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Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen

Zeitzeugen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus (mit Video-Mitschnitt)

Für diese Gesprächsreihe hat das Jüdische Museum Berlin Zeitzeug*innen eingeladen, die einem breiteren Publikum von ihren Schicksalen während der Zeit des Nationalsozialismus erzählen. Alle Zeitzeug*innen sind dem Jüdischen Museum Berlin als Stifter*innen eng verbunden. Eine Vorstellung der von ihnen gestifteten Objekte, Dokumente und Fotografien sowie Lesungen aus autobiografischen Texten oder Ausschnitte aus Filmen gehen den Gesprächen voraus.

leider verpasst

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau 2. OG, Großer Saal
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Video-Mitschnitt des Zeitzeugengesprächs Margot Friedländer: Versuche, dein Leben zu machen vom 9. April 2018; Jüdisches Museum Berlin 2018

Margot Friedländer

Margot Friedländer wurde 1921 als Margot Bendheim in Berlin geboren. Nach Beendigung der Schulzeit war sie Lehrmädchen in einer Schneiderei. Die Bemühungen ihrer Familie in die USA auszuwandern, schlugen fehl. Ab 1940 musste Margot Zwangsarbeit leisten. Nachdem die Eltern sich trennten, lebte sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder Ralph zusammen. 1943 planten sie zu fliehen, Ralph wurde jedoch von der Gestapo verhaftet. Die Mutter stellte sich daraufhin der Gestapo und wurde mit ihrem Sohn nach Auschwitz deportiert und ermordet. Der Tochter hinterließ sie eine Botschaft, die Margot mit in die Illegalität nahm: »Versuche, dein Leben zu machen«. Die 21-Jährige tauchte unter, wurde 1944 von Greifern festgehalten und nach Theresienstadt deportiert. Als einziges Familienmitglied überlebte sie das Lager. Mit ihrem Mann Adolph Friedländer, den sie aus Berlin kannte und dem sie in Theresienstadt wieder begegnete, ging Margot 1946 in die USA. Seit 2010 lebt sie wieder in Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Sparkasse.
Portrait von Margot Friedländer

Margot Friedländer; Foto: Scott-Hendryk Dillan, via Wikimedia Commons

Was, wann, wo?

  • Eintritt

    frei

  • Hinweis
    Die Veranstaltung ist ausgebucht. Restkarten sind eventuell an der Abendkasse erhältlich.

    Anmeldung für Journalist*innen Tel: +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

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Veranstaltungsreihe: Zeitzeugen im Gespräch (12)