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Der April 2026 im JMB

Pressemitteilung vom Do, 5. Mär 2026

Im April richtet das Jüdische Museum Berlin (JMB) den Blick auf zentrale Fragen jüdischer Geschichte und Gegenwart: Zum Internationalen Tag der Provenienzforschung beteiligt sich das Museum an der berlinweiten Aktion #SPURENSUCHE, die Einblicke in die Wege geraubter Bücher und in die Arbeit der Provenienzforschung bietet. Spät im Monat widmet eine Podiumsdiskussion mit Filmvorführung der Israelitischen Erziehungsanstalt in Beelitz besondere Aufmerksamkeit – Anlass ist die Schenkung eines einzigartigen Fotoalbums aus den frühen 1930er-Jahren.

Zudem ist das JMB Teil zweier Kooperationen: des PRISMA‑Programms der Kulturstiftung der Länder und des Wikipedia‑Projekts GLAM on Tour.

Kontakt

Dr. Margret Karsch
Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
presse@jmberlin.de

Melanie Franke
Pressereferentin
T +49 (0)30 25 993 340
presse@jmberlin.de

Postadresse

Stiftung Jüdisches Museum Berlin 
Lindenstraße 9–14 
10969 Berlin

Ein vielfältiges Angebot an Themen‑, Sonder‑ und inklusiven Führungen eröffnet zusätzliche Perspektiven auf Religion, Geschichte und jüdische Lebenswelten. Dazu gehören Führungen zu Pessach, zu jüdischer Religion und Ritualpraxis, zu Deutschland und Israel, zur NS‑Verfolgung, zur Moderne sowie spezielle Formate für Menschen mit Demenz, Blindheit oder Sehbehinderung.

Die Ausstellung Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen läuft nur noch bis zum 12. April und bietet damit im kommenden Monat die letzte Gelegenheit, Lanzmanns einzigartiges Audio‑Archiv im Museum zu erleben.

Veranstaltungen

SAMMLUNG

#SPURENSUCHE
Ein Spaziergang zum Tag der Provenienzforschung

Mi, 8. Apr, 10 Uhr, Berlin, verschiedene Orte

Am 8. Internationalen Tag der Provenienzforschung beteiligen sich neun Berliner Kulturinstitutionen am Projekt #SPURENSUCHE. Zum Programm gehören vier geführte Spaziergänge durch Berlin, die aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen, wie Provenienzforscher*innen in den beteiligten Institutionen arbeiten. Eine der Stationen führt in die Bibliothek des JMB. Hier macht Elisabeth Weber, Provenienzforscherin am JMB, am Beispiel der 1987 erworbenen Bibliothek des Sammlers Eli Stern nachvollziehbar, welchen Weg die geraubten Bücher nach 1945 genommen haben.

An #SPURENSUCHE beteiligen sich: das Jüdische Museum Berlin, die Akademie der Künste, das Deutsche Historische Museum, das Ethnologische Museum – Staatliche Museen zu Berlin, die Stiftung Stadtmuseum Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, die Stiftung Topographie des Terrors, das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

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AKADEMIE

Sally Bein und seine Kinder:
Die Israelitische Erziehungsanstalt in Beelitz
Podiumsdiskussion und Filmvorführung

Di, 28. Apr, 19 Uhr, Auditorium in der W. M. Blumenthal Akademie

Das JMB widmet sich in einer Podiumsdiskussion mit anschließender Filmvorführung der Geschichte der Israelitischen Erziehungsanstalt in Beelitz. Anlass ist die Schenkung eines bislang einzigartigen Fotoalbums des Lehrers Arthur Feiner, der den Alltag der Einrichtung in den frühen 1930er-Jahren fotografisch dokumentierte.

