Nicht mit uns

Zeitzeugen*innen im Gespräch
mit Walter Frankenstein – Erfahrungen und Schicksale deutscher Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus

Für die Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin sechs Zeitzeug*innen eingeladen, einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen. Diese Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museums Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Vor den Gesprächen stellen sie die von ihnen gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien vor.

Walter Frankenstein tauchte mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünf Wochen alten Sohn unter, als die Deportation drohte. Mit der Hilfe von Freunden gelang es der Familie, an verschiedenen Orten im Untergrund zu überleben.

31. Januar, 19 Uhr
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Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Saal


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Walter Frankenstein

Walter Frankenstein wurde 1924 in Flatow in Westpreußen geboren, ab 1936 lebte er im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. 1938 machte er eine Lehre als Maurer an der Bauschule der Jüdischen Gemeinde. Vier Jahre später heiratete er Leonie Rosner, mit der er 1943 und 1944 zwei Söhne bekam; zu dieser Zeit musste er Zwangsarbeit leisten. Als der Familie die Deportation drohte, tauchte sie unter und konnte überleben. Nach Kriegsende emigrierte sie nach Palästina und in den 1950er Jahren ging sie nach Schweden.

Porträt mit nachdenklicher Geste

Walter Frankenstein; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Wenn Sie sich für eine Veranstaltung anmelden, denken Sie bitte daran, dass das Ticket 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt. Es wird dann an ggf. wartende Besucher*innen gegeben.
Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Saal


Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
(gegenüber dem Museum)

Weitere Informationen

Veranstaltungsreihe (4) Zeitzeug*innen im Gespräch Show all

Zeitzeug*innen im Gespräch

In dieser Veranstaltungsreihe berichten sechs Zeitzeug*innen über ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus.

Walter Frankenstein

31. Januar 2018
Walter Frankenstein wurde 1924 im westpreußischen Flatow geboren und lebte ab 1936 im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. Als die Deportation drohte, tauchte er mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünf Wochen alten Sohn unter. Mit der Hilfe von Freunden gelang es der Familie, an verschiedenen Orten im Untergrund zu überleben.

Anita Lasker Wallfisch

19. März 2018
Anita Lasker Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, wuchs mit ihrer Schwester Renate in einer bildungsbürgerlichen jüdischen Familie auf und studierte ab 1938 Cello in Berlin. 1942 wurden ihre Eltern deportiert und ermordet, 1943 kamen Renate und Anita nach Auschwitz. Als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten.

Kurt Roberg: A Visa Or Your Life

4. Dezember 2017
Kurt Roberg, 1924 in Celle geboren, emigrierte Ende 1938 in die Niederlande, wohin seine Familie folgte; Eltern und Brüder gelang es über Kuba in die USA einzureisen. Kurt erlebte die Bombardierung Rotterdams, musste im März 1941 nach Berlin zurückkehren und konnte im Mai desselben Jahres über Lissabon in die USA auswandern.

Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

23. Oktober 2017
Henry Wuga, geboren 1924 in Nürnberg, Kind einer interkonfessionellen Ehe, gelangte 1938 mit einem Kindertransport nach Schottland. 1940 wurde er als »Enemy Alien« auf der Isle of Man interniert; die jüdische Mutter überlebte nach dem Tod ihres Mannes dank der Unterstützung von Freunden.