Der Juni 2026 im JMB
Pressemitteilung vom Do, 23. Apr 2026
Veranstaltungen
25 Jahre JMB
Familiensonntage
Familienangebote für Kinder und Jugendliche
So, 7. Jun, 10–18 Uhr, JMB
Im Jubiläumsjahr 2026 lädt das Jüdische Museum Berlin (JMB) Familien mit Kindern zwischen acht und sechzehn Jahren zu gemeinsamen Entdeckungstouren ein. Von Mai bis Dezember steht jeweils ein Sonntag im Monat unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt – von Essen und jüdischen Festen über Architektur und Kunst bis hin zu Geschichte, Musik und Alltagskultur. Ein vielseitiges Programm, das neugierig macht und zum Mitmachen einlädt.
- Kontakt
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Dr. Margret Karsch
Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
presse@jmberlin.deMelanie Franke
Pressereferentin
T +49 (0)30 25 993 340
presse@jmberlin.de
- Postadresse
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin
AKADEMIE
Menschenrecht im Mittelmeer
Itamar Mann im Gespräch mit Dinah Riese
Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie?
Migration und jüdische Geschichte
Di, 9. Jun, 19 Uhr, online
Die neue Digital Lecture Series widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Flüchtlings- und Menschenrechtspolitik nehmen fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Dinah Riese (taz) in den Blick, wie seit den 1930er Jahren die Grundlagen eines internationalen Flüchtlingsrechts entstanden sind. Dabei hebt die Reihe visionäre Errungenschaften hervor, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Das Mittelmeer steht seit Jahrhunderten im Kontext von Flucht und Migration.
Im Rahmen der Digital Lecture Series diskutiert der Völkerrechtler Itamar Mann mit der Journalistin Dinah Riese über aktuelle juristische, politische und ethische Fragen von Migration über das Mittelmeer. Ausgangspunkt sind historische Perspektiven auf jüdische Migration nach Palästina, die vietnamesischen Boat People und syrische Geflüchtete seit 2015, vor deren Hintergrund Itamar Mann mit Bezug auf Hannah Arendt und Emmanuel Levinas den utopischen Ansatz eines right of encounter entwickelt.
Gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung und in Medienkooperation mit der taz
25 Jahre JMB
5 Jahre ANOHA
Familienfest rund um die Geschichte der Arche Noah
So, 14. Jun, 10–19 Uhr, ANOHA
ANOHA, die Kinderwelt des JMB, feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seit der Eröffnung richtet sich ANOHA an Kinder und Familien und macht die Geschichte der Arche Noah aus der Tora auf vielfältige Weise zugänglich. Anlässlich des Jubiläums findet ein zweistündiges Sonderprogramm statt. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Erzählung der Arche Noah, ergänzt durch ein begleitendes Kreativangebot mit Kunstworkshops, Zirkusformaten sowie Programmpunkten aus den Bereichen Musik, Tanz und Erzählen. Das ANOHA dankt den FREUNDEN DES JMB für die großzügige Unterstützung des Familienfestes.
Die Anmeldung ist ab dem 21. Mai über den Ticket-Shop möglich.
25 Jahre JMB
JMB Buchclub zu Walter Benjamins Einbahnstraße
Im Rahmen der Ausstellung Between the Lines
Di, 16. Jun, 18:30 Uhr, W. M. Blumenthal Akademie, Auditorium
Als eine der Inspirationsquellen für Daniel Libeskinds Entwurf des JMB wird Walter Benjamins Gedankensammlung Einbahnstraße aus dem Jahr 1928 erneut in den Blick genommen.
Im Gespräch mit der Medienwissenschaftlerin Astrid Deuber-Mankowsky und Monika Sommerer, Leiterin der Bibliothek des JMB, steht die fragmentarische Bilderwelt dieses Schlüsseltexts der literarischen Moderne im Mittelpunkt.
25 Jahre JMB
Die Berliner Republik
Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung Between the Lines
Do, 25. Jun, 20 Uhr, W. M. Blumenthal Akademie, Auditorium
Am 10. September 2001 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung anlässlich der Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin (JMB) eine Gästeliste unter der Überschrift Die Berliner Republik. Zum 25. Jubiläum des JMB blickt ein Panelgespräch auf die Jahre rund um die Gründung des Museums zurück. Im Mittelpunkt stehen die erinnerungspolitischen Auseinandersetzungen der 1990er- und frühen 2000er-Jahre, die den Umgang mit Nationalsozialismus, Holocaust sowie jüdischer Geschichte in Deutschland prägten und den Entstehungskontext des JMB bildeten.
Mit Heinrich Wefing, Journalist, Ressortleiter Politik bei DIE ZEIT; Inka Bertz, ehemalige Leiterin der Kunstsammlung des JMB; und weiteren Teilnehmer*innen. Moderation: Shelly Kupferberg
Führungen
DAUERAUSSTELLUNG
Bilder machen Leute
Eine Führung für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung
Do, 11. Jun, 14–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer
Nach einem Kennenlernen bei Challa und Kaffee besucht die Gruppe den Ausstellungsraum Bilder machen Leute und betrachtet gemeinsam drei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.
