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Die Stimme des Gedächtnisses

Objekttag Regensburg: Leonid Norkin

»Zeigen Sie uns Ihre Geschichte!« – dieser Einladung folgen seit vergangenem Jahr Jüdinnen*Juden, die uns für das Projekt Objekttage ihre Migrationsgeschichte erzählen.

Ein älteres Ehepaar hält ein Fotoalbum in Händen

Leonid Norkin (links), geboren 1939 in Donezk, UdSSR, heute Ukraine.
Seit 2002 in Deutschland.
Ingenieur.
Jüdisches Museum Berlin; Foto: Stephan Pramme

Die Initiatoren unserer Auswanderung nach Deutschland waren eigentlich unsere Söhne. Leider konnten sie selbst dann doch nicht mitkommen, weswegen wir nur zu zweit weggegangen sind. Gesundheitliche Gründe haben dabei auch eine Rolle gespielt. Die Erinnerungen sind das Wertvollste. Deswegen haben wir auch dieses Album mitgenommen. Seit meiner Jugend schreibe ich Gedichte. Ich habe sechs Lyrikbände und drei Prosabücher geschrieben. Seit 2007 bin ich Mitglied der Allukrainischen kreativen Vereinigung »Schriftstellerkongress der Ukraine« und vertrete diese Organisation in Regensburg. Ich schreibe auf Russisch und Ukrainisch. Einige meiner Bücher wurden ins Deutsche übersetzt. Eins meiner Werke heißt »Die Stimme des Gedächtnisses«. Darin geht es um das Andenken, um die Erinnerung an meine Nächsten. Es geht um das Leben der Juden vor der Revolution, nach der Revolution und nach dem Großen Vaterländischen Krieg. Mit diesem Buch habe ich an einem internationalen Wettbewerb vom New Yorker Harriman Institut teilgenommen und damit den zweiten Platz belegt.

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