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Der März 2026 im JMB

Pressemitteilung vom Fr, 30. Jan 2026

Im März steht weiterhin die Ausstellung Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen, die mit besonderen Veranstaltungen vertieft wird, im Zentrum. An zwei Tagen ist Lanzmanns monumentales filmisches Hauptwerk Shoah in voller Länge zu sehen. Rundgänge durch die Lanzmann-Ausstellung – darunter eine Kuratorinnenführung und spezielle Audio-Formate für Blinde, Sehbehinderte und Sehende – vertiefen den Blick auf Lanzmanns Recherchearbeit und die Besonderheiten historischer Tonquellen. Literarisch ergänzt wird das Programm durch den JMB Buchclub zu Anna Langfus’ Roman Gepäck aus Sand, der das Nachwirken der Schoa auf Überlebende thematisiert.

In der Dauerausstellung widmen sich zwei Themenführungen den jüdischen Festen Purim und Pessach und beleuchten zugleich die Tora, ihre Auslegung und ihre Bedeutung in der Gegenwart. Mehrere inklusive Formate, darunter eine Klang- und Tastführung sowie eine Führung für Menschen mit Demenz, eröffnen zusätzliche Zugänge zur jüdischen Religion und Kultur.

Kontakt

Dr. Margret Karsch
Pressesprecherin
T +49 (0)30 259 93 419
presse@jmberlin.de

Melanie Franke
Pressereferentin
T +49 (0)30 25 993 340
presse@jmberlin.de

Postadresse

Stiftung Jüdisches Museum Berlin 
Lindenstraße 9–14 
10969 Berlin

In der Reihe Paradoxien der Demokratie wird über die anhaltende Wirkung von Carl Schmitts „Freund-Feind“-Denken diskutiert – mit Raphael Gross (DHM), Anna-Bettina Kaiser (HU Berlin) und Jan-Werner Müller (Princeton), moderiert von Mariam Lau (DIE ZEIT).

Zum Tag der Archive stellen Archivar*innen des JMB in zwei Show & Tell-Formaten ausgewählte Beispiele aus den Familiensammlungen vor und erzählen die Geschichten hinter den Dokumenten.

Außerdem präsentiert das JMB die erste Biografie Fred Steins in einer Lesung mit dem Autor Daniel Siemens. Im Anschluss gibt Theresia Ziehe Einblick in die Museumssammlung zum Fotografen.

Veranstaltungen

AKADEMIE

Die Krise der liberalen Demokratie – Wer rettet uns vor Carl Schmitt?
Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe
Paradoxien der Demokratie

Do, 5. Mär, 19 Uhr, Auditorium in der W. M. Blumenthal Akademie

Demokratien stehen weltweit unter Druck. Doch warum scheitern sie, und führt das automatisch in den Autoritarismus? Ein Panel des Jüdischen Museums Berlin untersucht die ideengeschichtlichen Spuren des Anti-Liberalismus, von Carl Schmitts „Freund-Feind“-Denken bis zu dessen Einfluss auf heutige Politik in den USA und Europa.

Dabei wird auch Hans Kelsens demokratietheoretischer Gegenentwurf aus jüdischer Perspektive thematisiert. Es diskutieren Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Anna-Bettina Kaiser, Verfassungsrechtlerin an der Humboldt-Universität, und Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler an der Princeton University. Die Moderation übernimmt Mariam Lau von DIE ZEIT.

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AKADEMIE

Alte Heimat – neue Heimat
Show & Tell zum Tag der Archive 2026

So, 8. Mär, 11 + 13 Uhr, Altbau EG, Glashof

Zum Tag der Archive stellen Archivar*innen des Jüdischen Museums Berlin (JMB) in zwei Show & Tell-Formaten ausgewählte Beispiele aus den Familiensammlungen vor und erzählen die Geschichten hinter den Dokumenten. Fragen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung sind in vielen Sammlungen des JMB-Archivs zentral. Sie dokumentieren Migrationsbewegungen – nicht nur, aber vor allem von Emigration und Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Tags der Archive statt, der alle zwei Jahre vom Verband der deutschen Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) veranstaltet wird.

