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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen

Zeitzeugen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitt)

Für diese Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin Zeitzeug*innen eingeladen, die einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus erzählen. Alle Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museum Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Eine Vorstellung der von ihnen gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien sowie Lesungen aus autobiografischen Texten oder Ausschnitte aus Filmen gehen den Gesprächen voraus.

leider verpasst

Ort

Altbau 2. OG, Großer Saal

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Video-Mitschnitt des Zeitzeugengesprächs Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen vom 9. April 2018; Jüdisches Museum Berlin 2018

Margot Friedländer

Margot Friedländer wurde 1921 als Margot Bendheim in Berlin geboren. Nach Beendigung der Schulzeit war sie Lehrmädchen in einer Schneiderei. Die Bemühungen ihrer Familie in die USA auszuwandern, schlugen fehl. Ab 1940 musste Margot Zwangsarbeit leisten. Nachdem die Eltern sich trennten, lebte sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder Ralph zusammen. 1943 planten sie zu fliehen, Ralph wurde jedoch von der Gestapo verhaftet. Die Mutter stellte sich daraufhin der Gestapo und wurde mit ihrem Sohn nach Auschwitz deportiert und ermordet. Der Tochter hinterließ sie eine Botschaft, die Margot mit in die Illegalität nahm: »Versuche, dein Leben zu machen«. Die 21-Jährige tauchte unter, wurde 1944 von Greifern festgehalten und nach Theresienstadt deportiert. Als einziges Familienmitglied überlebte sie das Lager. Mit ihrem Mann Adolph Friedländer, den sie aus Berlin kannte und dem sie in Theresienstadt wieder begegnete, ging Margot 1946 in die USA. Seit 2010 lebt sie wieder in Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Sparkasse.
Portrait von Margot Friedländer

Margot Friedländer; Foto: Scott-Hendryk Dillan, via Wikimedia Commons

Was, wann, wo?

  • Eintritt

    frei

  • Hinweis
    Die Veranstaltung ist ausgebucht. Restkarten sind eventuell an der Abendkasse erhältlich.

    Anmeldung für Journalist*innen Tel: +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

Veranstaltungsreihe: Zeitzeugen im Gespräch (10)

Zeitzeugen im Gespräch

In dieser Veranstaltungsreihe berichten Zeitzeug*innen über ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitten).

Zvi Cohen: Der Junge mit der Mundharmonika

Geboren 1931 in Berlin, wurde auf dem Schulweg wiederholt von Mitgliedern der Hitlerjugend angegriffen. 1943 nach Theresienstadt deportiert, im Februar 1945 mit seinen Eltern und 1200 weiteren Personen freigekauft.

Zeitzeugen im Gespräch
9. Mär 2020 – leider abgesagt

Zvi Aviram: Dem Tod von der Schippe gesprungen

Geboren 1927 in Berlin, musste als 14-Jähriger Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten. Als bei der „Fabrikaktion“ am 27. Februar 1943 seine Eltern verhaftet und deportiert wurden, ging er in die Illegalität.

Zeitzeugen im Gespräch
16. Sep 2019 (mit Video-Mitschnitt)

Photography: Portrait of an elderly man

Sally Perel: Hitlerjunge Salomon

Der Autor von Ich war Hitlerjunge Salomon berichtet, wie er den Nationalsozialismus unter falscher Identität überlebte.

Zeitzeugen im Gespräch
12. Jun 2019 (mit Video-Mitschnitt)

Peter Neuhof

Peter Neuhof: Eine Jugend im Schatten der Verfolgung

1925 in Berlin geboren, sein jüdischer Vater und seine nicht-jüdische Mutter waren aktive Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands und wurden 1943 verhaftet. Er blieb im elterlichen Haus zurück.

Zeitzeugen im Gespräch
3. Dez 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Portrait von Hanni Levy

Hanni Levy: Überleben in Berlin

1924 in Berlin geboren, musste als 16-Jährige Zwangsarbeit leisten, tauchte im Februar 1943 unter und überlebte im Versteck

Zeitzeugen im Gespräch
25. Jun 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Anita Lasker Wallfisch: Mich hat Auschwitz nie verlassen

Geboren 1925 in Breslau, studierte ab 1938 Cello in Berlin. Ab 1943 mit ihrer Schwester Renate in Auschwitz, konnte sie als Cellistin im dortigen Frauenorchester ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester retten.

Zeitzeugen im Gespräch
28. und 29. Mai 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Portrait von Margot Friedländer

Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen

1921 in Berlin geboren, musste ab 1940 Zwangsarbeit leisten. 1943 scheiterte eine geplante Flucht mit Bruder und Mutter. Sie konnte zunächst untertauchen, wurde aber 1944 von Greifern festgehalten, verhaftet und nach Theresienstadt deportiert.

Zeitzeugen im Gespräch
9. Apr 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Walter Frankenstein: Nicht mit uns

1924 im westpreußischen Flatow geboren, ab 1936 im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. Er musste Zwangsarbeit leisten und tauchte 1943 mit Frau und neugeborenem Sohn unter, um sich der Deportation zu entziehen.

Zeitzeugen im Gespräch
31. Jan 2018 (mit Video-Mitschnitt)

Kurt Roberg

Kurt Roberg: A Visa Or Your Life

1924 in Celle geboren, Emigration Ende 1938 über die Niederlande, Rückkehr im März 1941 nach Berlin und erneute Emigration im Mai 1941 über Lissabon in die USA

Zeitzeugen im Gespräch
4. Dez 2017 (mit Video-Mitschnitt)

Henry Wuga

Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

1924 in Nürnberg als Kind einer interkonfessionellen Ehe geboren, gelangte er 1938 mit einem Kindertransport nach Schottland. 1940 wurde er als „Enemy Alien“ auf der Isle of Man interniert

Zeitzeugen im Gespräch
23. Okt 2017 (mit Video-Mitschnitt)