedicht, die »Todesfuge«, thematisiert auf eindrückliche Weise den Mord an den europäischen Juden.

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Der Park reicht südlich bis in die benachbarte Wohnanlage und verbindet so den Libeskind-Bau mit seiner Umgebung. Den Abschluss zur Alten Jakobstraße bildet der Paradiesgarten: Dort ist ein Robinienwäldchen ungeplant auf einem Nachkriegstrümmerhaufen gewachsen. Ein steinerner Springbrunnen in Form einer Schlange und eine Quelle am Fuß eines Baumes, die diesen Brunnen speist, verweisen auf das Motiv des Paradieses.

Unsere Gebäude: Barock und Daniel Libeskind (6)

Barock und Daniel Libeskind

Die Architektur des Jüdischen Museums Berlin ist stark von Daniel Libeskind geprägt: Von ihm stammt nicht nur der Entwurf des Museums­gebäudes, auch die W. Michael Blumenthal Akademie und den Glashof hat der US-amerikanische Architekt gestaltet. Zum Gebäude­ensemble gehören aber auch ein Barock­palais sowie eine denkmal­geschützte Garten­anlage aus den 1980er-Jahren.

Der Libeskind-Bau

Ein Zick-Zack-Bau aus Titanzink, unterirdische Achsen, schiefe Wände: Daniel Libeskind wollte mit seinem Entwurf Between the Lines nicht nur ein Museum bauen, sondern deutsch-jüdische Geschichte erzählen.

Der Altbau

Das ehemalige Kollegien­gebäude ist das letzte erhaltene Barock­gebäude in der historischen Friedrich­stadt. Der ehemalige Sitz der königlichen Justiz­verwaltung ist heute Eingangs­bereich zum Museum mit Ausstellungs­flächen im Obergeschoss.

Die W. Michael Blumenthal Akademie

Nach dem Entwurf Zwischen­räume von Daniel Libeskind wurde eine frühere Blumen­großmarkt­halle umgebaut. Mit drei Kuben knüpft die Formen­sprache an die übrige Museums­architektur an.

Der Glashof

Der Glashof enstand nach dem Entwurf Sukka (hebräisch für Laubhütte) von Daniel Libeskind und überdacht mit einer Konstruktion aus Glas und Stahl den Innenhof des barocken Altbaus.

Der Garten der Diaspora

Der Garten der Diaspora liegt im Inneren der W. Michael Blumenthal Akademie. Auf vier scheinbar schwebenden Plateaus wachsen Pflanzen mit einem Bezug zu jüdischem Leben oder einer eigenen Geschichte der Zerstreuung.

Unsere Museumsgärten

Hinter dem Altbau und rund um den Libeskind-Bau ergänzen zwei Gartenanlagen das Gebäudeensemble und bieten unseren Besucher*innen einen Ort für Ruhepausen vor und nach dem Museumsbesuch.