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Bereits ausgewandert

Unge­wöhnliche Objekte unserer Dauer­­ausstelllung erzählen Geschichten jüdischen Lebens

Sechs MItgliedsausweise der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, abgestempelt 1949

Nicht abgeholte Mitgliedsausweise der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, 1949; Jüdisches Museum Berlin, Fotos: Roman März

Fast 1.000 Displaced Persons, heimatlos gewordene Überlebende und Flüchtlinge, lebten nach Kriegsende mit ihren Kindern in Frankfurt am Main. 1949 wurden sie in die Jüdische Gemeinde integriert und sollten neue Mitglieds­ausweise erhalten.

Zwei Drittel dieser Ausweise wurden nie abgeholt. Sie tragen keinerlei Gebrauchsspuren. Vermutlich hatten ihre Besitzer*innen Deutschland bereits in Richtung Israel oder USA verlassen.

Dauerausstellung: 13 Dinge – 13 Geschichten (13)

13 Dinge – 13 Geschichten

Ein Tora-Schild, eine Skulptur, ein Kissen: 13 ungewöhnliche Objekte erzählen 13 Geschichten jüdischen Lebens. Eine Tour der JMB App führt quer durch unsere Dauerausstellung zu Hinguckern aller Art, manche klein, manche groß. Was wäre ein Museum ohne seine vielen Dinge, jedes reich an Bedeutung? Einen Vorgeschmack auf die Objekte bekommen Sie auch hier auf unserer Website.

L’amitié au coeur (Herzens­freund­schaft)

Étienne-Maurice Falconet (1716–1791), Paris, 1765, Marmor

Memmelsdorfer Genisa

Memmels­dorf (Fundort), ca. 1725–1830, Papier, Tinte, Textil, Leder, Porzellan

Tora-Schild

gestiftet von Isaak Jakob Gans (1723–1798), Hamburg, 1760–1765, Silber

Schewirat ha-Kelim (Bruch der Gefäße)

Anselm Kiefer, 1990–2019, Blei, Eisen, Glas, Kupfer­draht, Holzkohle und Aquatec

Familienbild Manheimer

Julius Moser (1805–1879), Berlin, 1850, Öl auf Leinwand

Puppen­spiel

König Salomo und die Königin von Saba, Käte Baer-Freyer (1885–1988), Berlin, ca. 1924, Sperrholz, Metalle

Zier­kissen

Daniel Josefsohn (1961–2016), Berlin, 2014/15

Silber aus ehemals jüdischem Besitz

Provenienz: bis 1939 unbekannter jüdischer Besitz, 1939, Finanzbehörde Hamburg

Abschieds­geschenk

Album zum Abschied von Margot (1913–2010) und Ernst Rosenthal (1898–1971), Bruno Heidenheim (gest. 1940), Chemnitz, 1936

Hand­wasch­becken

Hersteller: S. & D. Loewenthal, Frankfurt am Main, 1895–1996, Silber

Bereits ausgewandert

Nicht abgeholte Mitgliedsausweise der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, 1949

Komposition

Otto Freundlich (1878–1943), 1938, Tempera auf Karton

„Judenstern“

aus dem Besitz der Familie Lehmann, Berlin, 1941–1945