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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Pessach

Zu Pessach werden die Befreiung der Jüdinnen*Juden aus der Sklaverei der Pharaonen und ihr Auszug aus Ägypten gefeiert. Die Exodus­geschichte berichtet im II. Buch Mose vom Leiden der Israelit*innen, von ihrem überstürzten Aufbruch und der Flucht durch die Wüste sowie von den gott­gesandten Plagen über Ägypten.

Das Fest findet im Frühling statt und beginnt mit dem Seder-Abend, einem langen ritualisierten Mahl im Kreis der Familie und Freunde, bei dem aus der Haggada gelesen, gesungen, gegessen und der Auszug aus Ägypten vergegenwärtigt wird. Pessach wird auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt: In Erinnerung an die Eile, mit der die Israelit*innen Ägypten verließen, ist der Verzehr von Getränken und Speisen, die gären, sieben Tage lang verboten.

Kadesh Urchatz-Tutorial von und mit Shlomit Tripp

Was ist eigentlich ... Pessach?, eingesprochen von Sandra Hüller und Robert Frank

Jingle

Was ist eigentlich … Pessach?

Das Pessach-Fest im Frühling erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei unter der Führung Moses’.

Es benötigt einige Vorbereitungen: Das Haus muss von jeglichem Chamez, also gärenden Nahrungsmitteln wie Brot und Keksen gereinigt werden. Während der acht Tage, die das Pessach-Fest dauert, wird nur „schnelles“ Brot aus Wasser und Mehl gegessen, das ohne Hefe, also ohne Wartezeit, zubereitet wird: Diese Brote heißen Mazzot oder Mazzen.

Denn die biblische Legende spricht von einem schnellen Aufbruch aus Ägypten, der keine Zeit ließ, um Proviant vorzubereiten und Brot zu backen.

Gesäuerte oder gärende Lebensmittel kommen während des Festes nicht auf den Tisch. Daher wird Pessach auch das „Fest der ungesäuerten Brote“ genannt.

Das Fest beginnt mit dem Seder-Abend. Seder bedeutet Ordnung. Denn dieser Abend hat einen festen Ablauf.

Gemeinsam wird die Pessach-Geschichte reihum gelesen. Dabei soll die Geschichte des Auszugs aus Ägypten so nachempfunden werden, als wäre man selbst dabei gewesen – und die Speisen spielen eine wichtige Rolle. Auch die Kinder werden eingebunden. So singt das jüngste Mitglied der Familie das Ma Nischtana und fragt:

Musik: Gesang „Ma nischtana, ha-laila ha-se …“

Warum essen wir Mazze?
Auf dem Tisch steht der Seder-Teller mit sechs Speisen: Jede dieser Speisen steht symbolisch für einen Aspekt der Geschichte.