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Derzeit sind das Jüdische Museum Berlin, die Bibliothek, das Archiv und der Museumsshop sowie das Museumscafé aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Abschieds­geschenk

Ungewöhnliche Objekte unserer Dauer­ausstellung erzählen Geschichten jüdischen Lebens

Ende 1936 verließen Ernst und Margot Rosenthal Deutschland und emigrierten in die USA, in der Hoffnung auf ein Leben ohne Diskriminierung und Verfolgung.

Aufgeschlagenes Album mit Bildern der Skyline von Chicago, eines Wolkenkratzers und ein gemalter Kopf mit Federschmuck sowie handschriftlicher Text

Bruno Heidenheim (gest. 1940): Album zum Abschied von Margot (1913–2010) und Ernst Rosenthal (1898–1971), Chemnitz, 1936; Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2017/285/0, Schenkung von Karin und Steve Rosenthal, Foto: Roman März

Um ihnen den Abschied leichter zu machen, schenkte ihnen die befreundete Familie Heidenheim den „Kleinen Knigge für große Leute“, ein liebevoll collagiertes Album aus selbst­gedichteten Merk­sprüchen und aus­geschnittenen Zeitungs­bildern. Augen­zwinkernd sollte es die Rosenthals auf ihr neues Gast­land vorbereiten.

Our Stories: „Ade, Ade vergesst uns net, wir geben euch den Segen mit. Glück sei die Ernte überm‘ Meer, glaub mir uns fällt der Abschied schwer.“ Aubrey Pomerance, Leiter des Archivs und Kurator für die neue Dauerausstellung, erzählt von diesem Zeugnis einer engen Freundschaft und zwei unterschiedlichen Lebenswegen. Zur gesamten Video-Reihe Our Stories. Zum Album in unseren Online-Sammlungen.

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Dauerausstellung: 13 Dinge – 13 Geschichten (13)

13 Dinge – 13 Geschichten

Ein Tora-Schild, eine Skulptur, ein Kissen: 13 ungewöhnliche Objekte erzählen 13 Geschichten jüdischen Lebens. Eine Tour der JMB App führt quer durch unsere Dauerausstellung zu Hinguckern aller Art, manche klein, manche groß. Was wäre ein Museum ohne seine vielen Dinge, jedes reich an Bedeutung? Einen Vorgeschmack auf die Objekte bekommen Sie auch hier auf unserer Website.

Weibliche Statue mit Rostspuren, der der Kopf fehlt

L’amitié au coeur (Herzens­freund­schaft)

Étienne-Maurice Falconet (1716–1791), Paris, 1765, Marmor

Verschiedene zerknitterte Schriftstücke mit hebräischen Buchstaben, ein Schuh und eine Tasche

Memmelsdorfer Genisa

Memmels­dorf (Fundort), ca. 1725–1830, Papier, Tinte, Textil, Leder, Porzellan

Silbernes Tora-Schild mit vergoldeten Säulen und Löwen, die Gesetzestafeln halten

Tora-Schild

gestiftet von Isaak Jakob Gans (1723–1798), Hamburg, 1760–1765, Silber

Skulptur einer Bibliothek aus Blei mit hineingesteckten Glasscherben

Schewirat ha-Kelim (Bruch der Gefäße)

Anselm Kiefer, 1990–2019, Blei, Eisen, Glas, Kupfer­draht, Holzkohle und Aquatec

Ölgemälde einer Familienszene mit zum Klavier tanzenden Kindern in weißen Kleidern

Familienbild Manheimer

Julius Moser (1805–1879), Berlin, 1850, Öl auf Leinwand

Spielfigur mit Krone und beweglichen Einzelteilen, die mit Nieten miteinander verbunden sind

Puppen­spiel

König Salomo und die Königin von Saba, Käte Baer-Freyer (1885–1988), Berlin, ca. 1924, Sperrholz, Metalle

Weißes Kissen mit blauer Aufschrift

Zier­kissen

Daniel Josefsohn (1961–2016), Berlin, 2014/15

Glasvitrine voller Geschirr, Besteck und sonstiger Gegenstände aus Silber

Silber aus ehemals jüdischem Besitz

Provenienz: bis 1939 unbekannter jüdischer Besitz, 1939, Finanzbehörde Hamburg

Aufgeschlagenes Album mit Bildern der Skyline von Chicago, eines Wolkenkratzers, Zeichnung und handgeschriebenem Text

Abschieds­geschenk

Album zum Abschied von Margot (1913–2010) und Ernst Rosenthal (1898–1971), Bruno Heidenheim (gest. 1940), Chemnitz, 1936

Silbernes Handwaschbecken mit Blüten und Ornamenten, in der Mitte eine hebräische Inschrift

Hand­wasch­becken

Hersteller: S. & D. Loewenthal, Frankfurt am Main, 1895–1996, Silber

Mitgliedsausweis mit herzförmigem Passfoto

Bereits ausgewandert

Nicht abgeholte Mitgliedsausweise der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, 1949

Abstraktes Gemälde in Blau-, Schwarz- und Gelbtönen

Komposition

Otto Freundlich (1878–1943), 1938, Tempera auf Karton

Sechszackiger gelber Stern mit der Aufschrift „Jude“

„Judenstern“

aus dem Besitz der Familie Lehmann, Berlin, 1941–1945