Zeitzeug*innen im Gespräch

Eine Veranstaltungsreihe im Jüdischen Museum Berlin 2017/18

Veranstaltungsreihe Zeitzeug*innen im Gespräch

In der Gesprächsreihe Zeitzeug*innen im Gespräch berichten Zeitzeug*innen der Öffentlichkeit von ihren Erinnerungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Als Stifter*innen des Hauses sind sie uns seit Jahren eng verbunden. Mit ihren Biografien repräsentieren sie unterschiedliche Orte und Erfahrungen des Überlebens.

Lesungen autobiografischer Texte, Ausschnitte aus Filmen oder die Vorstellung von gestifteten Objekten, Dokumenten und Fotografien bilden den Auftakt eines jeden Zeitzeug*innengesprächs. Daran anschließend folgt das moderierte Gespräch.

Diese Veranstaltungsreihe wird mit Unterstützung der Berliner Sparkasse durchgeführt.

Veranstaltungsreihe (4) Zeitzeug*innen im Gespräch Show all

Zeitzeug*innen im Gespräch

In dieser Veranstaltungsreihe berichten sechs Zeitzeug*innen über ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus.

Anita Lasker Wallfisch

19. März 2018
Anita Lasker Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, wuchs mit ihrer Schwester Renate in einer bildungsbürgerlichen jüdischen Familie auf und studierte ab 1938 Cello in Berlin. 1942 wurden ihre Eltern deportiert und ermordet, 1943 kamen Renate und Anita nach Auschwitz. Als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten.

Walter Frankenstein

31. Januar 2018
Walter Frankenstein wurde 1924 im westpreußischen Flatow geboren und lebte ab 1936 im Auerbach’schen Waisenhaus in Berlin. Als die Deportation drohte, tauchte er mit seiner Frau und dem gemeinsamen fünf Wochen alten Sohn unter. Mit der Hilfe von Freunden gelang es der Familie, an verschiedenen Orten im Untergrund zu überleben.

Kurt Roberg: A Visa Or Your Life

4. Dezember 2017
Kurt Roberg, 1924 in Celle geboren, emigrierte Ende 1938 in die Niederlande, wohin seine Familie folgte; Eltern und Brüder gelang es über Kuba in die USA einzureisen. Kurt erlebte die Bombardierung Rotterdams, musste im März 1941 nach Berlin zurückkehren und konnte im Mai desselben Jahres über Lissabon in die USA auswandern.

Henry Wuga: Ein Nürnberger aus Glasgow

23. Oktober 2017
Henry Wuga, geboren 1924 in Nürnberg, Kind einer interkonfessionellen Ehe, gelangte 1938 mit einem Kindertransport nach Schottland. 1940 wurde er als »Enemy Alien« auf der Isle of Man interniert; die jüdische Mutter überlebte nach dem Tod ihres Mannes dank der Unterstützung von Freunden.