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Portrait Moses Mendelssohn und Grafik

Mendelssohn-Diskurse

Medien­revolution – Öffentlich­keit, Celebrity, Bilder­flut (mit Video-Mitschnitt, in englischer Sprache)

Die Medien­öffentlichkeit unter­liegt im 21. Jahr­hundert einem radikalen Wandel. Ähnlich war es Ende des 18. Jahr­hunderts in Europa: Die Entstehung zahl­reicher neuer Medien wie Zeitungen und Zeit­schriften beeinflusste das gesellschaft­liche und politische Leben der Zeit. Jenseits der Fürsten­höfe entstand in Cafés und Gelehrten­clubs eine neue Öffentlichkeit. Eine regelrechte Publikations­welle verschaffte den Ideen der Aufklärung eine ganz neue und breite Sichtbar­keit und machte ihre Protagonisten zu „Celebrities“. Allen voran Moses Mendelssohn: Der Berliner Philosoph aus Dessau fand mit ungezählten Veröffent­lichungen in damals populären Zeit­schriften wie den Briefen, die neueste Literatur betreffend weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus Anklang. Von Reproduktionen der ersten Miniatur 1767 bis zum berühmten Porträt von Anton Graff wurde Moses Mendelssohn quer durch Europa außergewöhnlich häufig abgebildet – vergleichbar mit Albert Einstein, dessen Konterfei Eingang in die heutige Popkultur fand.

Mitschnitt verfügbar

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Caspar Battegay (Universität Basel) und Shmuel Feiner (Bar Ilan Universität) sprechen mit der Kuratorin Inka Bertz (Jüdisches Museum Berlin) und Frederek Musall (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) über die Medien­revolution, wie Bilder Projektionen schaffen und bedienen, und wie sich Öffentlich­keit konstituiert.

Video-Mitschnitt vom 5. Juli 2022 um 19 Uhr, in englischer Sprache; Jüdisches Museum Berlin

Panelist*innen

Caspar Battegay ist Literatur- und Kulturwissenschaftler. Er forscht zur deutsch-jüdischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zu jüdischer Identität in der Popkultur von Leonard Cohen bis „Transparent“. Neuere Publikationen sind der Band Connected Jews: Expressions of Community in Analogue and Digital Culture mit Simon Bronner und Geschichte der Möglichkeit. Utopie, Diaspora und die jüdische Frage.

Porträt von Caspar Battegay

Caspar Battegay

Shmuel Feiner ist Professor für Modern Jewish History an der Bar Ilan Universität, Israel, Chairman des Samuel Braun Chair for the History of the Jews in Germany, Chairman der Historical Society of Israel sowie Herausgeber von Zion. Zu seinen Publikationen gehören The Jewish Enlightenment; Moses Mendelssohn; The Origins of Jewish Secularization in Eighteenth Century Europe; The Jewish Eighteenth Century: A European Biography, Volume 1, 1700–1750 und Volume 2, 1750–1800.

Pro­gramm der Mendels­sohn-Gesellschaft

Neben dem Jüdischen Museum Berlin bietet auch die Mendels­sohn-Gesell­schaft Veran­staltungen zur Aus­stellung an.
Informationen und Anmeldung

Porträt von Shmuel Feiner

Shmuel Feiner

Was, wann, wo?

  • Wann Di, 5. Jul 2022, 19 Uhr
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

    Zum Lageplan
  • Eintritt

    6 €, erm. 3 €

  • Restkarten Sollte die Veranstaltung ausgebucht sein, lohnt sich, an der Abendkasse nach nicht abge­holten Tickets zu fragen. Diese werden ca. 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn ausgegeben.

    Corona-HinweiseBitte beachten Sie bei einer Teilnahme vor Ort die aktuellen Hygienemaßnahmen im Jüdischen Museum Berlin.

    SpracheDie Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

    LivestreamDie Veranstaltung wird live gestreamt. Sie finden den Livestream dann auf dieser Seite und auf unserem YouTube-Kanal.

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