Jubiläumsfeier: 5-jähriges Bestehen der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin

Vielseitiges Programm am Sonntag, dem 2. Dezember in der W. Michael Blumenthal Akademie

Pressemitteilung vom30. November 2018

  • Akademie als Forum für den Dialog von religiösen und ethnischen Minderheiten
  • Programme zur Stärkung der demokratischen Kultur in Zeiten des Rechtsrucks
  • Stärkung jüdisch-muslimischer Beziehungen vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts
Kontakt und Presseakkreditierung:
Katharina Schmidt-Narischkin
Pressesprecherin
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 419
Fax: 
+49 (0)30 259 93 400

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
10969 Berlin

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Am Sonntag, dem 2. Dezember öffnet die W. Michael Blumenthal Akademie ihre Türen für ein ganztägiges Programm zur Feier des fünfjährigen Bestehens der Akademieprogramme. »Ich freue mich, dass wir uns als ein Ort des Diskurses und der Vernetzung etabliert haben. Wir diskutieren kontroverse Themen offen, doch stets in gegenseitigem Respekt. Gerade in Zeiten des spürbaren gesellschaftlichen Rechtsrucks ist die Stärkung der Beziehung verschiedener Minderheiten untereinander von großer Bedeutung«, sagt Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Mit der Gründung der W. Michael Blumenthal Akademie vis à vis dem Hauptgebäude des Jüdischen Museums Berlin hat das Haus seine inhaltlichen Schwerpunkte erweitert.

Wie gelingt das Zusammenleben in der pluralen Gesellschaft?

Mit den Schwerpunkten Migration und Diversität und dem Jüdisch-Islamischen Forum werden auch Fragen zur Gestaltung der pluralen Gesellschaft sowie Perspektiven verschiedener Minderheiten debattiert. Ein breites Veranstaltungsprogramm beleuchtet das Verhältnis von Judentum und Islam in seiner reichen und wechselvollen Beziehungsgeschichte.

Perspektive auf Gemeinsamkeiten und Stärkung der Beziehungen

Neben öffentlichen Veranstaltungen wie die Reihe der Ringvorlesungen wird der jüdisch-muslimische Dialog auch in zahlreichen Workshops und Gesprächskreisen im geschützten Rahmen geführt. »Der Austausch auf Augenhöhe schafft Vertrauen und ermöglicht uns, auch sensible Themen wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit auf verschiedenen Ebenen zu bearbeiten«, sagt Yasemin Shooman, Leiterin der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin.

Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Angehörigen verschiedener Minderheiten

Darüber hinaus bieten die Akademieprogramme eine Plattform für nationale und internationale Fachdiskussionen zu aktuellen Ansätzen der Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsforschung, mit der die gesellschaftliche Teilhabe von Angehörigen verschiedener Minderheiten befördert werden kann. Hierzu zählen auch Fragen der Erinnerungskultur. »Wir tragen dazu bei, die Geschichte der Migration im kollektiven Bewusstsein zu verankern«, erklärt Shooman. »Dies ist auch ein aktuelles jüdisches Thema. Die jüdischen Gemeinden in Deutschland setzen sich heute zu 90 Prozent aus russischsprachigen Einwanderinnen und Einwanderern sowie ihren Nachkommen zusammen. Ihre Erfahrungen weisen in vielerlei Hinsicht Schnittmengen mit anderen migrantischen Communities auf«.

Jubiläumsprogramm am 2. Dezember

Das Jubiläumsprogramm am Sonntag bietet ab 11 Uhr Einblicke in das breite Themenspektrum der Akademieprogramme, darunter eine Filmvorführung zu den Black Panthers in Israel, gesellschaftspolitische Podiumsdiskussionen zu Religion und Feminismus, zu zeitgenössischen jüdischen Identitäten oder der Frage, ob wir angesichts des europaweiten Rechtsrucks in »präfaschistischen Zeiten« leben. Zu den Referentinnen und Referenten zählen der Regisseur Sami Shalom Chetrit, die Sozialwissenschaftlerinnen Anastassia Pletoukhina, Amani Abuzahra und Ruth Zeifert, Rabbiner Konstantin Pal, die Film- und Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg, Migrationsforscherin Naika Foroutan, Rechtsextremismusexperte Gideon Botsch sowie die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums München Mirjam Zadoff.

Um 15:30 Uhr präsentiert der Comedian Fatih Çevikkollu Gesellschaftssatire. Chanukka-Spezialitäten und arabisches Streetfood sorgen für kulinarische Vielfalt. Zum Abschluss des Fests um 20 Uhr spielt die Berlin Oriental Group ein Konzert.

Für Kinder gibt es eine Betreuung: Neben einer Mal- und Kuschelecke können sie in einem Workshop Schattentheater-Techniken ausprobieren oder Plätzchen in der Weihnukka-Bäckerei backen.

Das vollständige Programm der Veranstaltung finden Sie auf der Website des Jüdischen Museums Berlin.

Das vollständige Programm der Veranstaltung als PDF zum Download
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deutsch
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Datum 2. Dezember 2018
Ort W. Michael Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Zeit 11-21 Uhr

Weitere Informationen zu den Akademieprogrammen auf unserer Website unter: www.jmberlin.de/akademie

Interviewwünsche mit Dr. Yasemin Shooman, Leiterin der Akademieprogramme richten Sie bitte an presse@jmberlin.de.

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)