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Besucher*innen in einer Ausstellung mit großformatigen bunten Fotografien an den quer im Raum stehenden Wänden

Inszenierungen des Jüdischen

Artist Talk mit dem Fotografen Frédéric Brenner (in englischer Sprache, Video-Mitschnitt verfügbar)

„[…] als wäre ich in ein Straßentheaterstück hineingestolpert, ein Erlösungsdrama, das in eines der berühmten Opernhäuser der Stadt passen würde, teils Moralitätenspiel, teils Maskenstück, teils Gedächtnis­theater – alles dargeboten über einem Abgrund. […] [Das] Judentum [wird] überall inszeniert und zelebriert, vom Theater über Klezmer bis zur jüdischen Küche, doch dieses „jüdische Revival“ fühlt sich oft weniger wie ein Akt der Heilung als vielmehr wie eine neue Form der Entstellung an […].“

(Frédéric Brenner in seinem Essay zur Ausstellung ZERHEILT)

Mitschnitt verfügbar

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Mitschnitt vom 2. März 2022 (in englischer Sprache); Jüdisches Museum Berlin 2022

Im Artist Talk spricht der Fotograf Frédéric Brenner mit dem Historiker Daniel Schönpflug über die Verortung seiner Arbeit ZERHEILT, die aktuell im Jüdischen Museum Berlin zu sehen ist: Ist der fotografische Essay Teil einer Inszenierungspraxis des Jüdischen? Oder sind die Fotografien Widerhall eines Abschieds, vielleicht Ausdruck eines Neuanfangs? Verlieren Jüdinnen und Juden für die Deutschen bereits ihre symbolische Funktion?

In seinem fotografischen Essay ZERHEILT erkundet der international renommierte Fotograf Frédéric Brenner Berlin als Bühne verschiedener Inszenierungen des Jüdischen. Die Ausstellung bietet fragmentarische Einblicke in das Leben in dieser Stadt voller Paradoxien, Dissonanzen, Leerstellen und widerstreitender Narrative zwischen Vergangenheitsbewältigung und dem Wunsch nach Erlösung.

Frédéric Brenner

Frédéric Brenner ist bekannt für seine foto­grafische Erforschung von Sehnsucht, Zugehörigkeit und Ausgeschlossensein. In seinen Arbeiten schafft er ein visuelles Gedächtnis jüdischer Menschen der Gegenwart.

Daniel Schönpflug

Daniel Schönpflug ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin und Wissenschaftlicher Koordinator des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Foto von Frédéric Brenner im Halbprofil, sitzend im gelben Hemd

Frédéric Brenner; Foto: Ali Ghandtschi

Was, wann, wo?

  • Wann Mi, 2. Mär 2022, 19:30 Uhr
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

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