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Ausschnitt aus einem Ölgemälde: Porträt von Moses Mendelssohn im Halbprofil, die Augen sind auf die Betrachtenden gerichtet, das linke ist durch einen roten Rahmen hervorgehoben.

„Wir träumten von nichts als Aufklärung“

Moses Mendelssohn – Ausstellung

Zuwanderer, Aufklärer und Selfmade-Intellektueller: Moses Mendelssohn war schon zu seiner Zeit eine europäische Berühmt­heit und ist bis heute eine zentrale Gestalt des deutschen Judentums.

Die Ausstellung erzählt von Mendelssohns Leben in Berlin und zeigt ihn inmitten einer Zeit des Umbruchs und Aufbruchs als Integrations­figur polarisierender Kräfte.

14. Apr bis 11. Sep 2022

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau 1. OG
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Mit seinen christlichen und jüdischen Freund*innen diskutiert Moses Mendelssohn Fragen aus Philosophie und Politik. Als Autor fordert er sein Publikum zum kritischen Denken auf. Als gesetzes­treuer Jude verbindet er die Tradition mit den Ideen der Aufklärung, engagiert sich für weltliche Bildung und Gleich­berechtigung seiner „jüdischen Nation“. Seine Übersetzung der Tora macht religiöses Wissen allen zugänglich.

Die Ausstellung präsentiert die Epoche der Aufklärung als Umbruchs­labor: Menschen­rechte, Meinungs­freiheit und die Viel­falt individueller Lebens­entwürfe werden formuliert und eingefordert. Mit seinen Argumenten für die Emanzipation der Jüdinnen*Juden, für Minder­heiten­rechte und die Trennung von Staat und Religion eröffnet Mendelssohn Wege in die Moderne – und provoziert bis heute Fragen zur jüdischen Identität.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach beim Festakt zur Eröffnung der Ausstellung.

Ölgemälde: Porträt von Moses Mendelssohn im Halbprofil in einem gemalten ovalen Rahmen dargestellt, die Augen sind auf die Betrachtenden gerichtet.

Johann Christoph Frisch, Porträt Moses Mendelssohn, Berlin 1783; Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2013/355/0, Foto: Roman März. Weitere Informationen zu diesem Gemälde finden Sie in unseren Online-Sammlungen.

Ausstellungseröffnung mit Direktorin Hetty Berg und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier; Jüdisches Museum Berlin 2022

Begleitprogramm: Wie aufgeklärt sind wir heute?

Mit der europäischen Aufklärung entwickelte sich um den Philosophen Moses Mendelssohn die Haskala, also die jüdische Aufklärung. Warum ist das für uns heute interessant? Weil viele der Konflikte, die er vor rund 250 Jahren formulierte, heute noch immer ausgetragen werden, weil uns viele der Fragen, die er damals stellte, immer noch umtreiben: Wie redet man mit Anders­denkenden? Wie kontert man Fake News? Kann man durch Bildung alles erreichen? Schwächt Integration die kulturelle Identität? Mit seinen Argumenten für Minder­heitenrechte und für die Trennung von Staat und Religion eröffnete Mendelssohn Wege in die Moderne.

Moderiert von Frederek Musall und mit wechselnden Diskussions­partner*innen greift das Begleit­programm zur Ausstellung aktuelle Fragen und Diskurse anhand von Texten von Moses Mendelssohn auf. Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf dieser Website.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft, Berlin.

Pro­gramm der Mendels­sohn-Gesellschaft

Neben dem Jüdischen Museum Berlin bietet auch die Mendels­sohn-Gesell­schaft Veran­staltungen zur Aus­stellung an.
Informationen und Anmeldung

Die Ausstellung wird gefördert durch

LOTTO-Stiftung Berlin (Logo)

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    14. Apr bis 11. Sep 2022

  • Eintritt

    8 €, ermäßigt 3 €, frei u.a. für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
    Weitere Informationen können Sie unserer Preisliste entnehmen.
    Zum Ticketshop

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
    Zum Lageplan

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Begleitprogramm zur Ausstellung: „Wir träumten von nichts als Aufklärung“ – Moses Mendelssohn (10)