Menschenrechtsabkommen und ihre Rezeption

Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte – Pressinformation

Pressemitteilung vom19. Januar 2018

Am Donnerstag, dem 25. Januar diskutieren Michael Galchinsky von der Georgia State University, Atlanta und Mashood Baderin von der University of London im Rahmen der Ringvorlesung Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte über das Thema Menschenrechts­abkommen und ihre Rezeption. Sie gehen der Frage nach, welche religiösen und ethischen Normen Menschenrechtsverträgen und -erklärungen zu Grunde liegen.

Sowohl jüdische als auch muslimische Juristen und Intellektuelle haben seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 an regionalen oder nationalen Menschenrechtsabkommen mitgewirkt. Die eingeladenen Wissenschaftler setzen sich mit der Frage auseinander, wie sich religiöse Normen in der Gestaltung von Menschenrechts­abkommen niedergeschlagen haben. Darüber hinaus diskutieren sie, wie die Anpassung und Umsetzung von Menschrechten aktuell von Jüdinnen*Juden und Muslim*innen wahrgenommen wird.

Kontakt und Presseakkreditierung
Katharina Schmidt-Narischkin
Pressesprecherin
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 419
Fax: 
+49 (0)30 259 93 400

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Saal


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Michael Galchinsky ist Inhaber des Lehrstuhls für Institutional Effectiveness sowie Mitglied des Center for Human Rights and Democracy an der Georgia State University, Atlanta. Er ist Autor u.a. von Jews and Human Rights: Dancing at Three Weddings (2007).

Mashood Baderin ist Professor für Rechtswissenschaft an der School of Oriental and African Studies, University of London. Er war Experte des UN-Menschenrechtsrates zur Situation der Menschenrechte im Sudan und ist Autor u. a. von International Human Rights and Islamic Law (2005).

Sechs Vorlesungen mit brisanten Fragen zu Menschenrechten

Die Veranstaltung findet im Rahmen der dialogischen Ringvorlesung des Jüdisch-Islamischen Forums statt. In sechs Vorlesungen werden brisante Fragen zu den Menschenrechten aus jüdischer und islamischer Perspektive diskutiert. Seit der Deklaration der Menschenrechte von 1948 gelten diese Prinzipien als ein universelles Wertesystem. Da sie jedoch im christlich-europäischen Kontext formuliert wurden, gibt es auch Kritik an diesem universalen Anspruch.

Experten beider Religionen setzen sich mit der Frage auseinander, ob und auf welche Weise konkrete Menschenrechte wie das Recht auf Leben, auf Meinungsfreiheit, auf Geschlechtergerechtigkeit und auf Religionsfreiheit innerhalb ihrer Religionen theologisch begründet und in der Praxis umgesetzt werden können. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit deutscher Simultanübersetzung statt.

Ort W. Michael Blumenthal Akademie, Saal
Eintritt frei
Beginn 19 Uhr
Anmeldung für Besucher*innen Über den Online-Shop oder telefonisch unter +49 (0)30 259 93 488

Alle Termine der Ringvorlesung Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte

  • 23. November 2017: Menschenrechte und Religionen – ein Widerspruch?
  • 25. Januar 2018: Menschenrechtsabkommen und ihre Rezeption
  • 8. März 2018: Das Recht auf Leben
  • 12. April 2018: Wie viel Kritik vertragen Judentum und Islam?
  • 3. Mai 2018: Gleich vor Gott und den Menschen?
  • 14. Juni 2018: Mein Gott, dein Gott, kein Gott

Die Ringvorlesung findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

Das Bildmaterial ist nur für die aktuelle Berichterstattung von Rechten frei, mit der Bitte um Zusendung eines Belegexemplars.

Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Saal


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)