Eine Forschungsbibliothek für jüdische Kunst

DFG-Projekt zur Bestandsergänzung und Tiefenerschließung unserer Bibliothek

Foto mit einigen Beispielen grauer Literatur

Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt sich unsere Bibliothek seit Herbst 2013 zu einer Forschungsbibliothek für jüdische Kunst weiter. Unser Bestand hat historisch bedingte Lücken, die bisher weder durch den Erwerb von Spezialsammlungen noch durch den kontinuierlichen Bestandsaufbau seit 1999 gänzlich geschlossen werden konnten.

Mithilfe der DFG-Förderung herausragender Forschungsbibliotheken ergänzen wir nun gezielt unseren Bestand im Bereich der Systematikgruppe Kunst und werden ihn umfassend inhaltlich erschließen. Wir wollen so einen Sammelschwerpunkt von überregionaler Bedeutung entwickeln, der langfristig dazu beiträgt, diese 1933 abgebrochene Forschungstradition in Deutschland wieder zu etablieren.

Derzeit ist die in Deutschland vorhandene Literatur zu jüdischer bildender und angewandter Kunst, visueller und materieller Kultur noch auf zahlreiche Standorte verteilt. Weil sich verschiedene Fachdisziplinen damit beschäftigen, wird in den einzelnen wissenschaftlichen Bibliotheken meist nicht die gesamte Breite der Publikationen zum Thema berücksichtigt. Bislang existiert keine zentrale Anlaufstelle in Form einer Bibliothek, die auf dieses Forschungsfeld spezialisiert wäre.

Schwerpunkt der zweiten Projektphase von Herbst 2015 bis November 2017 ist zudem die Sammlung von grauer Literatur und Non-Book-Medien, also von Veröffentlichungen, die nicht in den Buchhandel gelangten. So soll das sonst nur schwer zugängliche Quellenmaterial in einer attraktiven Forschungsumgebung bereitgestellt werden.

Die Tiefenerschließung und die Anbindung an unseren Thesaurus ermöglichen eine themenorientierte und medienübergreifende Suche. Sie schließt die Sammlungen und das Archiv unseres Museums mit ein und eröffnet dadurch einen Zugang zu den Primärquellen.

Dieses Projekt hat im Herbst 2013 begonnen und endet im November 2017.

Wenn Sie das Jüdische Museum Berlin unterstützen möchten und glauben, Material zu besitzen, das für uns interessant sein könnte, nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Wir haben einen öffentlich zugänglichen Lesesaal. Außerdem können Sie in unseren Bibliotheks- und ausgewählten Sammlungsbeständen online recherchieren. Für die Einsicht weiterer Bestände nehmen Sie bitte Kontakt zu den zuständigen Kurator*innen auf.
Ansprechpartnerin
Dr. Lea Weik
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bibliothek/DFG-Projekt
Tel.: 
+49 (0)30 259 93 451

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
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