Direkt zum Inhalt

Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Walter Frankenstein: Nicht mit uns

Zeitzeugen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitt)

Für diese Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin sechs Zeitzeug*innen eingeladen, einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen. Diese Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museum Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Vor den Gesprächen stellen sie die von ihnen gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien vor.

Mitschnitt verfügbar

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Video-Mitschnitt: Walter Frankenstein – Nicht mit uns vom 31. Januar 2018; Jüdisches Museum Berlin

Walter Frankenstein

Walter Frankenstein tauchte mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünf Wochen alten Sohn unter, als die Deportation drohte. Mit der Hilfe von Freunden gelang es der Familie, an verschiedenen Orten im Untergrund zu überleben.

Walter Frankenstein wurde 1924 in Flatow in Westpreußen geboren, ab 1936 lebte er im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. 1938 machte er eine Lehre als Maurer an der Bauschule der Jüdischen Gemeinde. Vier Jahre später heiratete er Leonie Rosner, mit der er 1943 und 1944 zwei Söhne bekam; zu dieser Zeit musste er Zwangsarbeit leisten. Als der Familie die Deportation drohte, tauchte sie unter und konnte überleben. Nach Kriegsende emigrierte sie nach Palästina und in den 1950er Jahren ging sie nach Schweden.

Porträt mit nachdenklicher Geste

Walter Frankenstein; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Was, wann, wo?

  • Wann Mittwoch, 31. Januar 2018, 19 Uhr
    in meinen Kalender eintragen
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium (aka Saal)

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Hinweis

    Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

    Anmeldung für Journalist*innen Tel: +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

    Hinweis

    Diese Veranstaltung wird mit Unterstützung der Berliner Sparkasse durchgeführt.

Veranstaltungsreihe: Zeitzeugen im Gespräch (10)

Zeitzeugen im Gespräch

In dieser Veranstaltungsreihe berichten Zeitzeug*innen über ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitten).

Zvi Cohen: Der Junge mit der Mundharmonika

Geboren 1931 in Berlin, wurde auf dem Schulweg wiederholt von Mitgliedern der Hitlerjugend angegriffen. 1943 nach Theresienstadt deportiert, im Februar 1945 mit seinen Eltern und 1200 weiteren Personen freigekauft.

Zeitzeugen im Gespräch
9. Mär 2020 – leider abgesagt

Zvi Aviram: Dem Tod von der Schippe gesprungen

Geboren 1927 in Berlin, musste als 14-Jähriger Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten. Als bei der „Fabrikaktion“ am 27. Februar 1943 seine Eltern verhaftet und deportiert wurden, ging er in die Illegalität.

Zeitzeugen im Gespräch
16. Sep 2019 (mit Video-Mitschnitt)

Photography: Portrait of an elderly man

Sally Perel: Hitlerjunge Salomon

Der Autor von Ich war Hitlerjunge Salomon berichtet, wie er den Nationalsozialismus unter falscher Identität überlebte.

Zeitzeugen im Gespräch
12. Jun 2019 (mit Video-Mitschnitt)

Peter Neuhof

Peter Neuhof: Eine Jugend im Schatten der Verfolgung

1925 in Berlin geboren, sein jüdischer Vater und seine nicht-jüdische Mutter waren aktive Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands und wurden 1943 verhaftet. Er blieb im elterlichen Haus zurück.

Zeitzeugen im Gespräch
3. Dez 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Portrait von Hanni Levy

Hanni Levy: Überleben in Berlin

1924 in Berlin geboren, musste als 16-Jährige Zwangsarbeit leisten, tauchte im Februar 1943 unter und überlebte im Versteck

Zeitzeugen im Gespräch
25. Jun 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Anita Lasker Wallfisch: Mich hat Auschwitz nie verlassen

Geboren 1925 in Breslau, studierte ab 1938 Cello in Berlin. Ab 1943 mit ihrer Schwester Renate in Auschwitz, konnte sie als Cellistin im dortigen Frauenorchester ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester retten.

Zeitzeugen im Gespräch
28. und 29. Mai 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Portrait von Margot Friedländer

Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen

1921 in Berlin geboren, musste ab 1940 Zwangsarbeit leisten. 1943 scheiterte eine geplante Flucht mit Bruder und Mutter. Sie konnte zunächst untertauchen, wurde aber 1944 von Greifern festgehalten, verhaftet und nach Theresienstadt deportiert.

Zeitzeugen im Gespräch
9. Apr 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Walter Frankenstein: Nicht mit uns

1924 im westpreußischen Flatow geboren, ab 1936 im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. Er musste Zwangsarbeit leisten und tauchte 1943 mit Frau und neugeborenem Sohn unter, um sich der Deportation zu entziehen.

Zeitzeugen im Gespräch
31. Jan 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Kurt Roberg

Kurt Roberg: A Visa Or Your Life

1924 in Celle geboren, Emigration Ende 1938 über die Niederlande, Rückkehr im März 1941 nach Berlin und erneute Emigration im Mai 1941 über Lissabon in die USA

Zeitzeugen im Gespräch
4. Dez 2017 (mit Video-Mitschnitt)

Henry Wuga

Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

1924 in Nürnberg als Kind einer interkonfessionellen Ehe geboren, gelangte er 1938 mit einem Kindertransport nach Schottland. 1940 wurde er als „Enemy Alien“ auf der Isle of Man interniert

Zeitzeugen im Gespräch
23. Okt 2017 (mit Video-Mitschnitt)