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AKADEMIE

Shoah
Filmscreening im Rahmen der Ausstellung
Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

Sa + So, 7. + 8. Mär, jeweils ab 12 Uhr, Altbau EG, Auditorium im JMB

Begleitend zur Ausstellung Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen zeigt das Jüdische Museum Berlin Lanzmanns filmisches Hauptwerk Shoah (1985) in voller Länge. Der über neunstündige Film gilt als einzigartiges Monument der Auseinandersetzung mit der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden. Ohne historisches Bildmaterial zu verwenden, richtet Shoah den Blick auf Erinnerung, Landschaften und die Schwierigkeit, das Unsagbare in Worte zu fassen. 

Der Film, 2023 gemeinsam mit Lanzmanns Audio-Archiv in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen, wird in Kooperation mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. gezeigt.

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JMB Buchclub mit Anna Langfus: Gepäck aus Sand
Im Rahmen der Ausstellung Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

Mi, 18. Mär, 18:30 Uhr, Auditorium in der W. M. Blumenthal Akademie

In ihrem preisgekrönten Roman Gepäck aus Sand (Originaltitel: Les bagages de sable) aus dem Jahr 1962 erzählt die Autorin Anna Langfus vom Nachwirken der Schoa auf die Überlebenden und von der Unmöglichkeit, der Vergangenheit zu entfliehen. Im JMB Buchclub wird dieser stille, poetische Text im Rahmen der Ausstellung Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen vorgestellt und besprochen. Moderiert wird dieser Buchclub von der Übersetzerin des Romans Patricia Klobusiczky.

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Fred Stein – Fotograf, Exilant und Chronist des 20. Jahrhunderts
Buchvorstellung und Gespräch mit Daniel Siemens und Theresia Ziehe

Do, 26. Mär, 19 Uhr, Auditorium in der W. M. Blumenthal Akademie

Das JMB lädt ein, den Blick hinter die Kamera zu werfen: Wer war Fred Stein, der Mann, der Ikonen wie Hannah Arendt oder Albert Einstein in unvergesslichen Porträts festhielt? Autor Daniel Siemens präsentiert die erste Biografie des 1933 aus Dresden geflohenen Fotografen, dessen Werk das Museum bereits 2013 in einer großen Retrospektive würdigte. Im Anschluss gibt Theresia Ziehe, Kuratorin für Fotografie am JMB, exklusive Einblicke in Steins künstlerisches Vermächtnis, darunter sein unvollendetes Projekt Das war nicht unser Deutschland aus der Museumssammlung.

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Führungen

DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung Ritual und Religion: Purim
Öffentliche Führung

So, 1. Mär, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

In dieser besonderen Themenführung steht das jüdische Fest Purim im Mittelpunkt, das an die Rettung der Jüdinnen und Juden im antiken Persien erinnert und bis heute als fröhliches Fest mit Lesungen aus dem Buch Ester begangen wird. Darüber hinaus geht es in der Führung um die Tora als Heilige Schrift des Judentums, ihre Auslegung und ihre Bedeutung in der Gegenwart.

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DAUERAUSSTELLUNG

Judentum erklingt Klang- und Tastführung für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung

Mi, 11. Mär, 15–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

Der Rundgang durch die Dauerausstellung thematisiert Religion und Rituale anhand unterschiedlicher Sinneseindrücke. Die Besucher*innen ertasten oder riechen Objekte und hören Klangstationen, die sie die vielstimmige jüdische Kultur und Religion erfahren lassen.

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DAUERAUSSTELLUNG

Bilder machen Leute
Eine Führung für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung

Mo, 12. Mär, 14–16:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

Nach einem Kennenlernen bei Challa und Kaffee besucht die Gruppe den Ausstellungsraum Bilder machen Leute und betrachtet gemeinsam drei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert.

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AUSSTELLUNG

Öffentliche Führung
Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

So, 22. Mär, 11–12:30 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer

Zum ersten Mal wird das Audio-Archiv von Claude Lanzmann, dem französischen Filmemacher und Chronisten der Schoa, öffentlich zugänglich. Die Führung gibt Einblicke in Lanzmanns Rechercheprojekt und führt in die Besonderheiten beim Hören von historischen Audioquellen ein.

