Das Fellowship-Programm des Jüdischen Museums Berlin

Fellowship-Programm

Ein eigenes Fellowship-Programm schärft das wissenschaftliche Profil unseres Museums. Es wurde mit Eröffnung der Akademie im Herbst 2012 ins Leben gerufen und fördert Forschungsvorhaben zur jüdischen Geschichte und Kultur sowie zu Migration und Diversität in Deutschland.

Aus Anlass des 90. Geburtstags von W.  Michael Blumenthal wurde 2016 ein nach ihm benanntes Fellowship eingerichtet, mit freundlicher Unterstützung durch die Berthold Leibinger Stiftung. Damit fördern wir Forschungsvorhaben im Bereich der jüdisch-islamischen Beziehungsgeschichte und damit verbundene Fragestellungen.

Unsere Fellows

Das erste Fellow-Projekt Lebenswirklichkeiten. Jüdische Gegenwart in Deutschland von Dr. Karen Körber wurde Ende 2014 abgeschlossen. Inhalt des Projekts war eine erste bundesweite Untersuchung der zweiten Generation der eingewanderten russischsprachigen Jüd*innen in Deutschland.

Erster W.  Michael Blumenthal Fellow seit November 2016 ist Walid Abd El Gawad mit seinem Postdoc-Projekt »Wer eine Religion kennt, kennt keine.« Reflexionen über Islam und Judentum in Schriften deutschsprachiger jüdischer Orientalisten (1833–1955), das neue Aspekte in der jüdisch-islamischen Beziehungsgeschichte der Moderne beleuchtet.

Schwarz-weiß-Foto eines Mannes an einem überquellenden Archiv-Schrank

Diese Fotografie von Herbert Sonnenfeld zeigt einen Mitarbeiter des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden am Archivschrank, Berlin 1935; Jüdisches Museum Berlin. Mehr über das Objekt erfahren Sie in unseren Online-Sammlungen.

Seit Januar 2017 ist als zweite W. Michael Blumenthal Fellow die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Rosa Fava am Museum. In ihrem Postdoc-Projekt mit dem Titel Didaktik des Nahostkonflikts untersucht sie Lehr-/Lernkonzepte und -materialien zum Nahostkonflikt im nichtschulischen Bildungsbereich. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf Fortbildungen für Lehrer*innen und andere Multiplikator*innen.