AUSSTELLUNG
Öffentliche Führung
Between The Lines. Daniel Libeskind
und das Jüdische Museum Berlin
So, 14. Jun, 11–12:30 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer
Der markante Zick-Zack-Bau des New Yorker Architekten Daniel Libeskind zählt zu den bekanntesten Architekturwerken Berlins. Die Führung zeigt den komplexen Museumsbau im Kontext seiner Entstehung im Berlin der Wende- und Nachwendejahre und lässt Libeskinds Ideen und Gedanken lebendig werden.
DAUERAUSSTELLUNG
Judentum erklingt
Klang- und Tastführung für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung
Mi, 17. Jun, 15–17 Uhr
Meeting Point im Foyer
Der Rundgang durch die Dauerausstellung thematisiert Religion und Rituale anhand unterschiedlicher Sinneseindrücke. Die Besucher*innen ertasten oder riechen Objekte und hören Klangstationen, die sie die vielstimmige jüdische Kultur und Religion erfahren lassen.
DAUERAUSSTELLUNG
Nach 1945
Öffentliche Führung
So, 21. Jun, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer
Die Führung durch den Epochenraum Nach 1945 thematisiert zentrale Fragen jüdischen Lebens in Deutschland nach der Schoa. Restitution, Migration und das Dreiecksverhältnis Deutschland, Israel und Jüdinnen*Juden in Deutschland sowie die Ein- und Abwanderungswellen von Jüdinnen*Juden nach und von Deutschland werden ebenso thematisiert wie die russischsprachige Zuwanderung ab 1990.
DAUERAUSSTELLUNG
Deutschland und Israel
Öffentliche Führung
So, 28. Jun, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer
Die Gründung Israels 1948 war ein Einschnitt für Jüdinnen*Juden weltweit. Die Führung zeigt das Prinzip von Heiligkeit im diasporischen Judentum, die Entstehung des Zionismus und endet bei Schalechet, Menashe Kadishmans begehbarer Skulptur.
Laufende Ausstellungen
Ausstellung
Between the Lines
Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin
Die Schau Between the Lines. Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin würdigt Daniel Libeskinds 80. Geburtstag und markiert zugleich das 25‑jährige Jubiläum des Jüdischen Museum Berlin im ikonischen Neubau.
Der in Polen geborene US‑Architekt gewann 1989 den Wettbewerb für den Erweiterungsbau des Berlin Museums und schuf mit seinem Entwurf erstmals eine architektonische Übersetzung des Zivilisationsbruchs des Holocausts. Damit reichte sein Entwurf weit über die ursprüngliche Bauaufgabe hinaus und beeinflusste die deutsche Erinnerungskultur maßgeblich.
Die Ausstellung beleuchtet Libeskinds konzeptionelle Arbeit, seine Inspirationen und seinen Dialog mit der deutschen und insbesondere jüdischen Berliner Kulturgeschichte. Zeichnungen, Modelle und zeitgenössische Diskurse führen zurück in die Wende‑ und Nachwendezeit und zeigen die Entstehung eines der einflussreichsten Museumsbauten der Gegenwart. Die Exponate stammen aus der Sammlung des JMB, ergänzt durch Leihgaben und Schenkungen des Architekten.
Ermöglicht durch DIE FREUNDE DES JMB, Medienpartner Radio 3
Dauerausstellung
Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland
Die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt auf 3.500 Quadratmetern die 1.700-jährige Geschichte der Jüdinnen*Juden in Deutschland. Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten – vom Mittelalter bis heute. Vielstimmig und interaktiv thematisiert die Ausstellung Zugehörigkeit und Ausgrenzung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zu Gewalt. Der Rundgang wechselt zwischen historischen Epochen und jüdischen Themen jenseits geografischer und zeitlicher Grenzen: Was ist im Judentum heilig? Was bedeutet der Schabbat? Acht thematische Inseln laden Besucher*innen ein, sich mit allen Sinnen in jüdische Kultur und Religion zu vertiefen.
Ort für Kinder
ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin
ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin lädt Kinder im Kita- und Grundschulalter zum Entdecken, Ausprobieren und Spielen ein. ANOHA nimmt die Erzählung der Arche Noah aus der Tora als Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, 150 verschiedene Tierskulpturen – und die Kinder selbst. Sie sind eingeladen, an Bord zu gehen und mit ihrer Fantasie die Geschichte der Arche Noah neu lebendig werden zu lassen. Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? ANOHA ermutigt Kinder, eigene Visionen zu entwickeln – inspiriert vom jüdischen Konzept „Tikkun Olam“, das jeden Einzelnen auffordert, die Welt ein Stück besser zu machen.
Öffentliche Führungen für Erwachsene finden jeden Sonntag um 14:45 Uhr statt.