Mich hat Auschwitz nie verlassen

Zeitzeug*innen im Gespräch
mit Anita Lasker Wallfisch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus

Für diese Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin Zeitzeug*innen eingeladen, die einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen. Alle Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museums Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Eine Vorstellung der von ihrer gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien sowie Lesungen aus autobiografischen Texten oder Ausschnitte aus Filmen gehen den Gesprächen voraus.

Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Anita Lasker Wallfisch

Anita Lasker Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, wuchs in einer bildungsbürgerlichen jüdischen Familie auf. Schon früh erhielt sie ihren ersten Cello-Unterricht, ab 1938 studierte sie bei Leo Rostal in Berlin. 1942 mussten Anita und ihre Schwester Renate Zwangsarbeit leisten, die Eltern wurden im gleichen Jahr nach Izbica deportiert und ermordet. Nach einem misslungenen Fluchtversuch kamen die Schwestern in Haft und wurden 1943 getrennt voneinander nach Auschwitz deportiert. Als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten. Nach der Befreiung in Bergen-Belsen, wo die Schwestern zuletzt ums Überleben kämpften, emigrierte Anita Lasker Wallfisch nach England und wurde Mitbegründerin des English Chamber Orchestra.

Ältere Person mit Mikrofon im Sessel, sprechend

Anita Lasker Wallfisch; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Hans Georg Gaul

Wenn Sie sich für eine Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.
Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Was, wann, wo?

  • Wann

    Montag, 19. März 2018, 19 Uhr

  • Wo
    Altbau EG, Glashof

    
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Veranstaltungsreihe (4) Zeitzeug*innen im Gespräch Show all

Zeitzeug*innen im Gespräch

In dieser Veranstaltungsreihe berichten sechs Zeitzeug*innen über ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus.

Anita Lasker Wallfisch

19. März 2018
Anita Lasker Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, wuchs mit ihrer Schwester Renate in einer bildungsbürgerlichen jüdischen Familie auf und studierte ab 1938 Cello in Berlin. 1942 wurden ihre Eltern deportiert und ermordet, 1943 kamen Renate und Anita nach Auschwitz. Als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten.

Walter Frankenstein

31. Januar 2018
Walter Frankenstein wurde 1924 im westpreußischen Flatow geboren und lebte ab 1936 im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. Als die Deportation drohte, tauchte er mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünf Wochen alten Sohn unter. Mit der Hilfe von Freunden gelang es der Familie, an verschiedenen Orten im Untergrund zu überleben.

Kurt Roberg: A Visa Or Your Life

4. Dezember 2017
Kurt Roberg, 1924 in Celle geboren, emigrierte Ende 1938 in die Niederlande, wohin seine Familie folgte; Eltern und Brüder gelang es über Kuba in die USA einzureisen. Kurt erlebte die Bombardierung Rotterdams, musste im März 1941 nach Berlin zurückkehren und konnte im Mai desselben Jahres über Lissabon in die USA auswandern.

Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

23. Oktober 2017
Henry Wuga, geboren 1924 in Nürnberg, Kind einer interkonfessionellen Ehe, gelangte 1938 mit einem Kindertransport nach Schottland. 1940 wurde er als »Enemy Alien« auf der Isle of Man interniert; die jüdische Mutter überlebte nach dem Tod ihres Mannes dank der Unterstützung von Freunden.

Anita Lasker Wallfisch

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