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Derzeit ist das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Yael Bartana
Redemption Now

Ausstellungs­vorschau

Blick aus Froschperspektive auf Brust und Gesicht einer weiß gekleidete Frau mit platinblondem, kurzem Haar auf einem Esel, dessen Hals am linken Bildrand angeschnitten knapp zu erkennen ist. Hintergrund: Berliner Brandenburger Tor und stahlblauer Himmel

Yael Bartana, Stand­bild aus Malka Germania, 2020, Auftrags­arbeit für das Jüdische Museum Berlin

Ab dem 26. April 2021 zeigt das Jüdische Museum Berlin Yael Bartana – Redemption Now. Die erste umfassende Werk­schau der Video­künstlerin Yael Bartana unter­sucht das erlösende Potenzial der Kunst und unserer Vor­stellungs­kraft. Seit über zwanzig Jahren erforscht Bartana die großen historischen Erzählungen, die dazu bei­tragen, nationale und andere kollektive Identitäten zu formen.

Die Ausstellung vereint über 50 frühe und neuere Arbeiten, darunter Video­arbeiten, Foto­grafien und Licht­skulpturen.

26. Apr bis 10. Okt 2021

  Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau 1. OG
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Ausstellung folgt einem eschatologischen Topos und zugleich dessen Dekonstruktion - also der immer wieder­kehrenden Idee, dass eine Heils­gestalt Erlösung bringen kann. Kern­stück der Ausstellung ist die Auftrags­arbeit Malka Germania (hebräisch für „Königin Germania“), die Bartana eigens für das Jüdische Museum Berlin konzipiert und in Berlin an geschichts­trächtigen Orten filmisch umgesetzt hat. Die Ankunft einer androgynen Heils­gestalt in der deutschen Haupt­stadt ruft Szenen aus einem imaginierten gemeinsamen Un­bewussten hervor: Vergangen­heit und Zukunft fallen in einer alter­nativen Gegen­wart zusammen. Mit dem Thema der kollektiven Erlösung spricht die Video­installation auch Traumata, Heils­erwartungen und die Sehn­sucht nach Ver­änderung an.

Yael Bartanas Arbeiten werden welt­weit ausgestellt und sind Teil inter­nationaler Sammlungen. Die Künstlerin ist bekannt dafür, die Bild­sprachen von Identität und Gedenk­politik, Nationen und sozialen Bewegungen zu erkunden. Sie beobachtet, doku­mentiert, analysiert und erfindet öffentliche Rituale, Zere­monien und soziale Praktiken, die dazu dienen sollen, kollektive Identitäten zu schaffen.
Bartanas Kunst provoziert eine aktivistische Les­art - sie fordert das Publikum auf, sich auf den politischen Akt des Nach­denkens über die eigene Ver­antwortung in der Gesellschaft ein­zulassen.

Vor einem pinken Hintergrund befindet sich die Grafik einer Frauengestalt, die einen Adler zum Abflug anweist. Der Schriftzug „Redemption Now“ erstreckt sich entlang des oberen und unteren Bildrandes

Ausstellungsplakat zu Yael Bartana – Redemption Now; Jüdisches Museum Berlin, Gestaltung: Gila Kaplan, Avi Bohbot, Illustration: Yossi Assouline, Bearbeitung: buerominimal

Teil der Ausstellung ist auch Bartanas bekanntestes Werk And Europe Will Be Stunned. Die Video-Trilogie entstand zwischen 2006 und 2011 und imaginiert eine Bewegung der Rück­kehr von drei Millionen Jüdinnen*Juden nach Polen. 2011 repräsentierte diese Arbeit Polen auf der 54. Inter­nationalen Kunst­ausstellung - Biennale di Venezia; 2019 wählte die britische Zeitung The Guardian sie auf Platz 9 der wichtigsten Kunst­werke des 21. Jahr­hunderts.

Yael Bartana wurde 1970 in Israel geboren und lebt heute in Amster­dam und Berlin.

Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Shelley Harten und Dr. Gregor H. Lersch.

Die Videoinstallation Malka Germania wurde als Auftragsarbeit ausgeführt und ermöglicht durch die Freunde des Jüdischen Museums Berlin und den Mondriaan Fund.

Yael Bartana

Website der Künstlerin mit Informationen zu ihren Projekten sowie Katalogen und sonstigen Veröffentichungen zu ihrem Werk.
Zur Website Yael Bartanas (auf Englisch)

Die Ausstellung wird gefördert durch
Logo Hauptstadtkulturfonds

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    26. Apr bis 10. Okt 2021

  • Eintritt

    8 €, ermäßigt 3 €, frei u.a. für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
    Weitere Informationen können Sie unserer Preisliste entnehmen.
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  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
    Zum Lageplan

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