Direkt zum Inhalt

Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Biografiearbeit als Beitrag zur kulturellen Öffnung

Dokumentation der Arbeitsgruppe

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit Biografien aus Vergangenheit und Gegenwart zu arbeiten, um zu erkennen, wie unterschiedlich sich Ereignisse in eine Lebensgeschichte einschreiben.

Anhand von Beispielen aus dem Jüdischen Museum Berlin und aus Schulen haben sich die Teilnehmer*innen über ihre Erfahrungen ausgetauscht. Wie lassen sich die eigene und andere Biografien sinnvoll zueinander ins Verhältnis setzen? Welche Themen hinsichtlich der Identität werden angesprochen? Welche besonderen Herausforderungen und Fallstricke gibt es bei der Biografiearbeit mit einer heterogenen Teilnehmerschaft?

Sarah Hiron, Jüdisches Museum Berlin, moderierte diesen Workshop mit der Beteiligung von

Archivpädagogik im Jüdischen Museum von Franziska Bogdanov

Das archivpädagogische Programm des Jüdischen Museums Berlin, das inzwischen seit zehn Jahren durchgeführt wird, richtet sich an Schüler*innen der Klassen 9 bis 12. Sie arbeiten mit Originaldokumenten des Archivs zu verschiedenen Themen der deutsch-jüdischen Geschichte, meistens zum Nationalsozialismus. Anschließend führen sie ein Zeitzeugengespräch mit einem Stifter oder einer Stifterin der Dokumente.

In dieser Arbeitsgruppe sind zunächst die Besonderheiten der biografischen Herangehensweise an Geschichte benannt worden: Zum einen ist es die Erarbeitung von Lebensgeschichten durch Quellenanalyse anhand von ausgewählten Dokumenten aus den Familiennachlässen des Archivs. Zum anderen ist es die unmittelbare Begegnung mit den Zeitzeug*innen, die den Schüler*innen von ihren Erfahrungen berichten und mit ihnen ins Gespräch kommen.

Anschließend wurde beispielhaft über unterschiedliche Reaktionen von Schüler*innen auf die Biografien und die durch sie zur Sprache kommenden Themen berichtet. Dabei wurde versucht herauszuarbeiten, inwiefern sich Schüler*innen mit Migrationshintergrund auf besondere Weise durch einzelne Aspekte angesprochen fühlen und ob sich ihre Reaktionen von Schüler*innen ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Dabei spielten Fragen des Erkennens historischer Prozesse und der Orientierung in der Geschichte eine Rolle, sowie auch Fragen der Identifikation und Empathie in der Begegnung mit den Lebensgeschichten.

»...zuerst einmal bin ich Mensch - Her seyden önce insanim...« von Beate Klammt

In dem Projekt »...zuerst einmal bin ich Mensch - Her seyden önce insanim...« hat das Anne Frank Zentrum in Berlin das Thema Migration zwischen der heutigen Türkei und der Bundesrepublik Deutschland anhand von sechs ausgewählten Lebenswegen dargestellt. Diese sechs Menschen sind zwischen den Jahren 1871 und 1961 zwischen den beiden Ländern migriert. Die Gründe, Umstände und Konsequenzen der Migrationen sind unterschiedlich und vielfältig. Die persönlichen Erinnerungen und Erzählungen werden durch Hintergrundinformationen eingebettet. Ein umfassendes Methodenset zur Arbeit mit den Inhalten der Website bietet die Umsetzung der Inhalte in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen.

Anne Frank Zentrum

Die beim Anne Frank Zentrum zum Download bereit gestellten Materialien bieten umfassende Informationen zu den einzelnen Biografien.
www.annefrank.de/mensch

Der biografische Ansatz bietet die Möglichkeit, die Vielschichtigkeit der einzelnen Lebenswege kennenzulernen und darüber in eine Auseinandersetzung mit sich und mit anderen zu treten. Durch das Kennenlernen der Biografien können Zuschreibungen und Vorannahmen in Frage gestellt und aufgelöst werden.

Der Zugang zu diesen Themenkomplexen wird durch die Arbeit mit einer oder mehrerer der Biografien geschaffen. Wichtig ist die kontextuelle Einbettung der Schilderungen dieser Zeitzeug*innen in historische, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge. Der Blick eines*einer Zeitzeug*in ist eine von vielen möglichen Perspektiven.

Teilen, Newsletter, Feedback

Tagungsdokumentation: Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft (19)

Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft

Die einzelnen Panels der Tagung am 13. und 14. Oktober 2014 sind hier dokumentiert.

