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Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Boris Lurie

Künstler

Boris Lurie (1924-2008) war ein US-amerikanischer Künstler. In seinen viel diskutierten und umstrittenen Arbeiten forderte er von der Kunst mehr politische Relevanz. In radikaler Sprache kritisierte er eine in seinen Augen oberflächliche Kunst, die einer Auseinandersetzung mit drastischen Themen wie Krieg und Gewalt aus dem Weg gehe.

Boris Lurie, der 1924 als Sohn einer jüdischen Familie in Leningrad geboren wurde und in Riga aufwuchs, überlebte gemeinsam mit seinem Vater mehrere Ghettos und Konzentrationslager, unter anderem Stutthof und Buchenwald. Seine Mutter, Großmutter, jüngere Schwester und seine Jugendliebe wurden 1941 bei einer Massenerschießung ermordet. Diese Erfahrungen haben Boris Luries Leben nachhaltig geprägt.

1946 wanderte er mit seinem Vater nach New York aus. Mit einer Gruppe befreundeter Künstler gründete er 1959 die NO!art-Bewegung, die sich dem Abstrakten Expressionismus und der Pop-Art, vor allem aber der Ökonomisierung der Kunst entgegenstellte und sich politischen Themen wie etwa Rassismus, Sexismus und Konsumkultur widmete.

Boris Lurie (1924–2008)

Mehr bei Wikipedia

Boris Lurie Art Foundation – mit virtueller Galerie

Mehr zum Künstler auf borislurieart.org
Virtuelle Galerie auf borislurieart.org

Boris Lurie, stehend

Boris Lurie in seinem Studio, 1957; Boris Lurie Art Foundation, New York – Foto: Betty Holiday

Cilly Kugelmann, leitende Kuratorin unserer Dauer­ausstellung, über ein postkarten­großes Werk von Boris Lurie, das Teil der JMB-Sammlung ist; Jüdisches Museum Berlin 2020

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