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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Die Erschaffung der Welt

Illustrierte Handschriften aus der Braginsky Collection

Die Braginsky Collection ist die größte Privatsammlung hebräischer Handschriften aus verschiedenen Gebieten der westlichen und östlichen Diaspora. Sie vermittelt einen umfassenden Eindruck von der Vielseitigkeit der jüdischen Schriftkunst und war nach Stationen in Amsterdam, New York, Jerusalem und Zürich im Jahr 2014 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen.

Ausstellung bereits beendet

Ort

Altbau 1. OG

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Braginsky Collection

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg hat René Braginsky seine spektakuläre Sammlung hebräischer Handschriften zusammengetragen: Sie umfasst mittelalterliche Schriftstücke, kunstvoll angefertigte Hochzeitsverträge, reich illustrierte Schriftrollen, illuminierte Handschriften und wertvolle Drucke.

Die Sammlung zeichnet sich durch eine besondere Verbindung von Text und Kunst aus, da diese hebräischen Schriften mit einer oft sehr aufwändigen Buchmalerei verziert wurden. Ihr Schwerpunkt liegt auf illustrierten Handschriften, die im 18. Jahrhundert in Mittel- und Nordeuropa entstanden sind. Alle bedeutenden jüdischen Schriftkünstler*innen und Illuminator*innen dieser Epoche, die als ein Höhepunkt jüdischer Handschriftenkunst gilt, sind mit exzellenten Arbeiten in der Sammlung von René Braginsky vertreten.

Die kostbaren Handschriften dieser Privatsammlung zeugen davon, welch große Bedeutung das Judentum dem schriftlichen Festhalten heiliger Texte und biblischer Kommentare beimisst. Während der Verfolgungen über die Jahrhunderte hinweg nahmen viele hebräische Handschriften und Bücher Schaden oder wurden gänzlich vernichtet. Umso kostbarer ist die Sammlung von René Braginsky mit ihren herausragenden Beispielen jüdischer Schriftkunst.

Kalligrafen in der Ausstellung

Die Besucher*innen konnten in der Ausstellung mehrere Kalligrafen bei der Ausübung ihrer Kunst beobachten:

  • Der Rabbiner und Tora-Schreiber Reuven Yaacobov arbeitete an fünf Tagen der Woche an einer Tora,
  • Murad Kahraman demonstrierte arabische Kalligrafie und Khatkunst,
  • Prof. Ding Yuan zeigte chinesische Kalligrafie und chinesische Malerei,
  • Lahsen Azougaye führte verschiedene Stile arabischer Kalligrafie vor.

Roboter-Installation bios [torah]

Ergänzend zur Ausstellung präsentierte das Museum von Juli 2014 bis April 2015 die Installation bios [torah] der Künstlergruppe robotlab, die auf die Tätigkeit des Tora-Schreibens verweist. Anders als ausgebildete Tora-Schreiber*innen, die die Heiligkeit der Schrift garantieren, zeigte die Installation ihre industrielle Reproduzierbarkeit.

Die Braginsky Collection online

Anlässlich der Ausstellung der Braginsky Collection im Landesmuseum Zürich 2011/12 einstand eine deutschsprachige Website mit Ausstellungsansichten, über die Detailansichten und weiterführende Informationen zu jedem Objekt aufrufbar sind.

Ausstellungswebsite des Landesmuseum Zürich (in Flash)

Zu den vorangegangenen Stationen der Ausstellung wurde ebenfalls eine Website veröffentlicht, die allen empfohlen sei, die lieber auf Englisch oder Hebräisch lesen oder aber ganze Bücher aus der Sammlung durchblättern möchten.

Ausstellungswebsite der Bibliotheca Rosenthaliana, Amsterdam (in Flash)

Die Braginsky Collection als App

Anlässlich der Station der Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin schließlich wurde die iPad-App Braginsky Collection Berlin mit allen Objekten der Sammlung vorgestellt (kostenlos erhältlich im App-Store (ab iOS 6.0), auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch).

Link zur App im App-Store

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    4. Apr bis 3. Aug 2014

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin
    Zum Lageplan

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