R. B. Kitaj 1932–2007

Obsessionen

R. B. Kitaj, The Rise of Fascism [Der Aufstieg des Faschismus], 1975–1979, Pastell und Öl auf Papier, 85 × 158 cm; Collection of R.B. Kitaj Estate

R. B. Kitaj 1932-2007. Obsessionen

Nach dem Tod des Malers R. B. Kitaj 2007 war im Jüdischen Museum Berlin von Herbst 2012 bis Anfang 2013 die erste umfassende Schau über sein Gesamtwerk zu sehen. Die als Wanderausstellung konzipierte Retrospektive – die letzte Kitaj-Retrospektive war 14 Jahre her – gab die Ausstellung mit ca. 130 Gemälden, Druckgrafiken und Zeichnungen einen Überblick über alle Perioden seines umfangreichen Œuvres.

Ausstellung bereits beendet
Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Einführung in die Ausstellung mit Cilly Kugelmann (Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin), Tracy Bartley (Leiterin des R. B. Kitaj Studio in Los Angeles), Dr. Eckhart Gillen (Kurator der Ausstellung) und Tom Freudenheim (Kunsthistoriker und Journalist).

Geliebte und Feind*innen, virile Lebensphasen und Zeiten physischer Gebrechlichkeit, Politik, Geschichte, Literatur, Philosophie und nicht zuletzt die Frage nach der Zugehörigkeit zum Judentum, die sich weder über die Religion noch über den Zionismus herstellt, sind die Puzzleteilchen, aus denen Kitaj seine eindrucksvollen Bilder und Collagen schuf.

Unbeeindruckt vom Massengeschmack arbeitete Kitaj gegen die Mode der Abstraktion in den 1960er-Jahren und gehörte zusammen mit David Hockney, Frank Auerbach, Lucian Freud und Leon Kossoff zu den Wegbereitern der figurativen Malerei. Die Konfrontation mit der Geschichte des Massenmords an den europäischen Jüd*innen und die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Außenseiter*innen provozierten ihn zu einer jüdischen Kunst der Moderne, die er »diasporisch« nannte, und die er farbenkräftig, motivreich und verrätselt entwarf.

Abstract painting of a collage of images including palm trees, a man wearing a business suit, buildings, dogs, and assorted faces

R. B. Kitaj, If Not, Not, 1975/76, Öl auf Leinwand und schwarze Kreide, 60 x 60 cm; Scottish National Portrait Gallery, Edinburgh

Heute befinden sich die Gemälde Kitajs in den bedeutenden Museen der Welt und in großen Privatsammlungen. Dank der großzügigen Unterstützung der Leihgeber*innen – unter ihnen das Museum of Modern Art in New York, die Tate in London und die Sammlung Thyssen-Bornemisza in Madrid – konnte diese Ausstellung realisiert werden.

Werke von R. B. Kitaj online

Auf den Websites der wichtigsten Leihgeber*innen dieser Ausstellung kann man sich zahlreiche Gemälde R. B. Kitajs ansehen:

Website der Tate Gallery (auf Englisch)
Website des Museum of Modern Art (auf Englisch)
Website des Museums Thyssen-Bornemisza (auf Englisch)

Einge Gemälde R. B. Kitajs werden auch auf unserer Website zur Ausstellung vorgestellt, und, wo dies möglich war, durch Zitate des Künstlers ergänzt:

Website zur Ausstellung

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    21. September 2012 bis 27. Januar 2013

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Zum Lageplan

R. B. Kitaj, Unpacking my Library [Beim Auspacken meiner Bibliothek], 1990/91, Öl auf Leinwand, 122 x 122 cm; Collection of Joseph Kitaj

Mit freundlicher Unterstützung von

Logo: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V.
Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Montagskinoprogramm zur Ausstellung (7) R. B. Kitaj 1932-2007. Obsessionen Show all

R. B. Kitaj 1932-2007. Obsessionen

Während der Laufzeit der Ausstellung zeigte das Jüdische Museum Berlin einen Dokumentarfilm über R. B. Kitaj sowie einige seiner Lieblingsfilme.

Kitaj... In the Picture

1. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Dokumentarfilm von Jake Auerbach (UK 1994, 40 Min, in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

The Red Shoes (Die roten Schuhe)

8. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Spielfilm von Michael Powell (UK 1948, 133 Min, in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

The Long Voyage Home (Der lange Weg nach Cardiff)

22. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Spielfilm von John Ford (USA 1940, 105 Min, in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

The Third Man (Der Dritte Mann)

5. November 2012, 19:30 Uhr
Regie: Carl Reed (UK 1949, 104 Min, in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

The Sun Shines Bright

3. Dezember 2012, 19:30 Uhr
Regie: John Ford (USA 1953, 90 Min, in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

Ride Lonesome

7. Januar 2013, 19:30 Uhr
Regie: Budd Boetticher (USA 1959, 73 Min., in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

She Wore a Yellow Ribbon

14. Januar 2013, 19:30 Uhr
Regie: John Ford (USA 1949, 103 Min., in englischer Originalversion)
Veranstaltung in englischer Sprache

Begleitprogramm zur Ausstellung (7) R. B. Kitaj 1932-2007. Obsessionen Show all

R. B. Kitaj 1932-2007. Obsessionen

Zur Ausstellung wurden 2012/13 Führungen und Diskussionsveranstaltungen, aber auch ein Symposium angeboten.

Die Obsessionen von R. B. Kitaj.

4. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Vortrag und Führung von/mit Eckhart Gillen

R. B. Kitajs Manifeste des Diasporismus

18. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Vortrag und Führung von/mit Inka Bertz

R. B. Kitaj: Künstler einer fragmentierten Welt

25. /26. Oktober 2012
Symposium (mit Video-Mitschnitt des Eröffnungsvortrags)

R. B. Kitaj zum Achtzigsten

29. Oktober 2012, 10-22 Uhr
Dokumentarfilm und freier Eintritt

Bilder vom Menschen

21. Januar 2013, 19:30 Uhr
Themenführung mit Margret Kampmeyer

Finissage

26. Januar 2013, 15 Uhr
Zum Ausstellungende stellen Kitaj-Begeisterte aus Kunst und Kultur ihre Lieblingswerke vor

Ein verliebter Jude

26. Januar 2013, 19:30 Uhr
Im Literatursalon stellt Kurator Eckhart Gillen bisher unbekannte Dokumente der Freundschaft zwischen R. B. Kitaj und Philip Roth vor (u.v.m)