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Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Juden im christlichen Mittel­alter und der Frühen Neuzeit

Führung

In dieser Führung stellen wir die Dauer­ausstellung mit Fokus auf den ersten historischen Epochen­raum Aschkenas vor, der die Zeit vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit behandelt. Dabei setzen wir uns auch mit der ikonischen Architektur des Museums­baus auseinander, der die Ausstellungs­räume rahmt.

Termin nach Vereinbarung

Ort

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Juden im christlichen Mittelalter

Im ersten Teil der Führung „Juden im christlichen Mittel­alter“ gehen wir gemeinsam der Frage nach, seit wann Jüdinnen*Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutsch­lands leben. Nach heutiger Erkenntnis siedelten sich die ersten jüdischen Gemeinden im nördlichen Mittel­europa an. Diese Region ist unter dem Namen „Aschkenas“ in die Geschichte eingegangen. Wie war in dieser Zeit die Beziehung von Jüdinnen*Juden zu ihrem christlichen Umfeld? Zu dieser Frage geben Quellen wider­sprüchliche Auskünfte. Während der Führung schauen wir uns diese historischen Zeugnisse an. Unter anderem tauchen wir anhand eines medialen Stadtplans in das mittel­alterliche Worms ein und erfahren, wie sich jüdischer Alltag in einer christlichen Umgebung gestaltete.

Frühe Neuzeit

Der zweite Teil der Führung legt den Fokus auf die Frühe Neuzeit. In dieser Epoche hatte die Entstehung des Buchdrucks großen Einfluss auf die jüdische Kultur. Der Wanderdrucker Chaim ben David Schachor (1490–1548) aus Prag gilt als der erste, der hebräische Texte im deutsch­sprachigen Raum gedruckt hat. Während einigen Jüdinnen*Juden in dieser Zeit der soziale Aufstieg gelang, prägte die meisten Jüdinnen*Juden ein Leben in Abhängigkeit und die Sorge, dass ihnen das Bleibe­recht entzogen wird.

Die Interaktionen mit der Ausstellung ermöglichen individuelle Erfahrungen und bieten Raum für Gespräche in der Gruppe.

Informationen für Schulgruppen

Zeichnung (Ausschnitt)

Ausstellungs­ansicht aus dem Epochen­raum Aschkenas; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Roman März

Diese Führung eignet sich für Schüler*innen der Klassen­stufen 5 bis 13. Die Teil­nehmer*innen arbeiten in Klein­gruppen zu Themen wie Fremdbild und Selbstbild, die jüdische Gemeinde oder die Pest. Dabei analysieren und interpretieren sie Medien vom Original­objekt bis zum Film.

Wir haben dieses Angebot auf folgende Module des Berliner und Branden­burger Rahmen­lehrplans für Geschichte der Klassen­stufen 7 bis 13 abgestimmt:

  • 3.1. Basismodul 7/8: Mittelalter (Christentum als bestimmende Religion, Lebenswelten)
  • 3.1. Basismodul 7/8: Frühe Neuzeit (Reformation und Glaubenskriege)
  • 3.3. Wahlmodule 7/8: Juden, Christen und Muslime (Kreuzzüge: Kontakte und Konflikte, Judenhass und Furcht vor den Osmanen: Ängste und Realpolitik in der Frühen Neuzeit)
  • Wahlbereiche zum 4. Kurshalbjahr ge-4/GE-4: Deutsch-jüdische Geschichte (Frühe Neuzeit, Absolutismus)

Um dieses Angebot auf Ihre Gruppe abzustimmen, benötigen wir bei der Buchung Informationen zum schulischen Lern­zusammenhang (Schultyp, Fach und Unterrichts­thema), in dessen Rahmen Sie mit Ihrer Gruppe ins Museum kommen. Diese Führung berücksichtigt in Inhalten und Methoden die Lern­niveaus des Rahmen­lehrplans. Es sind keine Vor­kenntnisse der Gruppe erforderlich.

Was, wann, wo?

  • AnmeldungT +49 (0)30 259 93 305 (Mo–Fr, 10–16 Uhr)
    visit@jmberlin.de

    Kosten 70 €, erm. 35 € (zzgl. Eintritt)
    Zwei Begleitpersonen sind frei, wenn sie eine Schul-, eine Azubi- oder eine Studierenden­gruppe oder eine Gruppe mit Empfänger*innen von Transfer­leistungen betreuen.

    Teilnehmer*innenzahl max. 15 Personen

    Sprachen Diese Führung bieten wir auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Hebräisch und in Leichter Sprache an.

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