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Café Ma­gné­tique: Kosmo­politanismus und Natio­nalismus

Begleit­programm zur Aus­stellung Paris Magnétique. 1905–1940

Kosmo­politanismus ist der zentrale Begriff in den zeit­genössischen Debatten über die École de Paris. Für die Befür­worter der „École“ war die Inter­nationalität der Künstler*innen, das Kosmo­politische, der Beweis für die weltweit führende Stellung von Paris für die Kunst. Für ihre Gegner formulierte sich im Begriff Kosmo­politanismus die Ab­neigung gegen das Inter­nationale und das vermeintlich „Jüdische“, das sie auf die „École“ projizierten.

Do, 23. Mär 2023, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau EG, Glashof
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Im dritten Teil der Veranstaltungs­reihe Café Magnétique nähert sich die Film- und Literatur­wissenschaftlerin Cathy Gelbin dem Begriff des Kosmo­politanismus im Kontext europäisch-jüdischer Geschichte an. Julia Friedrich, Sammlungs­direktorin des JMB, spricht anschließend über den Maler Otto Freundlich, dessen Werke sowohl in der Aus­stellung Paris Magnétique als auch in der Dauer­ausstellung des JMB gezeigt werden, und fragt: Kann man hier von einem „Kosmo­politen“ sprechen?

Porträt von einer Frau mit kurzen grauen Haaren und grauem Blazer vor schwarzem Hintergrund.

Cathy Gelbin; Foto: Gesine Born

Die Café­häuser von Paris fungierten als täglicher Begegnungs­ort und Treff­punkt, oft auch als erster Anlauf­punkt für Neuan­kommende. Sie waren Wohn- und Arbeits­zimmer vieler Künstler*innen, und wesentlich für die Selbst­organisation der Migrant*innen in einer neuen, fremden Umgebung: über die Cafés wurden Kontakte geknüpft, Zimmer vermittelt, Atelier­plätze gefunden, Aus­stellungen vorbereitet. Berühmte Pariser Cafés wie das Café de Dôme in Montparnasse waren Dreh- und Angel­punkt der migrantisch und nicht zuletzt jüdisch geprägten Kunst­szene, die bald unter dem Namen École de Paris bekannt wurde. Die Reihe Café Magnétique lässt die Pariser Cafés im Jüdischen Museum Berlin wieder­aufleben und lädt bei Essen und Getränken zum Ideen­austausch über die École de Paris ein.

Portrait photo of a smiling woman wearing a bright blue sweater: she looks directly into the camera.

Julia Friedrich; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Alle Angebote zur Ausstellung Paris Magnétique. 1905–1940

Über die Ausstellung
Paris Magnétique. 1905–1940 – 25. Jan bis 1. Mai 2023
Digitale Angebote
Biografische Stationen von Rudolf Levy – auf der Online-Plattform Jewish Places
Katalog
Paris Magnétique. 1905–1940 – 2023, auf Deutsch
Begleitprogramm
Ausstellungs­eröffnung – 24. Jan 2023
Café Magnétique: Import/Export – Teil 1: Vorträge von Sophie Krebs und Annabel Ruck­deschel, 2. Feb 2023
Café Magnétique: Kosmopolitanismus und Nationalismus – Teil 2: Vorträge von Cathy Gelbin und Julia Friedrich, 23. Mär 2023
Café Magnétique: La Prose du Transsibérien – Teil 3: Lecture Performance mit Shelley Harten und Gästen, 20. Apr 2023
Führungen
Öffentliche Führungen – mit festen Terminen
Buchbare Führungen – Termin nach Absprache
Porträts der Pariser Avantgarde – Rundgang und Workshop für Gruppen, Termin nach Absprache, in Deutscher Gebärdensprache
Magnétique, Magnifique, Fantastique! – Workshop, mit festen Terminen, auf Deutsch, Russisch sowie Deutscher Gebärdensprache

Was, wann, wo?

  • Eintritt

    6 €, erm. 3 €
    Online-Ticket buchen

  • HinweisGetränke und Kulinarisches von Eßkultur für Selbstzahler

    SpracheDie Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

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