Refik-Veseli-Schule

Partnerschule des Jüdischen Museums Berlin

Seit Juni 2012 verbindet die Refik-Veseli-Schule in Berlin-Kreuzberg, eine Integrierte Sekundarschule, und das Jüdische Museum Berlin eine enge Bildungspartnerschaft. Im September desselben Jahres begann die Zusammenarbeit in dem wöchentlich stattfindenden Wahlpflichtkurs »Geschichtswerkstatt« mit Schüler*innen des 9. oder 10. Jahrgangs. Weitere Projekte sind in den letzten Jahren dazu gekommen, über die wir hier im Überblick berichten.

VOIDS.Leerstellen. Eine szenische Führung durch die Architektur des Museums

26 Schüler*innen einer 8. Klasse erforschten im September 2016 die Museumsarchitektur. Vier Wochen lang erkundeten sie die Architektur und wurden zu Expert*innen des Raumes. Es entstand ein offenes Format zwischen Performance und interaktiver Führung sowie eine von Schüler*innen kuratierte Ausstellung in der Eric F. Ross Galerie des Museums.

Video-Dokumentation des Projektergebnisses von VOIDS.Leerstellen; Regisseurin: Anja Scheffer (sideviews e. V.)

Das Schüler*innenprojekt war die dritte Theaterproduktion von Schule und Museum. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das kulturelle Profil »Theater« der Refik-Veseli-Schule mit den Aktivitäten des Jüdischen Museums Berlin zu verzahnen. Das Projekt wurde von der Regisseurin Anja Scheffer und dem Bühnenbildner Henrik Scheel von sideviews e. V. in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und dem Programm Kulturagenten für kreative Schulen durchgeführt. Seit 2016 sind mehrere Produktionen und Formate der Zusammenarbeit entstanden, wie die Produktionen Golem oder VOIDS.MuseumVerLernen.

Film von Schüler*innen: Nahostkonflikt. Eine Recherche der Geschichtswerkstatt, 2016

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin haben Schüler*innen der 9. Klasse der Geschichtswerkstatt Berliner*innen aus palästinensischen und israelischen Familien gefragt, was sie über den Nahostkonflikt denken. Nach einer Recherchephase, in der die Schüler*innen u.a. die Pädagogen Shemi Shabat und Mohamed Ibrahim getroffen haben, formulierten sie ihre Fragen zum Thema, aus denen die Interviewfragen entstanden.

Die Protagonist*innen des etwa halbstündigen Films erzählen über ihre Erfahrungen mit Diskriminierungen und Vorurteilen, ihre Sicht auf die Berichterstattung in Medien, die Entstehung des Staates Israel und die (Un-) Möglichkeiten, den Konflikt zu lösen. Alle Interviewpartner*innen sprechen für sich selbst, der Film gibt nicht die Meinung der Autor*innen wider.

Nahostkonflikt. Eine Recherche der Geschichtswerkstatt

Ein neuer Schulname: Refik Veseli

Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen der 8. Integrierten Sekundarschule haben sich in einem demokratischen Prozess den Namen Refik-Veseli-Schule gegeben. Refik Veseli war ein 17-jähriger Lehrling in einem Fotostudio im albanischen Tirana, als er 1942 den aus Jugoslawien vor den Nationalsozialisten geflohenen jüdischen Fotografen Mosche Mandil kennenlernte. Mit dem Einmarsch der Deutschen 1943 verschärfte sich die Situation für Jüdinnen*Juden in Albanien. Die muslimische Familie Veseli beschloss, Mosche Mandil und seine Familie in ihrem Haus in Kruje zu verstecken. Daraus wurden fast drei Jahre, die Familie Mandil überlebte.

Rückblick auf vergangene Projekte der Schulpartnerschaft

  • 2015: Reise ins Heilige Land. Was Medien nicht zeigen – Während einer 10-tägigen Reise nach Israel und Palästina haben Schüler*innen ihre Eindrücke auf Fotos festgehalten und diese in einer Online-Ausstellung zusammengestellt.
  • 2013: Türkei Tag und Nacht – Eine Fotoausstellung von Schüler*innen: Im Juni 2013 begleiteten wir 34 Schüler*innen und fünf Lehrer*innen für zehn Tage in die Türkei. Neben Istanbul waren Izmir und die Begegnungsstätte Afacan Ziele unserer Reise. Auf dem Programm standen in Istanbul das Treffen mit Schüler*innen der dortigen Jüdischen Schule, Besuche von Moscheen, Synagogen und Kirchen. In Izmir folgten wir den Spuren jüdischer Geschichte. Von Afacan aus besuchten wir das antike Bergama (Pergamon). Die Reise fand mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Umverteilen! statt.
  • 2012: X-Berg, mein Name – Ein Film von Schüler*innen: Von der Idee bis zum Dreh stammt der Film von Schüler*innen der Klassenstufe 9. Sie haben Kreuzberger*innen über Kreuzberg befragt.
Ansprechpartner
Fabian Schnedler
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 430
Fax: 
+49 (0)30 259 93 412
Ergebnisse (4) Projekte von Schüler*innen Show all

Projekte von Schüler*innen

Aus Projekten mit Schulklassen oder Jugendgruppen entstehen unter anderem Ausstellungen, Filme oder Online-Dokumentationen.

Ergebnisse aus der Geschichtswerkstatt

Filme, Führungen und Online-Ausstellung von Schüler*innen unserer Partnerschule Refik-Veseli

on.tour zu Besuch in der Jugendstrafanstalt

2008 initiierte das Jüdische Museum Berlin erstmals eine Projektwoche in der Jugendstrafanstalt Berlin-Plötzensee.

Koscher – gibt's das nicht auch im Islam?

Ein außergewöhnlicher Schüler*innen­austausch im Rahmen des mobilen Museums on.tour (2012)

Traumwelten! Klangwelten

Eine Ausstellung mit Arbeitsergebnissen aus dem Ferienprogramm 2002 zum Thema Freud und Traumdeutung

Lehrer*innen

Alles für ...