Der Juli 2026 im JMB
Pressemitteilung vom Di, 26. Mai 2026
Veranstaltungen
25 Jahre JMB
Jazz in the Garden I – Nigun Quartet
Im Rahmen der Reihe Zukunftsmusik
So, 5. Jul, 11 Uhr, Museumsgarten (bei schlechtem Wetter im Glashof)
Im Rahmen der Konzertreihe Zukunftsmusik spielt das Nigun Quartet – ein Jazzensemble aus Israel, das chassidische Melodien mit der reichen Klangsprache des Jazz verbindet. Das Quartett interpretiert seit acht Jahren den Nigun – die spirituelle, chassidische Melodie – mit Klavier, Saxofon, Kontrabass und Schlagzeug immer wieder neu. In der improvisatorischen Freiheit des Jazz verweben die Musiker rhythmische Komplexität mit schlichten, repetitiven Melodien, die zum Mitsingen einladen.
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Dr. Margret Karsch
Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
presse@jmberlin.deMelanie Franke
Pressereferentin
T +49 (0)30 25 993 340
presse@jmberlin.de
- Postadresse
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin
AKADEMIE
Grenzen in Bewegung und territoriale Souveränität
Ayelet Shachar im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)
Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie?
Migration und jüdische Geschichte
Di, 21. Jul, 19 Uhr, online
Die neue Digital Lecture Series widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Flüchtlings- und Menschenrechtspolitik nehmen fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Dinah Riese (taz) in den Blick, wie seit den 1930er Jahren die Grundlagen eines internationalen Flüchtlingsrechts entstanden sind. Dabei hebt die Reihe visionäre Errungenschaften hervor, die heute zunehmend in Frage gestellt werden.
Die Juristin Ayelet Shachar spricht mit der Journalistin Dinah Riese über die spannungsgeladenen Beziehungen zwischen Menschenrechten und territorialen Vorstellungen von Souveränität. Shachar wird grundsätzliche Entwicklungen benennen, die das Feld von Recht und Mobilität bestimmen, und rechtliche Strategien herausarbeiten, die es ermöglicht haben, dass sich die Grenze von der Landkarte gelöst hat. Entgegen der verbreiteten migrationspolitischen Behauptung, dass praktikable Lösungen unerreichbar oder unvorstellbar seien, hält Shachar rechtliche Möglichkeiten bereit, mit denen der gegenwärtige Stillstand überwunden werden könnte.
Ayelet Shachar ist Professorin für Rechtsvergleichung an der University of California, Berkeley.
Gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung und in Medienkooperation mit der taz
25 Jahre JMB
Familiensonntage
Familienangebote für Kinder und Jugendliche
So, 26. Jul, 10–18 Uhr, JMB
Im Jubiläumsjahr 2026 lädt das Jüdische Museum Berlin (JMB) Familien mit Kindern zwischen acht und sechzehn Jahren zu gemeinsamen Entdeckungstouren ein. Von Mai bis Dezember steht jeweils ein Sonntag im Monat unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt – von Essen und jüdischen Festen über Architektur und Kunst bis hin zu Geschichte, Musik und Alltagskultur. Ein vielseitiges Programm, das neugierig macht und zum Mitmachen einlädt.
Führungen
DAUERAUSSTELLUNG
Bilder machen Leute
Eine Führung für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung
Fr, 3. Jul, 14–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer
Nach einem Kennenlernen bei Challa und Kaffee besucht die Gruppe den Ausstellungsraum Bilder machen Leute und betrachtet gemeinsam drei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.
AUSSTELLUNG
Führung im Rahmen des Familiensonntags
in Deutscher Gebärdensprache (DGS)
Between The Lines. Daniel Libeskind
und das Jüdische Museum Berlin
So, 26. Jul, 15–17 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer
Der markante Zick-Zack-Bau des New Yorker Architekten Daniel Libeskind zählt zu den bekanntesten Architekturwerken Berlins. Die Führung zeigt den komplexen Museumsbau im Kontext seiner Entstehung im Berlin der Wende- und Nachwendejahre und lässt Libeskinds Ideen und Gedanken lebendig werden.
Laufende Ausstellungen
Ausstellung
Between the Lines
Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin
Die Schau Between the Lines. Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin würdigt Daniel Libeskinds 80. Geburtstag und markiert zugleich das 25‑jährige Jubiläum des Jüdischen Museum Berlin im ikonischen Neubau.
Der in Polen geborene US‑Architekt gewann 1989 den Wettbewerb für den Erweiterungsbau des Berlin Museums und schuf mit seinem Entwurf erstmals eine architektonische Übersetzung des Zivilisationsbruchs des Holocausts. Damit reichte sein Entwurf weit über die ursprüngliche Bauaufgabe hinaus und beeinflusste die deutsche Erinnerungskultur maßgeblich.
Die Ausstellung beleuchtet Libeskinds konzeptionelle Arbeit, seine Inspirationen und seinen Dialog mit der deutschen und insbesondere jüdischen Berliner Kulturgeschichte. Zeichnungen, Modelle und zeitgenössische Diskurse führen zurück in die Wende‑ und Nachwendezeit und zeigen die Entstehung eines der einflussreichsten Museumsbauten der Gegenwart. Die Exponate stammen aus der Sammlung des JMB, ergänzt durch Leihgaben und Schenkungen des Architekten.
Ermöglicht durch DIE FREUNDE DES JMB, Medienpartner Radio 3
Dauerausstellung
Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland
Die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt auf 3.500 Quadratmetern die 1.700-jährige Geschichte der Jüdinnen*Juden in Deutschland. Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten – vom Mittelalter bis heute. Vielstimmig und interaktiv thematisiert die Ausstellung Zugehörigkeit und Ausgrenzung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zu Gewalt. Der Rundgang wechselt zwischen historischen Epochen und jüdischen Themen jenseits geografischer und zeitlicher Grenzen: Was ist im Judentum heilig? Was bedeutet der Schabbat? Acht thematische Inseln laden Besucher*innen ein, sich mit allen Sinnen in jüdische Kultur und Religion zu vertiefen.
Ort für Kinder
ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin
ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin lädt Kinder im Kita- und Grundschulalter zum Entdecken, Ausprobieren und Spielen ein. ANOHA nimmt die Erzählung der Arche Noah aus der Tora als Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, 150 verschiedene Tierskulpturen – und die Kinder selbst. Sie sind eingeladen, an Bord zu gehen und mit ihrer Fantasie die Geschichte der Arche Noah neu lebendig werden zu lassen. Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? ANOHA ermutigt Kinder, eigene Visionen zu entwickeln – inspiriert vom jüdischen Konzept „Tikkun Olam“, das jeden Einzelnen auffordert, die Welt ein Stück besser zu machen.
Öffentliche Führungen für Erwachsene finden jeden Sonntag um 14:45 Uhr statt.