Aubrey Pomerance, ehemaliger Leiter des JMB-Archivs, hat Expert*innen zum Gespräch über Sally Bein, Arthur Feiner, die Israelitische Erziehungsanstalt und die jüdische Heilspädagogik in Deutschland eingeladen. Im Anschluss zeigt das JMB den Film Die Kinder von Sally Bein (Regie: Dan Wolman).

Podiumsgäste:

  • Dagmar Drovs, Stifterin des Albums, Autorin zur Heilpädagogik im deutschen Judentum
  • Ronny Dotan und Tatjana Ruge, Forscher*innen und Autor*innen zur Geschichte der Israelitischen Erziehungsanstalt
  • Sieglind Ellger-Rüttgart, Prof. em. für Allgemeine Rehabilitationspädagogik
  • Dan Wolman, Regisseur von Die Kinder von Sally Bein

Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt.
Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Sparkasse.

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Kooperationen

Das JMB ist Teil des PRISMA-Programms

Das JMB wurde gemeinsam mit 14 weiteren Museen für das PRISMA‑Programm der Kulturstiftung der Länder ausgewählt, das Diversität und kulturelle Teilhabe in Museen stärkt. In den kommenden 15 Monaten nehmen die beteiligten Institutionen an Werkstätten, Beratungsformaten und einer Konferenzreihe teil. Die erste Werkstatt findet am 19. und 20. März 2026 im JMB statt.

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Wikipedia‑Community besucht das JMB

Vom 24. bis 26. April 2026 ist das JMB Station des Projekts GLAM on Tour, das die Zusammenarbeit zwischen Wikipedia‑Aktiven und Kultureinrichtungen stärkt. Die Initiative wird von Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH unterstützt. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in jüdische Geschichte, Kunst und Kultur. Zum Programm gehört auch ein Besuch der Kinderwelt ANOHA.

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Führungen

DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung
Ritual und Religion: Pessach
Öffentliche Führung

So, 5. Apr, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

In dieser besonderen Themenführung steht das jüdische Fest Pessach im Mittelpunkt, das an die Befreiung der Jüdinnen und Juden aus der ägyptischen Sklaverei erinnert. Pessach ist eines der wichtigsten Feste des Jahres, welches orthodoxe und säkulare Jüdinnen und Juden bis heute feiern. Darüber hinaus geht es in der Führung um die Tora als Heilige Schrift des Judentums, ihre Auslegung und ihre Bedeutung in der Gegenwart.

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AUSSTELLUNG

Öffentliche Führung
Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

So, 12. Apr, 11–12:30 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer

Zum ersten Mal wird das Audio-Archiv von Claude Lanzmann, dem französischen Filmemacher und Chronisten der Schoa, öffentlich zugänglich. Die Führung gibt Einblicke in Lanzmanns Rechercheprojekt und führt in die Besonderheiten beim Hören von historischen Audioquellen ein.

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DAUERAUSSTELLUNG

Bilder machen Leute
Eine Führung für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung

Di, 14. Apr, 14–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

Nach einem Kennenlernen bei Challa und Kaffee besucht die Gruppe den Ausstellungsraum Bilder machen Leute und betrachtet gemeinsam drei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.

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DAUERAUSSTELLUNG

Judentum erklingt
Klang- und Tastführung für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung

Mi, 15. Apr, 15–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

Der Rundgang durch die Dauerausstellung thematisiert Religion und Rituale anhand unterschiedlicher Sinneseindrücke. Die Besucher*innen ertasten oder riechen Objekte und hören Klangstationen, die sie die vielstimmige jüdische Kultur und Religion erfahren lassen.

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DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung
Jüdinnen und Juden, Deutschland und Israel
Öffentliche Führung

So, 19. Apr, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

Die Gründung Israels 1948 war ein Einschnitt für Jüdinnen und Juden weltweit. Die Führung zeigt das Prinzip von Heiligkeit im diasporischen Judentum, die Entstehung des Zionismus und endet bei Schalechet, Menashe Kadishmans begehbarer Skulptur.

