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Der Besuch des Museums ist nur mit einem Zeitfenster-Ticket möglich, das Sie in unserem Online-Shop erhalten.

Frédéric Brenner – ZERHEILT

Foto­ausstellung

Tryptichon aus drei Fotografien: 1. Person vor Staffelei in einem Kellerraum, 2. Person alleine im Parkett eines leeren Theaterraums, 3. zwei Personen auf Tischen in einem Raum mit Stuck und Kronleuchter

Aus dem fotografischen Essay ZERHEILT von Frédéric Brenner; Jüdisches Museum Berlin, erworben mit Unterstützung der Freunde des Jüdischen Museums Berlin

Mit seiner Kamera nimmt der international renommierte Fotograf Frédéric Brenner seit über 40 Jahren die vielfältigen Formen jüdischen Lebens in der Diaspora und dessen Repräsentationen in den Blick.

Brenners neuer foto­grafischer Essay ZERHEILT ist zwischen 2016 und 2019 entstanden. Darin erkundet er Berlin als Bühne verschiedener Inszenierungen des Jüdischen und porträtiert Orte und Individuen – Neu­ankömmlinge, Alt­eingesessene, Konvertit*innen, Zu­wander*innen und andere, die sich in Berlin nieder­gelassen haben oder auch nur vorüber­gehend hier leben. Dabei hinter­fragt er stereotype Bilder und Vorstellungen, um neue Perspektiven zu eröffnen – auf Menschen und Fragen, die sich um die jüdisch-deutsche Geschichte drehen.

3. Sep 2021 bis 13. Mär 2022

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Libeskind-Bau ist grün markiert

Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

„Ich mache Bilder, um Bilder zu brechen.“ (Frédéric Brenner)

Seine Bild­sprache entwickelt Frédéric Brenner nach ausgiebigen Recherchen, aus Beob­achtungen und zahl­reichen Gesprächen. Foto­grafieren bedeutet für ihn vor allem Begegnung mit Individuen, denen er Raum gibt, sich selbst in Szene zu setzen.

Brenner erhebt nicht den Anspruch einer erschöpfenden Dokumentation des Status quo jüdischen Lebens in Deutschland oder gar einer visuellen Definition eines zeitgenössischen „Jüdischseins“. Seine Bilder bieten vielmehr fragmen­tarische Einblicke in das Leben in dieser Stadt voller Paradoxien, Dissonanzen, Leer­stellen und wider­streitender Narrative zwischen Vergangenheits­bewältigung und dem Wunsch nach Erlösung.

Brenners Fotografien zeigen viel­stimmige, manchmal bizarre und verstörende Impressionen von Ortlosig­keit und Ent­fremdung, die – als Betrachtung der Conditio humana im Allgemeinen – weit über die jüdische Geschichte oder die Geschichte Berlins hinaus­weisen. „Ich mache Bilder, um Bilder zu brechen“, so formuliert Frédéric Brenner seine Einladung an Betrachter*innen, die Eindrücke zu immer wieder neuen Geschichten zu verknüpfen.

Der Fotoessay ZERHEILT wird in dieser Ausstellung erstmalig gezeigt.

Wir danken den Freunden des Jüdischen Museums Berlin für den Ankauf der Fotoserie für die Sammlung des JMB.

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    3. Sep 2021 bis 13. Mär 2022

  • Eintritt

    frei
    Der Besuch des Museums ist nur mit einem Zeitfenster-Ticket für die Dauerausstellung möglich, das Sie in unserem Online-Shop erhalten.

  • Wo

    Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
    Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
    Zum Lageplan

  • Hinweis

    Aktuelle Corona-Richtlinien, die Sie bei Ihrem Besuch ggf. beachten müssen, finden Sie auf dieser Website unter Rund um den Besuch.

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