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AUSSTELLUNG

Kuratorinnenführung mit Dr. Tamar Lewinsky
Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

Mi, 25. Mär, 16–17:30 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer

Die Sammlung Lanzmann umfasst mehr als 150 bisher unbekannte Kompaktkassetten mit Aufnahmen, die während der langjährigen Recherchen für den Film Shoah (1985) entstanden. Tamar Lewinsky führt in der audiofokussierten Ausstellung in diesen besonderen Bestand ein und gibt Einblick in Claude Lanzmanns Projekt und Arbeitsweise.

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AUSSTELLUNG

Audio-Führung für Blinde und Sehende
Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

Do, 26. Mär, 15–17 Uhr
Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie,
Meeting Point im Foyer

Über Kopfhörer können die Teilnehmenden Audios anhören und dabei das Verhalten von Überlebenden und Täter*innen erkennen. Vor und nach dem Hören besteht Raum, Beobachtungen und Eindrücke zu besprechen und die Wirkung der Aufnahmen in der Gegenwart zu reflektieren.

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DAUERAUSSTELLUNG

Themenführung Ritual und Religion: Pessach
Öffentliche Führung

So, 29. Mär, 11–12:30 Uhr
Meeting Point im Foyer

In dieser besonderen Themenführung steht das jüdische Fest Pessach im Mittelpunkt, das an die Befreiung der Jüdinnen und Juden aus der ägyptischen Sklaverei erinnert. Pessach ist eines der wichtigsten Feste des Jahres, welches orthodoxe und säkulare Jüdinnen und Juden bis heute feiern. Darüber hinaus geht es in der Führung um die Tora als Heilige Schrift des Judentums, ihre Auslegung und ihre Bedeutung in der Gegenwart.

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Laufende Ausstellungen

Ausstellung

Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen

bis 12. Apr 2026
JMB, Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie

Zum 100. Geburtstag von Claude Lanzmann (1925–2018) präsentiert das JMB eine Ausstellung, die Geschichte hörbar macht: Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen. Zum ersten Mal wird das Audio-Archiv zu Lanzmanns weltberühmtem Dokumentarfilm Shoah (1985) öffentlich zugänglich. Die Aufnahmen dokumentieren die zahlreichen Gespräche, die Lanzmann und seine Mitarbeiterinnen Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy in den 1970er-Jahren während der mehrjährigen Recherchen vor Beginn der Dreharbeiten führten. 

Ende 2021 schenkte die Association Claude et Felix Lanzmann (A.C.F.L.), vertreten durch Dominique Lanzmann, dem JMB Lanzmanns Audio-Archiv, das nun unsere Sammlung Lanzmann bildet. Das JMB hat die 152 Audiokassetten digitalisiert und die Audiomitschnitte transkribiert. Die Sammlung Lanzmann zählt seit 2023 gemeinsam mit Shoah zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden am 4., 11. und 27. Januar um 11 Uhr auf Deutsch statt.

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Dauerausstellung

Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland

Die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt auf 3.500 Quadratmetern die 1.700-jährige Geschichte der Juden in Deutschland. Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten – vom Mittelalter bis heute. Vielstimmig und interaktiv thematisiert die Ausstellung Zugehörigkeit und Ausgrenzung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zu Gewalt. Der Rundgang wechselt zwischen historischen Epochen und jüdischen Themen jenseits geografischer und zeitlicher Grenzen: Was ist im Judentum heilig? Was bedeutet der Schabbat? Acht thematische Inseln laden Besucher*innen ein, sich mit allen Sinnen in jüdische Kultur und Religion zu vertiefen.

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Ort für Kinder

ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin

ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin lädt Kinder im Kita- und Grundschulalter zum Entdecken, Ausprobieren und Spielen ein. ANOHA nimmt die Erzählung der Arche Noah aus der Tora als Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, 150 verschiedene Tierskulpturen – und die Kinder selbst. Sie sind eingeladen, an Bord zu gehen und mit ihrer Fantasie die Geschichte der Arche Noah neu lebendig werden zu lassen. Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? ANOHA ermutigt Kinder, eigene Visionen zu entwickeln – inspiriert vom jüdischen Konzept „Tikkun Olam“, das jeden Einzelnen auffordert, die Welt ein Stück besser zu machen. 

Öffentliche Führungen für Erwachsene finden jeden Sonntag um 14:45 Uhr statt.

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