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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Juden im christlichen Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Führung

In dieser Führung stellen wir die Dauerausstellung mit Fokus auf den ersten historischen Epochenraum Aschkenas vor, der die Zeit vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit behandelt. Dabei setzen wir uns auch mit der ikonischen Architektur des Museumsbaus auseinander, der die Ausstellungsräume rahmt.

Termin nach Vereinbarung

Ort

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Juden im christlichen Mittelalter

Im ersten Teil der Führung „Juden im christlichen Mittelalter“ gehen wir gemeinsam der Frage nach, seit wann Jüdinnen*Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands leben. Nach heutiger Erkenntnis siedelten sich die ersten jüdischen Gemeinden im nördlichen Mitteleuropa an. Diese Region ist unter dem Namen „Aschkenas“ in die Geschichte eingegangen. Wie war in dieser Zeit die Beziehung von Jüdinnen*Juden zu ihrem christlichen Umfeld? Zu dieser Frage geben Quellen widersprüchliche Auskünfte. Während der Führung schauen wir uns diese historischen Zeugnisse an. Unter anderem tauchen wir anhand eines medialen Stadtplans in das mittelalterliche Worms ein und erfahren, wie sich jüdischer Alltag in einer christlichen Umgebung gestaltete.

Frühe Neuzeit

Der zweite Teil der Führung legt den Fokus auf die Frühe Neuzeit. In dieser Epoche hatte die Entstehung des Buchdrucks großen Einfluss auf die jüdische Kultur. Der Wanderdrucker Chaim ben David Schachor (1490 – 1548) aus Prag gilt als der erste, der hebräische Texte im deutschsprachigen Raum gedruckt hat. Während einige Jüdinnen*Juden in dieser Zeit der soziale Aufstieg gelang, prägte die meisten Jüdinnen*Juden ein Leben in Abhängigkeit und die Sorge, dass ihnen das Bleiberecht entzogen wird.

Die Interaktionen mit der Ausstellung ermöglichen individuelle Erfahrungen und bieten Raum für Gespräche in der Gruppe.

Informationen für Schulgruppen

Zeichnung (Ausschnitt)

Ausstellungs­ansicht aus dem Epochen­raum Aschkenas; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Roman März

Diese Führung eignet sich für Schüler*innen der Klassenstufen 5 bis 13. Die Teilnehmer*innen arbeiten in Kleingruppen zu Themen wie Fremdbild und Selbstbild, die jüdische Gemeinde oder die Pest. Dabei analysieren und interpretieren sie Medien vom Originalobjekt bis zum Film.

Wir haben dieses Angebot auf folgende Module des Berliner und Brandenburger Rahmenlehrplans für Geschichte der Klassenstufen 7 bis 13 abgestimmt:

  • 3.1. Basismodul 7/8: Mittelalter (Christentum als bestimmende Religion, Lebenswelten)
  • 3.1. Basismodul 7/8: Frühe Neuzeit (Reformation und Glaubenskriege)
  • 3.3. Wahlmodule 7/8: Juden, Christen und Muslime (Kreuzzüge: Kontakte und Konflikte, Judenhass und Furcht vor den Osmanen: Ängste und Realpolitik in der Frühen Neuzeit)
  • Wahlbereiche zum 4. Kurshalbjahr ge-4/GE-4: Deutsch-jüdische Geschichte (Frühe Neuzeit, Absolutismus)

Um dieses Angebot auf Ihre Gruppe abzustimmen, benötigen wir bei der Buchung Informationen zum schulischen Lernzusammenhang (Schultyp, Fach und Unterrichtsthema), in dessen Rahmen Sie mit Ihrer Gruppe ins Museum kommen. Diese Führung berücksichtigt in Inhalten und Methoden die Lernniveaus des Rahmenlehrplans. Es sind keine Vorkenntnisse der Gruppe erforderlich.

Was, wann, wo?

  • Wann Termin nach Vereinbarung
  • Dauer 90 Minuten
  • Wo Jüdisches Museum Berlin

    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

    Zum Lageplan
  • AnmeldungTel.: +49 (0)30 259 93 305 (Mo–Fr, 10–16 Uhr)
    visit@jmberlin.de

    Kosten 70 €, erm. 35 € (zzgl. Eintritt, zwei Begleitpersonen frei)

    Teilnehmer*innenzahl max. 15 Personen

    Sprachen Diese Führung bieten wir in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Hebräisch und Leichte Sprache an.

Buchbare Führungen und Workshops: Gruppenangebote für Erwachsene (7)