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Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

Zeitzeugen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitt)

Für diese Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin Zeitzeug*innen eingeladen, die einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus erzählen. Alle Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museums Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Eine Vorstellung der von ihrer gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien sowie Lesungen aus autobiografischen Texten oder Ausschnitte aus Filmen gehen den Gesprächen voraus.

leider verpasst

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Video-Mitschnitt der Veranstaltung Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow vom 23. Oktober 2017.
Jüdisches Museum Berlin 2017

Henry Wuga

Henry Wuga wurde 1924 in Nürnberg geboren. Sein Vater stammte aus einer katholischen, seine Mutter aus einer jüdischen Familie. Henry Wuga wurde jüdisch erzogen. Nachdem er in Deutschland mit 14 Jahren die Schule verlassen musste, begann er eine Lehre als Koch im koscheren Hotel »Tannhäuser« in Baden-Baden. Im Mai 1939 konnte er mit einem Kindertransport nach Schottland fliehen, wo er nach Kriegsbeginn als »feindlicher Ausländer« interniert wurde.

Nach zehn Monaten Internierungshaft auf der Isle of Man wurde Henry Wuga im Frühjahr 1941 entlassen. Zurück in Glasgow besuchte er den »Refugee Club«. Dort traf er auf Gleichgesinnte und lernte seine spätere Frau Ingrid Wolff kennen. Henry und Ingrid heirateten im Dezember 1944.

Henry Wugas Vater war 1944 gestorben, seine Mutter war deshalb nicht mehr durch ihren nichtjüdischen Ehemann geschützt. Im Januar 1945 versteckte sie sich im Umland von Nürnberg und erlebte dort das Kriegsende.

Henry Wuga mit Kochlehrlingsmütze in der Hotelküche, neben ihm ein Koch, im Hintergrund eine weibliche Küchenhilfe

Henry Wuga als Lehrling in der Küche des koscheren Hotels Tannhäuser in Baden-Baden, 1938; Foto: Henry Wuga

Zu Beginn der Veranstaltung werden Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm Kindertransport – In eine fremde Welt (Warner Bros., 2000) gezeigt. Daran anschließend folgt ein moderiertes Gespräch mit Henry Wuga.

Henry Wuga mit Mutter und Vater

Henry Wuga mit seinen Eltern kurz vor seiner Auswanderung nach England mit dem Kindertransport, 12. Mai 1939; Foto: Henry Wuga

Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Sparkasse.

Porträtfoto von Henry Wuga

Henry Wuga, Foto: Hauke Cornelius

Was muss ich beachten, wenn ich mich für eine Veranstaltung anmelde?

Wenn Sie sich für eine kostenlose Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket bei Nichtabholung 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.

Zur ausführlichen Antwort

Was, wann, wo?

  • Wann Montag, 23. Oktober, 19 Uhr
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  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

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Veranstaltungsreihe: Zeitzeugen im Gespräch (12)