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DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung
Katastrophe
Öffentliche Führung in DGS

So, 19. Apr, 14–15:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

In dieser Themenführung geht es um die Verfolgung von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus. An ausgewählten Dokumenten und Kartenmaterial lässt sich nachvollziehen, wie Ausgrenzung und Gewalt den Alltag prägten. Persönliche Objekte aus Familiennachlässen eröffnen dabei individuelle Einblicke in Fluchtversuche, Zwangsarbeit und Überlebensstrategien. Die Führung bietet Raum für gemeinsame Reflexion.

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DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung
Von der Aufklärung in die Moderne
Öffentliche Führung

So, 26. Apr, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

In dieser Themenführung geht es um die Verfolgung von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus. An ausgewählten Dokumenten und Kartenmaterial lässt sich nachvollziehen, wie Ausgrenzung und Gewalt den Alltag prägten. Persönliche Objekte aus Familiennachlässen eröffnen dabei individuelle Einblicke in Fluchtversuche, Zwangsarbeit und Überlebensstrategien. Die Führung bietet Raum für gemeinsame Reflexion.

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Laufende Ausstellungen

Ausstellung

Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

bis 12. Apr 2026
JMB, Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie

Zum 100. Geburtstag von Claude Lanzmann (1925–2018) präsentiert das JMB eine Ausstellung, die Geschichte hörbar macht: Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen. Zum ersten Mal wird das Audio-Archiv zu Lanzmanns weltberühmtem Dokumentarfilm Shoah (1985) öffentlich zugänglich. Die Aufnahmen dokumentieren die zahlreichen Gespräche, die Lanzmann und seine Mitarbeiterinnen Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy in den 1970er-Jahren während der mehrjährigen Recherchen vor Beginn der Dreharbeiten führten. 

Ende 2021 schenkte die Association Claude et Felix Lanzmann (A.C.F.L.), vertreten durch Dominique Lanzmann, dem JMB Lanzmanns Audio-Archiv, das nun unsere Sammlung Lanzmann bildet. Das JMB hat die 152 Audiokassetten digitalisiert und die Audiomitschnitte transkribiert. Die Sammlung Lanzmann zählt seit 2023 gemeinsam mit Shoah zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden am 21. (auf Englisch), 22. und 26. März 2026 sowie am 11. (auf Englisch) und 12. April 2026 statt.

Am 25. März 2026 führt Kuratorin Dr. Tamar Lewinsky durch die Ausstellung.

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Dauerausstellung

Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland

Die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt auf 3.500 Quadratmetern die 1.700-jährige Geschichte der Juden in Deutschland. Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten – vom Mittelalter bis heute. Vielstimmig und interaktiv thematisiert die Ausstellung Zugehörigkeit und Ausgrenzung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zu Gewalt. Der Rundgang wechselt zwischen historischen Epochen und jüdischen Themen jenseits geografischer und zeitlicher Grenzen: Was ist im Judentum heilig? Was bedeutet der Schabbat? Acht thematische Inseln laden Besucher*innen ein, sich mit allen Sinnen in jüdische Kultur und Religion zu vertiefen.

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Ort für Kinder

ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin

ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin lädt Kinder im Kita- und Grundschulalter zum Entdecken, Ausprobieren und Spielen ein. ANOHA nimmt die Erzählung der Arche Noah aus der Tora als Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, 150 verschiedene Tierskulpturen – und die Kinder selbst. Sie sind eingeladen, an Bord zu gehen und mit ihrer Fantasie die Geschichte der Arche Noah neu lebendig werden zu lassen. Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? ANOHA ermutigt Kinder, eigene Visionen zu entwickeln – inspiriert vom jüdischen Konzept „Tikkun Olam“, das jeden Einzelnen auffordert, die Welt ein Stück besser zu machen. 

Öffentliche Führungen für Erwachsene finden jeden Sonntag um 14:45 Uhr statt.

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