Mono oder Poly? Judentum, Islam und Hinduismus

Dialogische Ringvorlesung: Der Glaube der Anderen – Weltreligionen im Spiegel von Judentum und Islam

Die zweite Veranstaltung unserer Ringvorlesung „Der Glaube der Anderen“ widmet sich der Frage: Wie blicken Jüd*innen und Muslim*innen heute auf den Hinduismus, der von der Existenz mehrerer Gottheiten ausgeht?

Die Abgrenzung von polytheistischen Religionsformen und dem „Götzendienst“ hat das Judentum seit der Antike geprägt. Auch der Islam hatte in seiner Geschichte zahlreiche Erfahrungen mit nicht-monotheistischen Religionen – schon zur Zeit seiner Entstehung im frühen 7. Jahrhundert und auch während seiner Expansion in Asien.

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Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Wie betrachten Jüd*innen und Muslim*innen heute die hinduistischen Religionen, die von der Existenz mehrerer Gottheiten ausgehen? Es steht zur Diskussion, ob die historischen Perspektiven für das heutige Verständnis von polytheistischen Religionen hilfreich sind oder einer differenzierten Auseinandersetzung eher hinderlich.

Es diskutieren Rabbiner Alon Goshen-Gottstein (Elijah Interfaith Institute) und Reza Shah-Kazemi (Institute of Ismaili Studies in London).

Logo der Ringvorlesung
Porträts von Alon Goshen-Gottstein und Muhammad Suhely Umar

Rabbiner Alon Goshen-Gottstein (links), Foto: privat und Muhammad Suhely Umar, Foto: privat – letzterer musste seine Teilnahme kurzfristig absagen und hat Reza Shah-Kazemi empfohlen.

Alon Goshen-Gottstein

Rabbiner Alon Goshen-Gottstein ist ausgewiesener Experte für interreligiöse Beziehungen, Judaist und Gründer des Elijah Interfaith Institute, welches Vertreter und Geistliche verschiedener Religionen zu Studium und Dialog zusammenbringt. Zu seinen Publikationen gehören: The Jewish Encounter with Hinduism: Wisdom, Spirituality Identity und Same God, Other god: Judaism, Hinduism and the Problem of Idolatry.

Reza Shah-Kazemi

Reza Shah-Kazemi ist Islamwissenschaftler und forscht am Institute of Ismaili Studies in London. Er gehört zu den Unterzeichnern des offenen Briefes von 2007 „Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch“, mit dem muslimische Gelehrte christliche Kirchen zum Dialog über Gemeinsamkeiten der Religionen aufriefen. Shah-Kazemi ist u.a. Autor von Paths to Transcendence: According to Shankara, Ibn Arabi and Meister Eckhart und Common Ground Between Islam and Buddhism.

Wenn Sie sich für eine Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.

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Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Was, wann, wo?

  • Wann

    Di, 4. Feb 2020, 19 Uhr

  • Wo
    W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

  • Eintritt

    frei
    Online-Anmeldung

  • Anmeldung für Journalist*innen T +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

  • SpracheDie Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt, mit Simultanübersetzung.

Ringvorlesung 2019/20 (6) Der Glaube der Anderen. Weltreligionen im Spiegel von Judentum und Islam Alle anzeigen

Der Glaube der Anderen. Weltreligionen im Spiegel von Judentum und Islam

Die Ring­vorlesung lotet das vielschichtige Verhältnis von Juden­tum und Islam zu den anderen Religionen aus. Zu jeder Veranstaltung sind zwei Wissen­schaftler*innen ein­geladen, die dasselbe Thema aus jüdischer und islamischer Perspektive vorstellen und mit­einander in Dialog treten.

Auf dem Weg zur Erleuchtung – Judentum, Islam und Buddhismus

Do, 12. Mär 2020, 19 Uhr
Jerome Gellman (Ben Gurion Universität) und Johan Elverskog (Southern Methodist University) diskutieren, wie Judentum und Islam dem Buddhismus gegenüberstehen, der Gottheiten kennt, nicht aber einen allmächtigen, unsterblichen Gott.

Moral jenseits der Transzendenz – Judentum, Islam und Atheismus

Mo, 20. Apr 2020, 19 Uhr
Jacques Berlinerblau (Georgetown University) und Ufuk Topkara (Johns Hopkins University) diskutieren, ob religionskritische Denkweisen für eine zeitgemäße jüdische und islamische Theologie heute konstruktiv sein können.

Bund der Ehe versus Bund mit Gott – Juden und Muslime in interreligiösen Ehen

Do, 18. Jun 2020, 19 Uhr
Madeleine Dreyfus (Kulturanthropologin und Psychoanalytikerin) und Imen Gallala-Arndt (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung) diskutieren über interreligiösen Ehen im Judentum und Islam.

Wie hältst du es mit Jesus? Judentum, Islam und Christentum

Di, 18. Feb 2020, 19 Uhr
Israel Yuval (Hebräische Universität Jerusalem) und Maha El Kaisy-Friemuth (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) diskutieren über jüdische und muslimische Perspektiven auf das Christentum.

Mono oder Poly? Judentum, Islam und Hinduismus

Di, 4. Feb 2020, 19 Uhr
Rabbiner Alon Goshen-Gottstein (Elijah Interfaith Institute) und Reza Shah-Kazemi (Institute of Ismaili Studies in London) diskutieren darüber, wie Judentum und Islam heute auf den Hinduismus und dessen Annahme der Existenz mehrerer Gottheiten blicken.

Judentum und Islam – eine theologische Beziehungsgeschichte

21. November 2019 (mit Video-Mitschnitt)
Lukas Mühlethaler (Freie Universität Berlin) und Imam Abdullah Antepli (Duke University, USA) diskutieren über die gegenseitige Wahrnehmung von Judentum und Islam (auf Deutsch und Englisch)

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