JMB Logo

Marginalisierte Biografien: Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit

Arbeitsgruppe mit Steffen Jost (Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau) und Katharina Obens (Dipl.-Psychologin, Lernkultur – Institut für Bildungsforschung und Evaluation), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

JMB Logo

Vielfalt durch Beteiligung

Arbeitsgruppe mit Karin Schreibeis (Serviceagentur Ganztägig Lernen/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Sandra Christall (Sozialpädagogin an der Hermann-Hesse-Oberschule, Berlin), moderiert von Andrea Blaneck (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

JMB Logo

Biografiearbeit als Beitrag zur kulturellen Öffnung

Arbeitsgruppe mit Franziska Bogdanov (Jüdisches Museum Berlin), Beate Klammt (Bildungsreferentin, ehemals Anne Frank Zentrum), Rainer Brieske (Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin) und Michael Merbitz (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Sarah Hiron (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung: Was macht Schule aus?

Arbeitsgruppe mit Inputs von Heinrich Meise (Refik-Veseli-Sekundarschule, Berlin), Markus Schega und Dr. Michael Senn (Nürtingen Grundschule, Berlin) und Friedhelm Botsch (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

»Wir wollen etwas verändern – aber nur in Begleitung!«

Arbeitsgruppe mit einem Input von Andrea Blaneck, moderiert von Marlous Behrendt (beide: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin)

JMB Logo

Differenzfreundlich und diskriminierungskritisch – Anforderungen an Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft

Impulsreferat von Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) mit anschließendem Gespräch, geleitet von Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

JMB Logo

Wie können Politik und Gesellschaft die interkulturelle Öffnung von Schulen unterstützen?

Podiumsdiskussion mit Özcan Mutlu (MdB für Bündnis 90/Die Grünen), Evelin Lubig-Fohsel (Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin), modieriert von Dr. Nkechi Madubuko (Moderatorin und Autorin, Marburg)

JMB Logo

Diversität in der Jugendliteratur

Arbeitsgruppe mit Impulsen von André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), Ulrich Hipler (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Nina Wilkens (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Historisches Lernen in der Migrationsgesellschaft

Arbeitsgruppe mit Inputs von Dr. Elke Gryglewski (Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin), Selman Erkovan (Bildungsreferent, Berlin) und Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

JMB Logo

Ausstellungen werden von Museen gemacht, oder?

Arbeitsgruppe mit Petra Zwaka (Jugend Museum Berlin), Silvia Linnenbürger (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Jutta Dücker (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Möglichkeiten, Herausforderungen und Ansätze zur gelingenden Kooperation zwischen Schulen und Museum

Weltcafé, moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

JMB Logo

Annäherung aus drei Perspektiven

Podiumsdiskussion mit Zahide Doğaç (Lehrerin und Interkulturelle Koordinatorin, Hamburg), Ibrahim Gülnar (Mobiles Beratungsteam »Ostkreuz«, Berlin) und Leontine Meijer-van Mensch (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin), moderiert von Dr. Rosa Fava (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Sensibilisierung für Diversität

Arbeitsgruppe mit Dr. Czarina Wilpert (Eine Welt der Vielfalt e. V.) und Grit Gottschalk (Ernst-Schering-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Durchgängige Sprachbildung

Arbeitsgruppe mit Input von Lilo Martens (Multiplikatorin für Interkulturelle Bildung und durchgängige Sprachbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin)

JMB Logo

Rassistische Diskriminierung zur Sprache bringen

Arbeitsgruppe, moderiert von Toan Nguyen (Bildungswerkstatt Migration und Gesellschaft e. V. Berlin)

JMB Logo

Antisemitismus in Social Media

Arbeitsgruppe mit Gabriele Rohmann und Martin Gegenheimer (Archiv der Jugendkulturen e. V., Berlin), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Martina Brandes-Parow (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

JMB Logo

Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog*innen in Schule und Museum

Arbeitsgruppe mit Laura Söllner (Theaterpädagogin, Berlin), Anja Scheffer (Schauspielerin und Regisseurin), Heidemarie Link (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Eva Albert (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Film als Methode einer diskriminierungskritischen Pädagogik

Arbeitsgruppe mit Gunnar Meyer (BildungsBausteine gegen Antisemitismus, Berlin) und Vera March-Berg (Refik-Veseli-Schule, Berlin), moderiert von Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin)

JMB Logo

Tagungsreflexion

Die Veranstaltung moderierten Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin)