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Café Ma­gné­tique: La Prose du Trans­sibérien

Begleit­programm zur Aus­stellung Paris Magnétique. 1905–1940

Die Pariser Cafés zur Zeit der École de Paris waren nicht nur ein fester Treffpunkt für die Malerinnen und Bild­hauer der euro­päischen Avantgarde, hier trafen auch verschiedene Kunst­formen, Malerei und Literatur, aufeinander. Eines der heraus­ragenden Beispiele für eine solche Begegnung ist La Prose du Transsibérien et la Petite Jehanne de France von 1913. Das kollaborative Buch­projekt zeigt ein Lang­gedicht des Schweizer Dichters Blaise Cendrars über dessen Reise durch Russland in der Trans­sibirischen Eisenbahn, den Text umspielen expressionistisch anmutende Illustra­tionen der Künstlerin Sonia Delaunay-Terk.

Neuer Termin: Do, 20. Apr 2023, 19 Uhr

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau EG, Glashof
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Der zweite Teil der Veranstaltungs­reihe Café Magnétique widmet sich Cendrars und Delaunay-Terks Künstler­buch und den vielfältigen Momenten des Aus­tausches und der Zusammen­arbeit innerhalb der École de Paris. In einer Lecture Performance erkundet die Kuratorin Shelley Harten gemeinsam mit einer Grafikerin und einem Schau­spieler das Ineinander­greifen von Migration, Avantgarde und künstlerischen Netzwerken im Paris des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Café­häuser von Paris fungierten als täglicher Begegnungs­ort und Treff­punkt, oft auch als erster Anlauf­punkt für Neuan­kommende. Sie waren Wohn- und Arbeits­zimmer vieler Künstler*innen, und wesentlich für die Selbst­organisation der Migrant*innen in einer neuen, fremden Umgebung: über die Cafés wurden Kontakte geknüpft, Zimmer vermittelt, Atelierplätze gefunden, Aus­stellungen vorbereitet. Berühmte Pariser Cafés wie das Café de Dôme im Montparnasse waren Dreh- und Angelpunkt der migrantisch und nicht zuletzt jüdisch geprägten Kunst­szene, die bald unter dem Namen École de Paris bekannt wurde. Die Reihe Café Magnétique lässt die Pariser Cafés im Jüdischen Museum Berlin wieder­aufleben und lädt bei Essen und Getränken zum Ideen­austausch über die École de Paris ein.

Portrait von einer Frau mit blonden Haaren vor grünem Hintergrund.

Shelley Harten; Foto: Yael Bartana

Alle Angebote zur Ausstellung Paris Magnétique. 1905–1940

Über die Ausstellung
Paris Magnétique. 1905–1940 – 25. Jan bis 1. Mai 2023
Digitale Angebote
Biografische Stationen von Rudolf Levy – auf der Online-Plattform Jewish Places
Katalog
Paris Magnétique. 1905–1940 – 2023, auf Deutsch
Begleitprogramm
Ausstellungs­eröffnung – 24. Jan 2023
Café Magnétique: Import/Export – Teil 1: Vorträge von Sophie Krebs und Annabel Ruck­deschel, 2. Feb 2023
Café Magnétique: Kosmopolitanismus und Nationalismus – Teil 2: Vorträge von Cathy Gelbin und Julia Friedrich, 23. Mär 2023
Café Magnétique: La Prose du Transsibérien – Teil 3: Lecture Performance mit Shelley Harten und Gästen, 20. Apr 2023
Führungen
Öffentliche Führungen – mit festen Terminen
Buchbare Führungen – Termin nach Absprache
Porträts der Pariser Avantgarde – Rundgang und Workshop für Gruppen, Termin nach Absprache, in Deutscher Gebärdensprache
Magnétique, Magnifique, Fantastique! – Workshop, mit festen Terminen, auf Deutsch, Russisch sowie Deutscher Gebärdensprache

Was, wann, wo?

  • Eintritt

    6 €, erm. 3 €
    Online-Ticket buchen

  • HinweisGetränke und Kulinarisches von Eßkultur für Selbstzahler

    SpracheDie Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

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