Wie es zur Gründung unseres Museums kam

... und was seitdem geschah

Feature Geschichte des Jüdischen Museums Berlin

Noch in der Zeit vor dem Mauerfall 1989 kamen im Westteil Berlins Überlegungen auf, ein Jüdisches Museum zu gründen. Der Weg von dieser Idee bis zur Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin im Jahr 2001 war lang und von Kontroversen geprägt. Die Auseinandersetzungen spiegeln auch, wie sich die Wahrnehmung jüdischer Geschichte vor dem Hintergrund der Schoa wandelte.

Idee, Gründung und Eröffnung unseres Museums gingen maßgeblich auf die politische Initiative und das Engagement einzelner Personen zurück. Viele Stifter*innen und Spender*innen trugen zum Aufbau der Sammlung bei.

Hier finden Sie ein ausführliches Feature zur Vorgeschichte der Gründung unseres Museums und den einzelnen politischen Ereignissen, die zu dessen Gründung in seiner heutigen Form führten. Wenn Sie sich noch detaillierter für diese politische Entstehungsgeschichte interessieren (oder lieber ein Buch in den Händen halten), greifen Sie zu Daniel Bussenius Band Von der Hauptstadtposse zur Erfolgsgeschichte (mehr ...).

Museumsgeschichte (5) Ideen, Debatten, Entscheidungen, Eröffnung Alle anzeigen

Ideen, Debatten, Entscheidungen, Eröffnung

Hier finden Sie die Entstehungsgeschichte unseres Museums in vier Kapiteln und einer chronologischen Übersicht – vom ersten Jüdischen Museum in Berlin, das 1938 zwangsweise geschlossen wurde und an dessen Sammlungskonzept unser Museum anknüpft, bis zur Benennung unserer Akademie nach dem Gründungsdirektor W. Michael Blumenthal im Jahr 2016.

Vorgeschichte (1971–1992)

1971 entstand in West-Berlin die Idee eines Jüdischen Museums, das an das Berlin Museum angebunden sein sollte. 1992 wurde schließlich der Grundstein des dafür vorgesehenen Gebäudes nach dem Entwurf von Daniel Libeskind gelegt.

Kontroversen und Widersprüche (die 1990er-Jahre)

In den 1990er-Jahren spitzen sich die Konflikte zwischen denjenigen, die für ein eigenständiges Jüdisches Museum in Berlin eintraten, und denjenigen, die es als Teil des Berlin Museums verstanden, immer mehr zu.

Politische Entscheidungen (2001)

Die Ernennung W. Michael Blumenthals zum Museumsdirektor sowie die Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin führten schließlich zu einem eigenständigen Jüdischen Museum Berlin, das am 9. September 2001 eröffnete.

Seit der Eröffnung (2001–heute)

Mit Ausstellungen und Publikationen, der pädagogischen Arbeit und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm entwickelte sich unser Museum zu einem lebendigen Ort der Reflexion über jüdische Geschichte und Kultur sowie über Migration und gesellschaftliche Vielfalt in Deutschland.

Zeitleiste (1933–2015)

Ein Überblick anhand von Daten:
Von der Eröffnung des ersten Jüdischen Museums in Berlin 1933 bis zur Verleihung des Preises für Verständigung und Toleranz 2015 an W. Michael Blumenthal, Gründungsdirektor des heutigen Jüdischen Museums Berlin.