28 Orden und Medaillen

Objekttag Düsseldorf: Lev Agranovich

»Zeigen Sie uns Ihre Geschichte!« – dieser Einladung folgen seit vergangenem Jahr Jüdinnen*Juden, die uns für das Projekt Objekttage ihre Migrationsgeschichte erzählen.

Alter Herr in grauem Sakko hält ein Foto in Händen, auf dem er mit zahlreichen Orden und Auszeichnungen an der Jacke zu sehen

Lev Agranovich, geboren 1919 in Brjansk, UdSSR, heute Russland.
Seit 1991 in Deutschland.
Jüdisches Museum Berlin, Foto: Stephan Pramme

Ich besitze 28 Orden und Medaillen aus dem zweiten Weltkrieg, auf dem Foto kann man alle an meiner Jacke sehen. Man nennt mich einen »Helden der Sowjetunion«. Bis 1939 studierte ich in der Jüdischen Landwirtschaftlichen Fachschule in Cоbatar, auf der Krim. 1939 wurde ich in die Armee einberufen. Ich diente insgesamt 32 Jahre und habe mich vom einfachen Soldaten bis zum Oberst hochgearbeitet. Später lebte ich in Orel, 400 Kilometer südwestlich von Moskau. Bis vor Kurzem hatte ich noch eine Wohnung in der Nähe von Moskau. 1991 bin ich nach Deutschland gekommen wegen meiner Tochter. Sie lebt nicht mehr. Aber mein Sohn und mein Enkelsohn wohnen auch in Deutschland. Meine Enkeltochter lebt in London.

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Jüdinnen*Juden in Düsseldorf erzählen ihre Migrationsgeschichte